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Medojevic wird ein Adler

Wolfsburg : Eintracht Medojevic wird ein Adler

Seit Freitagabend ist es raus: Eintracht Frankfurt will Slobodan Medojevic vom VfL Wolfsburg verpflichten. Der 23-Jährige soll Dauerläufer Rode ersetzen, die Betonung liegt auf "soll". Denn seit seiner Verpflichtung im Januar 2012 absolvierte der Serbe lediglich 28 Spiele. Eins hat der defensive Mittelfeldspieler jedenfalls mit Rode gemeinsam: Er ist nicht torgefährlich.  

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Nach der Verpflichtung des Wolfsburger Mittelfeldspielers Slobodan Medojevic ist für Jan Rosenthal (rechts) wohl endgültig kein Platz mehr bei der Eintracht. Offenbar ist Nürnberg an dem Ex-Freiburger interessiert.   

Quelle: Stefan Puchner, dpa

Marburg. Unfassbar: Nach dem 1:0-Auftaktsieg ist die Kritik am Spielsystem der Eintracht lauter als nach der 1:6-Saisoneröffnung vor einem Jahr. Schon vergessen: Beim Debakel in Berlin standen Spieler wie Schwegler, Rode, Jung, Meier und Joselu auf dem Platz? Es macht Sinn, ab und zu mal über den Eintracht-Tellerrand hinauszuschauen. Wer nicht nur die Spielzusammenfassungen gesehen hat, der weiß, dass sich – außer Hoffenheim - alle Heimmannschaften schwer taten. Es gab jede Menge Grotten-Kicks. Dass es bei der Eintracht am Spielfluss haberte, ist vor allem der Situation geschuldet, dass eine neu formierte Mannschaft auf dem Platz stand, die zudem das System des Trainer verinnerlichen muss. Frankfurt war unsicher, wirkte fast ängstlich. Hätte Schaaf Meier von Beginn an auf den Platz geschickt, wäre das Spiel gewiss nicht besser gelaufen. Auch er lebt vom guten Anspiel. Der neue Fußballgott der Fans hat zuletzt kaum trainiert, Trainingskiebize bestätigen bereits in der vergangenen Woche, dass er nicht fit ist, bei den Einheiten mehr nach Luft schnappt als andere. Womöglich hatte er Angst, seinen Stammplatz zu verlieren. Jetzt hat er Probleme mit beiden Knien. Übertriebener Ehrgeiz! Seit dem Abgang der beiden Sechser Schwegler und Rode fehlt ein kampfstarker Dauerläufer mit Ballerverteiler-Qualitäten. Den hat Sportchef Hübner nun offenbar gefunden. Aber es gibt offenbar niemanden, der Rechtsverteidiger Jung ersetzen kann. Hoffentlich ist dieses Problem am Samstag nicht ausschlaggebend. Die Wölfe in ihrer derzeitigen Form zu bezwingen, ist jedenfalls eine Herkulesaufgabe.

von Hartmut Berge 

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