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Sotschi 2014 Langläufer im Sturzpech
Sport Sotschi 2014 Langläufer im Sturzpech
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19:32 19.02.2014
Evi Sachenbacher-Stehle beim Skilanglauf. Quelle: dpa
Sotschi

Pleiten, Pech und Pannen haben die deutsche Olympia-Mannschaft in Sotschi am Mittwoch mögliche weitere Medaillen bei den Winterspielen gekostet. Auf dem Weg zu einer sicheren Plakette im Team-Sprint der Langläufer stürzte Tim Tscharnke kurz vor dem Ziel und wurde am Ende zusammen mit Hannes Dotzler Siebter. Einen Protest der deutschen Mannschaft gegen die Wertung des Rennens wegen Behinderung von Tscharnke lehnte die Jury ab.

Zudem sorgten vierte Plätze der Langläuferinnen Stefanie Böhler und Denise Herrmann sowie von Snowboarder Patrick Bussler im Parallel-Riesenslalom am zwölften Wettkampftag für lange Gesichter im deutschen Team. Eisschnellläuferin Claudia Pechstein verpasste als Fünfte über 5000 Meter beim Sieg der Tschechin Martina Sablikova ihre zehnte Medaille bei Olympischen Winterspielen.

Einer Sensation gleich kam das Ausscheiden der russischen Eishockey-Auswahl im Olympia-Viertelfinale. Die als Gold-Favorit gehandelte Sbornaja unterlag Finnland mit 1:3. Die Suomis treffen in der Vorschlussrunde auf Schweden, das sich souverän mit 5:0 gegen Außenseiter Slowenien durchsetzte.

Nach 73 von 98 Entscheidungen musste die deutsche Mannschaft mit weiterhin acht Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen ihre Position als Nummer eins der Länderwertung an Norwegen abtreten. Die Skandinavier feierten im Team-Sprint der Langläuferinnen und in der Biathlon-Mixed-Staffel ihre Goldmedaillen Nummer acht und neun. Mit seinem insgesamt achten Olympia-Gold krönte sich Ole Einar Björndalen zum erfolgreichsten Winter-Olympioniken der Geschichte. Schon ihren fünften Olympiasieg feierte Langläuferin Marit Björgen.

Böhler und Herrmann fehlten ganze 1,15 Sekunden zum Bronze-Platz. Ebenfalls einen vierten Platz fuhr Snowboarder Bussler ein, der im Parallel-Riesenslalom die erste Olympia-Medaille eines deutschen Snowboarders verpasste. Gold für Russland holte der gebürtige Amerikaner Vic Wild. Bei den Damen siegte die Schweizerin Patrick Kummer.

Fünf Tage nach seinem Autounfall fuhr Alpin-Star Felix Neureuther im Riesenslalom auf einen guten achten Rang, Fritz Dopfer wurde Zwölfter. Olympiasieger wurde Topfavorit Ted Ligety aus den USA. „Man merkt schon, dass ich die letzten fünf Tage nur gelegen bin“, sagte Neureuther im ZDF mit Blick auf sein Schleudertrauma, die lädierte Nackenmuskulatur und zwei geprellte Rippen. Im Slalom am Samstag will der 29-Jährige „auf jeden Fall“ antreten.

Snowboarderin Amelie Kober hofft nach ihrem Sturz in der Qualifikation auf eine Teilnahme beim Parallel-Slalom am Samstag. Die Zweite von Turin 2006 blieb im Parallel-Riesenslalom an einem Tor hängen und zog sich dabei einen knöchernen Kapsel-Ausriss im linken Ellenbogen zu. Auch für Isabella Laböck kam das Aus früh.

Nach den Straßenschlachten mit vielen Toten in Kiew hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) den ukrainischen Athleten in Sotschi das Tragen eines Trauerflors untersagt. Ein entsprechender Antrag des ukrainischen NOK-Chefs Sergej Bubka sei mit Hinweis auf geltende Regeln vom IOC abgelehnt worden, teilte das Nationale Olympische Komitee (NOK) der Ukraine am Mittwoch in Kiew mit.

dpa

Claudia Pechstein hat es nicht geschafft. Auch die Berlinerin konnte am Mittwoch nicht verhindern, dass die deutschen Eisschnellläufer erstmals seit 50 Jahren ohne Medaille bleiben. Am Ende reichte es trotz einer starken Zeit nur zu Platz fünf über 5000 Meter.

19.02.2014

Eine angebliche Behinderung von Tim Tscharnke sorgt für reichlich Ärger nach dem Team-Sprint der Langläufer. Die deutsche Mannschaft legt Protest gegen die siegreichen Finnen ein. Dem Frauen-Duo Böhler und Herrmann fehlen 1,15 Sekunden zu Bronze.

19.02.2014

Felix Neureuther und Fritz Dopfer haben im Riesenslalom olympisches Edelmetall verpasst. Bei den Winterspielen von Sotschi fuhr Neureuther am Mittwoch nur fünf Tage nach seinem Autounfall auf Platz acht - 0,66 Sekunden fehlten zu Bronze.

19.02.2014