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Zwischendurch holpert es ein wenig

Basketball-Bundesliga Frauen Zwischendurch holpert es ein wenig

Mit einem komfortablen Vorsprung im Rücken zog bei den Marburgerinnen ein wenig der Schlendrian ein. Am verdienten Sieg gegen Bad Aibling änderte dies aber nichts mehr.

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Marburgs Tonisha Baker (links) hat den Korb fest im Blick und lässt sich von Cyrielle Recoura (Bad Aibling) nicht aufhalten.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der BC Pharmaserv Marburg fuhr am Samstag in der Georg-Gaßmann-Halle vor 400 Zuschauern mit dem 78:67 (43:27) gegen Bad Aibling den vierten Sieg im fünften Saisonspiel ein.

„Es war schon alles in Ordnung, bis auf Paige Bradley haben alle Spielerinnen gepunktet, die Rebounds waren wichtig. Unser Konzept, als Kollektiv aufzutreten und zu zeigen, dass wir ein gutes Team sind, ging weitestgehend auf. In dieser ausgeglichenen Liga müssen wir aber lernen, unsere Konsequenz über die gesamten 40 Minuten zu zeigen“, sagte Marburgs Coach Patrick Unger.

Svenja Greunke (BC Marburg, links) gegen Christina Schnorr und Jessica Höötmann (Bad Aibling). Foto: Thorsten Richter (thr)

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Sein Bad Aiblinger Gegenüber Oliver Schmidt bilanzierte: „In diesem Spiel zeigte sich, dass wir uns als Aufsteiger noch schwer tun und dass es momentan für uns gegen Mannschaften wie Marburg noch nicht reicht. Wir müssen lernen, noch eine Schippe draufzulegen. Die zweite Halbzeit zeigte, dass wir dies auch können.“

Beim 6:2 nach drei Minuten hatte die Mannschaft aus Oberbayern noch die Nase vorne, doch anschließend nahm die Treffsicherheit stark ab. Und Marburg stabilisierte sich mit der Einwechslung von Tonisha Baker schnell. Nach einem gewonnenen Offensivrebound erzielte Diana Voynova in der sechsten Spielminute mit dem 9:8 die erste Führung für die „Dolphins“. Julia Köppl traf mit einem Dreier zum 15:9, und über 19:11 hielten die Gastgeberinnen ihren Gegner bis zum 22:14 zum Viertelende auf Abstand.

Unger: "50 Prozent gehen auch nicht jeden Tag rein"

Finja Schaake und Katlyn Yohn bauten den Vorsprung mit ihren beiden „Dreiern“ zum 28:16 erstmals zweistellig aus. Überhaupt waren die Würfe aus der Distanz das große Plus des BC Marburg: Ihm gelangen im gesamten Spiel zehn von 20 Versuchen des Drei-Punkte-Wurfs (Unger: „50 Prozent gehen auch nicht jeden Tag rein“), während die Gäste sich 13 Mal „aus der Ferne“ anschickten, doch nur zwei Mal erfolgreich waren. Bad Aibling fiel gegen die nun konsequente und aggressive Marburger Deckung nicht viel ein, allerdings zeigte sich auch die Heimmannschaft etwas schlampig beim Korbwerfen. Dennoch behielt Marburg deutlich die Oberhand, wurde aber nach dem 40:22 eine Minute vor der Halbzeitpause kurz unaufmerksam und ging mit 43:27 in die Kabine.

Die Überlegenheit dauerte im dritten Viertel zunächst an. Marburg warf drei Dreier in Folge (Svenja Greunke, Schaake sowie Yohn) zum 52:29, das 54:29 durch Yohn sollte aber die höchste Führung bleiben. „Bei uns zog nun ein bisschen der Schlendrian ein“, beschrieb Unger die nachfolgende Phase. Im dritten Viertel deutete sich dieser Schlendrian erst unscheinbar an, die lobenswerterweise nie aufsteckenden Gäste verkürzten den Abstand vor allem durch acht erfolgreiche Freiwürfe bis zum Viertelende auf 39:59.

Die immer noch komfortable Führung machte die Marburger Spielerinnen anscheinend etwas sorglos, sie leisteten sich einige leichte Ballverluste. Bad Aibling nutzte dies insbesondere in Person von Lindsay Sherbert - mit 13 Punkten nach Angela Pace mit 16 beste Sammlerin ihres Teams, um auf 53:64 nach 33 Spielminuten heranzukommen. Viel weniger wurde es allerdings nicht mehr, denn bei Marburg gab es immer wieder Spielerinnen, die Verantwortung übernahmen. Voynova rackerte unter dem Korb zu Punkten, Schaake setzte einen Dreier zum 71:54. So richtig gelöst war Trainer Unger aber erst wieder, als Greunke 2:50 Minuten vor Spielende den Ball zum 73:63 in den Korb legte. Bad Aibling war nun auch nicht stark und clever genug, noch für eine Überraschung zu sorgen.

von Michael Seehusen

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