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Sotschi 2014 „Batman destroys nothing“
Sport Sotschi 2014 „Batman destroys nothing“
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19:49 15.02.2014
Felix Neureuther bei seiner Ankunft in Sotschi. Quelle: dpa
Krasnaja Poljana

Nach dem Autounfall bei der Olympia-Anreise ist Skirennfahrer Felix Neureuther mit einem Tag Verspätung in Sotschi angekommen. Am Samstagabend landete der 29-Jährige am Olympia-Ort. Er habe noch Schmerzen, aber er sei glücklich, da zu sein, sagte Neureuther, der eine Halskrause trug. Für den Sonntag war kein Skitraining geplant. In der kommenden Woche will der Partenkirchener in Slalom und Riesenslalom an den Start gehen.

Seine Teamkollegen und die Funktionäre setzen bis dahin auf eine schnelle Genesung. „Wir hoffen, dass er seine Blessuren die nächsten Tage so gut auskurieren kann, dass er voll angreifen kann bei den beiden Rennen“, sagte die dreimalige Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch am Samstag nach Silber im Super-G. „Natürlich war das ein Schock für uns alle und wir waren dann doch erleichtert, dass er doch anreisen kann.“ Neureuther selbst bedankte sich bei seinem Schutzengel und schrieb in Anlehnung an das Motiv auf seiner Kappe: „Batman destroys nothing“.

Trotz Schleudertraumas und geprellter Rippen beim besten deutschen Skirennfahrer ist Alpindirektor Wolfgang Maier mit Blick auf den Riesenslalom am Mittwoch und den Slalom am Samstag zuversichtlich. „Wenn wir etwas tun können, dann sind wir hier vorbereitet auf das, was er braucht“, versprach Maier. „Wir haben alles tipptopp vorbereitet.“

Auf dem Weg zum Flughafen war Neureuther am frühen Freitagmorgen auf der Autobahn gegen eine Leitplanke geprallt. Zuvor hatte der WM-Zweite im Slalom die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, in dem auch seine Freundin saß, die Biathletin Miriam Gössner. Als Grund für den Unfall nannte die deutsche Medaillenhoffnung Blitzeis.

Statt in den Flieger nach Sotschi begab sich der 29-Jährige danach in die Arztpraxis. Die Polizei ermittelt nun zudem wegen einer möglichen Unfallflucht. „Es geht hier nicht um Fahrerflucht, wichtig ist doch nur, dass er gesund ist und kein anderer beteiligt war“, sagte Vater Christian Neureuther schon vor der Bekanntgabe des Ermittlungsverfahren.

Das Thema soll bis nach den Winterspielen erst mal ruhen, die Vernehmung habe so lange Zeit, hieß es von der Polizei. Erst mal steht für Neureuther Olympia auf der Agenda. „Wir freuen uns, dass er jetzt kommt und dass der Unfall so glimpflich abgelaufen ist“, sagte Chef de Mission Michael Vesper. „Ich denke, dass er jetzt hier die notwendige Zeit hat, um sich auf seine beiden Rennen vorzubereiten.“

Im Olympischen Dorf in den Bergen von Krasnaja Poljana sollte Neureuther nach dem turbulenten Tag dann auch weitestgehend seine Ruhe haben. Das riesige Interesse hatte zumindest Maier überhaupt nicht gefallen. „Da haben schon ein paar einen Schuss im Land. Wie man das so hochziehen kann, das ist ja unglaublich“, ärgerte er sich und verwies auch auf die beiden anderen Techniker im Team. „Die gehen eh' total unter, das interessiert keinen“, sagte er über Fritz Dopfer und Stefan Luitz. Beide seien gut angekommen. „Sie haben schon ein bisschen Olympia-Luft geschnuppert.“

Das kann Neureuther nach seiner Ankunft auch, erwartet wurde er am Samstagabend. Wie es dann weitergehe, könnten nur die Ärzte beeinflussen, meinte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann. „Da sind jetzt die Ärzte gefragt, die müssen sich in allererste Linie darum kümmern“, sagte er. „Wir können nichts anderes als hoffen, dass er überhaupt starten kann, mehr bleibt im Moment nicht.“

dpa

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