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Sport-Welt Cancellara wieder in Gelb, Rückschlag für Armstrong
Sport Sport-Welt Cancellara wieder in Gelb, Rückschlag für Armstrong
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18:27 06.07.2010
Gezeichnet: Tour-Rekordsieger Lance Armstrong. Quelle: dpa

Auf der wilden Hatz über die berüchtigten Kopfsteinpflaster-Passagen in Nordfrankreich schlug Titelverteidiger Contador seinem Intimfeind Armstrong überraschend ein Schnippchen und nahm dem Texaner am Dienstag 58 Sekunden ab. Der Sieg auf dem 213 Kilometer langen Teilstück von Belgien nach Frankreich ging an den den Norweger Hushovd, der im Zielsprint nicht zu bezwingen war. „Für mich lief es heute perfekt“, sagte Hushovd. „Ich war sehr motiviert, ich mag das Kopfsteinpflaster.“

Mann des Tages neben Hushovd war der Schweizer Fabian Cancellara, der sich nach nur einem Tag das Gelbe Trikot von Sylvain Chavanel zurückholte. Der Prologsieger erreichte zeitgleich mit Hushovd das Ziel der 3. Etappe in Arenberg. Zweiter wurde der Brite Geraint Thomas vor Weltmeister Cadel Evans aus Australien. Glücklich war der Vorjahreszweite Andy Schleck, der sensationell auf Rang sechs fuhr und seinen Rivalen Contador und Armstrong Zeit abnahm.

Cancellara hatte vor knapp drei Monaten auf ähnlichem Parcours den Klassiker Paris-Roubaix gewonnen und nun wieder Grund zum Jubeln. Ein Wermutstropfen war aber, dass sein Saxo-Bank-Leader Franck Schleck schwer stürzte. Der Vorjahresfünfte und luxemburgische Meister kam auf dem vierten Kopfsteinpflaster-Sektor zu Fall und blieb minutenlang schmerzverkrümmt im Graben liegen. Sein Traum vom Tour- Podium endete damit auf tragische Weise in der „Hölle des Nordens“.

Auch der Eschborner Tony Martin war in den Crash 26,7 Kilometer vor dem Ziel verwickelt, verlor viel Zeit und rutschte aus den Top Ten des Gesamtklassements. Ebenfalls Pech hatte der bisherige Spitzenreiter Chavanel, der nach Defekten gleich zweimal sein Rad wechseln musste. „Ich hatte einen schönen Tag in Gelb - das ist das Leben. Bei mir lief nichts“, klagte der Franzose.

85 Kilometer vor dem Ziel begann die erste von sieben Passagen auf Kopfsteinpflaster über insgesamt 13,2 Kilometer. Der Parcours durch Rübenfelder, vorbei an stillgelegten Zechen in der früheren Bergbauregion, war auch Teil des Frühjahrs-Klassikers Paris-Roubaix.

Erstmals war das um die Existenz ringende Milram-Team in einer Fluchtgruppe vertreten. Bereits elf Kilometer nach dem Start im belgischen Wanze löste sich Tour-Debütant Roger Kluge aus Cottbus mit sechs Mitstreitern vom Feld. Zwischenzeitlich hatten die Ausreißer einen Vorsprung von knapp fünf Minuten. Aber der Vorsprung schmolz, denn anders als am Vortag schalteten die Teamleader nicht den Schongang ein und ließen im entscheidenden Moment bei der Verfolgung keine Milde walten. Ergebnis: Die Kluge-Gruppe wurde auf dem vierten Kopfsteinpflaster-Sektor 30 Kilometer vor dem Ziel eingeholt.

Viele Fahrer waren gezeichnet von den Sturzserien der Vortage. Die Schleck-Brüder und Armstrong waren bandagiert. Noch härter im Nehmen waren Tyler Farrar und Robert Gesink, die sich mit Frakturen über die Strecke quälten.

dpa

Die südafrikanische 800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya darf ab sofort wieder starten. Der Leichtathletik- Weltverband IAAF erteilte der 19-Jährigen am Dienstag wieder die uneingeschränkte internationale Wettkampferlaubnis. Die Untersuchungen zu dem von der IAAF nach Casters WM-Sieg 2009 angeordneten Geschlechtstest seien abgeschlossen.

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