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Zwei VfB-Teams peilen den Aufstieg an

Jugendfußball, Verbandsliga Zwei VfB-Teams peilen den Aufstieg an

Der VfB Marburg mit zwei Mannschaften und die SF BG Marburg sowie Eintracht Stadtallendorf mit je einer Mannschaft spielen in der neuen Verbandsliga Nord bisher eine ordentliche Rolle.

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Stadtallendorfs A-Junior Felix Höck (links) führt den Ball vor Freienhagens Luka Brandt. Die Eintracht will sich noch weiter in die Spitzengruppe der Liga vorarbeiten. Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Vier heimische Teams spielen seit Sommer in der neu eingeführten Verbandsliga Nord. Bei den B- und C-Junioren will der VfB Marburg noch ein Wort bei der Vergabe des Aufstiegs- beziehungsweise Relegationsplatzes mitreden.

A-Junioren-Verbandsliga Nord

„Die Liga ist sehr ausgeglichen. Von den ersten zehn Mannschaften kann fast jeder jeden schlagen“, stellt Marco Jarosch fest. Der 40-jährige Energieelektroniker, der die B-Lizenz und DFB-Torwarttrainer-Lizenz besitzt, belegt mit seinem Team von Eintracht Stadtallendorf mit 17 Punkten nach elf Spielen den siebten Platz.

Nach verkorkstem Saisonstart gewann der Nachwuchs des Hessenligisten sieben Partien in Folge. Nicht zuletzt deshalb spricht Jarosch von einer „super Runde“, die der Coach irgendwo zwischen Platz vier und sieben abschließen möchte. Ambitionierten Gruppenligisten macht Jarosch Hoffnung: „Aus der Region Marburg/Gießen dürften die Mannschaften gut mithalten können.“ Dies zeige nicht zuletzt der FC Burgsolms, der die neue Spielklasse anführt und für den Stadtallendorfer Trainer „der Favorit auf den Aufstieg“ ist.

Für den TSV startet die Restrunde am 28. Februar mit einem Heimspiel gegen den KSV Baunatal. Mit dabei ist dann auch Neuzugang Emircan Heese. „Er wird uns spielerisch sicher weiterbringen“, setzt Jarosch Hoffnungen in den Mittelfeldspieler.

B-Junioren-Verbandsliga Nord

Ebenfalls den siebten Rang belegen mit 13 Punkten nach elf Partien die Schützlinge von Trainer Kristof Kühn. Der 30-jährige Versicherungskaufmann ist Spieler des VfL Dreihausen und Coach der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg.

„Bislang bin ich zufrieden. Nach dem Kreispokal-Finale haben wir den Schwung mitgenommen“, stellt Kühn fest.

Vorrangiges Ziel sei der Klassenverbleib, denn „die Mannschaften vor uns haben ein anderes Leistungsniveau. Die Liga ist eine Art Zweiklassen-Gesellschaft. Die Teams von oben sind fast nur mit Glück zu schlagen. Die ersten sechs Mannschaften sind stärker als der Rest“, sagt der Coach, der die Klasse dennoch für interessant hält und mit unverändertem Kader in die Restrunde startet.

„Sehr zufrieden“ ist gar Jörg Muth. Der 49-jährige C-Lizenz-Inhaber trainierte in der Vorsaison noch die Senioren des TSV Caldern und belegt derzeit mit dem VfB Marburg mit 24 Punkten aus elf Spielen Rang zwei - neun Punkte hinter dem KSV Baunatal, gegen den der VfB zwar mit 1:2 verlor, aber: „Ich glaube, dass wir acht von zehn Spielen gegen Baunatal gewinnen würden. Beim 1:2 hatten wir nicht unseren besten Tag erwischt“, gibt Muth zu bedenken.

Trotz eines „Riesenkaders“ von 25 Spielern, in dem es auch mal „kleine Diskrepanzen“ gebe, sei der Teamgeist hervorragend. „Die Jungs sind absolut lernfähig“, lobt Mut seine Schützlinge, mit denen der 49-Jährige den zweiten Platz verteidigen will. „Dafür dürfen wir nicht mehr so viele Federn lassen“, meint Muth.

C-Junioren-Verbandsliga Nord

Punktgleich mit dem VfB Gießen, aber mit einem Spiel mehr auf dem Konto, belegt die U15 des VfB Marburg den zweiten Rang in der Verbandsliga Nord. „Wir wollen aufsteigen“, gibt es für den 24-jährigen VfB-Trainer Hendrik Lapp nur das Ziel Wiederaufstieg in die Hessenliga.

„Die Relegation wäre deutlich schwieriger“, möchte der B-Lizenz-Inhaber und Lehramtsstudent für Deutsch, Sport und Ethik ein Kräftemessen mit dem Zweiten der Süd-Staffel gerne vermeiden und stattdessen die Meisterschaft holen.

Für die kommenden Saisons erwartet der Coach noch Bewegung in der zweithöchsten hessischen Spielklasse. „Zwei, drei Jahre wird es sicher noch brauchen, bis sich die stärksten Mannschaften in der Verbandsliga gefunden haben. Ich glaube, die Verbandsliga wird noch stärker werden.“

Auf- und Abstieg

Die Auf- und Abstiegsmodalitäten sind in allen Altersklassen gleich: Die Meister der Verbandsligen Nord und Süd steigen direkt in die Hessenliga auf. Die Tabellenzweiten bestreiten gegeneinander Aufstiegsspiele um den dritten Aufstiegsplatz.

Die jeweils letzten drei Teams aus den Verbandsligen Nord und Süd steigen in die Gruppenliga ab. Die Richtzahl der A-Junioren-Verbandsliga Nord beträgt 14 Mannschaften, die der B- und C-Junioren-Verbandsligen Nord zwölf Mannschaften. Je nach Zahl der Absteiger aus der Hessenliga bzw. der Aufsteiger in die Hessenliga wird die Richtzahl durch einen vermehrten oder verminderten Abstieg erreicht. Maximal können vier Mannschaften absteigen.

von Marcello Di Cicco

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