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Sotschi 2014 Mit Puls 180 zum Schießstand
Sport Sotschi 2014 Mit Puls 180 zum Schießstand
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12:30 11.02.2014
Peng: Beim Biathlon ist trotz Erschöpfung Konzentration gefragt. Quelle: afp

„Mit Puls 180 rast du von der Strecke an den Schießstand, du fühlst dein Herz schlagen, spürst deinen Atem, aber dann brauchst du Ruhe und enorme Konzentration.“ Wenn Andreas Stitzl, Biathlontrainer beim Deutschen Skiverband, die besondere Schwierigkeit beim Biathlon erklärt, denkt er sofort an den Wechsel zwischen den beiden Disziplinen Langlauf und Schießen. „Unter Maximalbelastung die Umstellung zu schaffen auf das konzentrierte Schießen, das ist die hohe Kunst.“

 4,5 Zentimeter beträgt der Durchmesser der fünf Scheiben beim Liegend-, 11,5 Zentimeter beim Stehendschießen aus 50 Metern Entfernung. „Wenn man dann zum Schießstand rast, ist es schwer, die Waffe erst einmal unter Kontrolle zu kriegen“, sagt Stitzl. Viele Tipps hat der erfahrene Coach, der etwa die vielfachen Medaillengewinner Andreas Birnbacher und Kati Wilhelm trainierte, nicht. Von langjähriger Erfahrung und viel Training spricht er. „Am Schießstand läuft beim Athleten dann alles wie ein Film ab.“

 Wichtig ist auch die Atemtechnik: „Atem anhalten, zielen, abdrücken, weiter atmen“, erklärt Stitzl. „Man schießt also in den Atem.“

 Biathlon ist eine Sportart, die boomt. Das merken auch Stitzl und die anderen Trainer. Mit zwölf Jahren könne man schon anfangen, sagt der Traunsteiner, der 2000 bei der EM in Zakapone zwei Gold- und eine Bronzemedaille gewann. Das Interesse der Jugendlichen, die gerne schießen und laufen wollen, ist enorm. Was sie neben Talent für den Umgang mit der Waffe noch brauchen, ist „Wille und Kampf“, sagt Stitzl. „Die Belastung ist hoch, das Wetter mit Schnee, Regen, Sturm und Kälte hart. Da muss man sich auch quälen können.“   
 

Von Manuel Becker 
 

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