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Meine Eintracht Sieg ohne Chip
Sport Meine Eintracht Sieg ohne Chip
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10:46 26.03.2014
Sie wollen am Mittwochabend gegen Gladbach wieder gemeinsam jubeln: die Frankfurter Johannes Flum (links) und Stefan Aigner. Quelle: Arne Dedert/dpa

Wenn Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen mit dem gleichen Feuereifer auf Trainer-Suche geht, wie er die Torlinien-Technik verteufelt, dann dürfte der Verpflichtung von Hermann Gerland nichts mehr im Wege stehen. Dürfte „Heri“ wirklich die Auswahl treffen, dann kämen auch noch Fink, Babbel und Labbadia in Frage, Schaaf nicht zu vergessen. Zum Glück ist Bruchhagen nicht für die Trainersuche verantwortlich. Das erledigt Sportdirektor Bruno Hübner. So besteht ein wenig Hoffnung, dass bei der Eintracht ab der nächsten Saison ein unverbrauchter, dynamischer Trainer auf der Bank sitzen wird. Er muss nicht unbedingt jung sein. Mir ist ein Christian Streich lieber als ein Trainer-Nomade, der nach kurzer, erfolgloser Schaffenszeit viermal soviel Abfindung kostet, wie die Installation der Torlinien-Technik.

Aber was reden wir über 250 000 Euro für den Chip im Ball, für ein wenig mehr Gerechtigkeit und Glaubhaftigkeit im Fußball. Neun Millionen Euro Minus hat der letzte Abstieg der Eintracht verursacht. Das wäre Torlinientechnik für alle 36 Vereine der ersten und zweiten Liga. Hoffen wir also für Bruchhagen, dass kein Phantomtor über den Verbleib der Eintracht in der Bundesliga entscheidet. Wir ewigen Eintracht-Fans wünschen uns am Mittwoch nichts mehr als einen Sieg gegen Gladbach.

von Hartmut Berge 

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