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Weidenhausen düpiert den Favoriten

Krombacher-Kreispokal Weidenhausen düpiert den Favoriten

Dem VfL Weidenhausen gelang am Mittwochabend Historisches: Ein Jahr vor dem 100-jährigen Bestehen gelang der Mannschaft  im Endspiel um den Hinterländer Kreispokal ein 1:0-Sieg gegen den favorisierten SC Gladenbach und damit der erste Kreispokaltitel. Jan Niklas Becker gelang in der 35. Minute das Siegtor.

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Hinterländer Kreispokalsieger wurde am Mittwochabend der VfL Weidenhausen.

Quelle: Herbert Lenz

Weidenhausen. „Einsatz und Willen haben bei uns von der ersten ­Minute an gestimmt. Wir waren einfach heiß auf den ersten Pokaltitel. Dies ist uns gelungen, auch wenn Gladenbach viele Chancen hatte“, sagte ­Siegtorschütze Becker. GSC-Trainer ­Andreas Sinkel erwies sich als fairer ­Verlierer: „Glückwunsch an Weidenhausen, im Fußball zählen halt nur die Tore. Meiner Mannschaft muss ich allerdings den Vorwurf machen, dass sie aus der Überzahl ab der 75. Minute keinen Vorteil gezogen hat.“

450 Zuschauer gaben bei schönem Wetter eine hervorragende Kulisse für ein gutes Spiel auf dem Rasen in Weidenhausen ab. Wie erwartet waren die Gladenbacher die spielbestimmende Mannschaft, hatten aber Pech im Abschluss. Allerdings stand Weidenhausen in der Defensive auch meist stabil.

Die erste „bessere Gelegenheit“ hatte für den GSC Jan Kuhlmann, der den Ball nach der Vorlage von Niklas Schöck aber über das Gehäuse schoss. Im Gegenzug lenkte Gladenbachs Torwart Till Kluska – der wegen eines Nasenbeinbruchs mit einer Maske antrat – den Schuss von Niclas Distel mit einem tollen Reflex über die Latte. Lucas Ortmüller in der 25. und Pascal Weigand (33.) hätten Gladenbach in Führung bringen können, doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Jan Niklas Becker profitierte als „lachender Dritter“ von einem Missverständnis in der GSC-Abwehr und schoss den Ball mit dem linken Fuß aus halblinker Position in die rechte untere Ecke zum 1:0 für Weidenhausen ein (35.). Weigand, der die Lattenoberkante traf, sowie Silas Barth verpassten den Ausgleich noch vor der Pause.  

Auch in der zweiten Halbzeit brachten die Gladenbacher den Ball einfach nicht im Tor unter. Jonetzek, Weigand und Co. scheiterten mehrfach am Weidenhäuser Torwart ­Christian Töpper, der mit seiner Ruhe und zahlreichen Glanzparaden die Hoffnungen Gladenbachs auf zumindest den Ausgleich zunichte machte. Selbst als Weidenhausen ab der 75. Minute in Unterzahl spielte, weil Daniel Weder nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte sah, konnte Gladenbach das Blatt nicht mehr wenden. Weidenhausen lauerte stets auf Konter, die es indes nicht zielstrebig genug abschloss.

Tor: Jan Niklas Becker (35.). Weidenhausen: Töpper – Lieblang, Richardt, Weder, Hensel – Distel, Reuter, Herrmann, Michajlow, Becker, Naumann. Gladenbach: Kluska – Pllumaj, Veith, Schöck – Kuhlmann, Thomas (44. Jonetzek), Ortmüller, Öcalan, J. Barth, S. Barth – Weigand (58. Kessler). Schiedsrichter: Dominik Bräunche (Bicken). Zuschauer: 450. Gelb-Rot: Daniel Weder (75., Weidenhausen).

von Herbert Lenz und Michael Seehusen

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