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Zweite Euphoriewelle sichert die Meisterschaft

Kreisliga-A-Meister RSV Roßdorf Zweite Euphoriewelle sichert die Meisterschaft

Mit sechs Siegen zum Saisonende machte der RSV Roßdorf sich selbst zum 90-jährigen Bestehen das schönste Geschenk.

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Das Meisterteam des RSV Roßdorf mit (hinten von links) Spielausschuss Alfred Ried, Trainer Hartmut Huber, Jan-Niklas Rausch, Marcel Orth, Kevin Klapp, Manuel Lecher, Christian Rhiel, Matthias Pape, Spielausschuss Ralf Becker sowie (vorne von links) Markus Bodenbender, Florian Neubauer, Pascal Pollok, Sebastian Stanger, Harald Luzius, Marius Grimmel und Jonas Ried. Privatfoto

Roßdorf. Mit einem Aufstieg war beim RSV Roßdorf vor der Saison nach den Abgängen - unter anderem des zum VfB Marburg gewechselten Haupttorschützen Alban Ademi - und der vom neuen Trainer Hartmut Huber konsequent vorgenommenen Umstellung auf ball-orientiertes Verteidigen und „Verteidigen mit dem Baustein Viererkette“ nicht zu rechnen. „Es bestand Einigkeit bei den Verantwortlichen in der Zielsetzung oberes Drittel“, sagt Huber, der vor der Saison äußerst kurzfristig bei seinem Heimatverein eingesprungen war, mit dem er bei seiner ersten Trainerstation vor rund 25 Jahren den Aufstieg in die damalige Bezirksoberliga geschafft hatte.

Dass es doch zur Meisterschaft gereicht hat, ist umso erstaunlicher, weil im Verlaufe der Saison etliche personelle Rückschläge zu verkraften waren, was die Systemumstellung erschwerte. Kevin Klapp, Manuel Lecher, Christoph Froese, Christian Rhiel, Aledin Atalan sowie der vom TSV Speckswinkel im Winter gekommene Torwart Martin Merle fielen langfristig beziehungsweise ganz aus. Gegen Ende der Saison zog sich der laufstarke Marcel Orth einen Kreuzbandriss zu, was für ihn und für den Verein langfristig sehr bitter ist. „So ist es schon bemerkenswert, dass wir lange Zeit die wenigsten Gegentore erhalten haben“, stellt der Trainer fest. Sehr hilfreich in der Zusammenarbeit war die gute Unterstützung durch Reinhard Grün, den Trainer der zweiten Mannschaft, bei der ebenfalls eine Systemumstellung eingeleitet werden konnte. Gut war es auch, dass ab September Florian Neubauer der Mannschaft besonders im spielerischen Bereich weiterhalf. Gegen Saisonende wurden Benjamin Sommer, Sebastian Walz und Sebastian Kausch reaktiviert.

Auf den Außenverteidigerpositionen haben sich die Newcomer in der 1. Mannschaft - Jonas Ried und Marius Grimmel - „sensationell gut“ entwickelt. Im Zentrum hielten die Routiniers Christoph Froese, Markus Bodenbender, Kapitän Manuel Lecher und Torwart Harald Luzius die Abwehr zusammen. Schwierig war es, das berufsbedingte häufige Fehlen von Jan-Niklas Rausch abzufangen, der der Mannschaft in Abwehr und Mittelfeld Stabilität verlieh. Auf den offensiven Außenpositionen musste oft improvisiert werden, wobei ein weiterer „alter Hase“, Sebastian Stanger, noch einmal „beschleunigte“. Im zentralen Mittelfeld waren diese neben Marcel Orth, Kevin Klapp und Christian Rhiel wichtige Säulen des Erfolges. Zweifellos waren die Offensivkräfte Julian Kräuter und Liga-Torschützenkönig Matthias Pape mit ihren fast 70 Toren von besonderer Bedeutung, brachten sie damit sowie ihrem guten Zusammenspiel die Mannschaft oft auf die Siegerstraße. Darüberhinaus halfen Pascal Pollok, Maximilian Stock, André Zink, Manuel Loth, Marcel Bothe, Johannes Schürmann, Lukas Neubauer und Jan Mahla mit ihren Einsätzen in der 1. Mannschaft. Selbst der Spielausschussvorsitzende Ralf Becker verzeichnete einen Kurzeinsatz.

„Trotz aller Widrigkeiten standen wir von Beginn an fast immer an der Tabellenspitze, zum Teil mit großem Vorsprung, was auch auf die große Lernbereitschaft aller Spieler den neuen Anforderungen gegenüber zurückgeführt werden kann“, resümiert Huber. Ein dreiwöchiges Nervenflattern und Formkrisen von Leistungsträgern gefährdeten den Erfolg kurz vor Saisonende, aber mit dem Sieg in Bürgeln wurde eine zweite Euphoriewelle ausgelöst, die mit sechs Siegen in Folge zum Titel führte, passend zum 90-jährigen Jubiläum des Vereins in diesem Jahr.

von Kurt Arke

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