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Sport-Welt Bamberg und Braunschweig im Basketball-Finale
Sport Sport-Welt Bamberg und Braunschweig im Basketball-Finale
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23:00 02.04.2011
Bamberg steht im Basketball-Finale. Quelle: dpa

Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg und das Überraschungsteam der New Yorker Phantoms Braunschweig stehen im Finale um den Pokal der Basketball Bundesliga. Double-Gewinner Bamberg setzte sich am Samstagabend in einem hochklassigen Halbfinale gegen die Artland Dragons vor heimischer Kulisse nach Verlängerung mit 101:93 (85:85, 49:42) durch. Braunschweig hatte zuvor unerwartet den Vorjahresfinalisten Deutsche Bank Skyliners Frankfurt mit 82:77 (37:35) aus dem Rennen geworfen. Das Finale findet an diesem Sonntag um 16.45 Uhr (Sport 1) statt.

Bester Werfer bei den Bambergern war Brian Roberts mit 21 Punkten, bei den Dragons glänzte Tyrese Rice mit 22 Zählern. Die Brose Baskets starteten vor 6800 Zuschauern in der heimischen Stechert Arena furios und zogen schnell auf 14:2 davon. Die Dragons ließen sich davon aber nicht beirren. Bis zum Ende des ersten Viertels hatten sie den Abstand auf sechs Zähler verkürzt (20:26), Mitte des zweiten Abschnitts glichen sie sogar zum 36:36 aus. Doch dann zogen die Bamberger wieder an und gingen mit einer Sieben-Punkte-Führung in die Pause (49:42).

In der zweiten Halbzeit ging der packende Pokal-Fight weiter. Quakenbrück kam beim Stand von 64:64 erneut zum Ausgleich und brachte den hohen Favoriten ins Wanken. Den Franken zitterten nun die Hände, fünf Freiwürfe in Serie verfehlten gegen Ende des dritten Viertels ihr Ziel. Kurz vor Spielende gingen die Dragons dann erstmals in Führung (76:75), der Bundesliga-Spitzenreiter rettete sich aber in die Verlängerung. Dort hatten die Bamberger gegen die nun mit großen Foulproblemen zu kämpfenden Dragons den längeren Atem.

Im ersten Halbfinale hatte sich Braunschweig überraschend gegen Frankfurt durchgesetzt. Angeführt vom überragenden Jason Cain trumpften die Niedersachsen groß auf und stehen erstmals in der Club-Geschichte im Pokalendspiel. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft“, sagte Phantoms-Coach Sebastian Machowski, dessen Team in der Liga zweimal knapp gegen die Hessen verloren hatte. Cain kam beim Bundesliga-Fünften auf 25 Punkte, bei den Skyliners war DaShaun Wood mit 24 Zählern bester Schütze.

Die ambitionierten Frankfurter mussten damit den ersten Titel der Saison abschreiben. „Natürlich sind wir sehr enttäuscht“, meinte Trainer Gordon Herbert. „Die Braunschweiger haben uns nie ins Spiel kommen lassen, zudem haben wir ihnen zu viele zweite Chancen ermöglicht“, analysierte Spielmacher Pascal Roller.

Die Skyliners liefen fast das gesamte Spiel einem Rückstand hinterher. Auch als mit Kevin Hamilton und Kyle Visser zu Beginn des Schlussviertels bei den Phantoms zwei der wichtigsten Spieler mit jeweils fünf Fouls auf die Bank mussten, blieben die Niedersachsen auf Kurs. „Unser Vorteil war, dass wir in der Liga zweimal gegen sie verloren hatten. Wir waren heute heiß auf den Sieg“, meinte Braunschweigs Nils Mittmann.

dpa

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