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Sotschi 2014 Ohne Angst bei Tempo 130
Sport Sotschi 2014 Ohne Angst bei Tempo 130
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14:26 11.02.2014
Andrew Weibrecht aus den USA rast in Krasnaya Polyana die Piste runter. Quelle: dpa

„Angst?“, Ralph Eder stutzt kurz. Dann kommt die Antwort doch schnell. „Angst darf man hier nicht haben.“ Respekt dagegen umso mehr. Mit bis zu 140 Kilometern pro Stunde rasen die Profis bei den Ski-Alpin-Wettbewerben die Pisten runter. „Das ist eine ernste Sache“, sagt Eder, Sprecher und Betreuer der deutschen Abfahrer in Sotschi. „Da gehört ein großes Maß an Mut und Souveränität dazu.“
 Ob im Slalom, Super-G (Super-Riesenslalom) oder in der Abfahrt: „Jeder muss jedes mal aufs Neue für sich entscheiden: Nehme ich die Herausforderung an oder nicht“, erklärt Eder, der an der Piste steht, wenn Maria Höfl-Riesch, Felix Neureuther und Co. die Pisten herunter und um die Tore herum gen Tal flitzen.

 Enorm wichtig ist dabei vor allem eine genaue Vorbereitung. „Wir besichtigen die Piste jeden Tag“, sagt Eder. „Wir rutschen sie Meter für Meter ab, diskutieren die Ideallinie, Schlüsselpositionen der Strecke, Stellen, an denen man Boden gut machen kann, aber auch, wie hoch und weit gesprungen wird.“ Wichtig seien auch die Trainingsläufe, in denen die Sportler sich an die jeweilige Strecke gewöhnen. Und dann gebe es jeden Tag noch eine Videoanalyse, sagt Eder.

 Natürlich ist auch die Technik wichtig, der richtige Schwung. „Den lernen die jungen Skifahrer, wenn sie mit etwa sechs Jahren in den Skischulen anfangen“, erläutert der DSV-Sprecher. An den Speedbereich würden die Nachwuchssportler aber erst mit 14, 15 Jahren herangeführt. Etwa in sogenannten Speedcamps, wo die Junioren ein Gefühl für die Geschwindigkeit und Sprünge entwickeln.

 „Eines muss einem aber immer bewusst sein“, sagt Eder: „Es bleibt eine Risikosportart.“ Das hat sich in Sotschi bereits am Wochenende gezeigt, wo etliche Fahrer auf der anspruchsvollen Piste stürzten. Zwar entwickele etwa eine Maria Höfl-Riesch eine gewisse Routine, aber wie schnell es gehen könne, habe US-Skistar Lindsey Vonn gezeigt. „Ein Sturz, und sofort fällst du für ein halbes Jahr aus“, sagt Eder. 

Von Manuel Becker

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