Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Zwei Fehler kosten Ristau besseres Ergebnis

Paralympics Zwei Fehler kosten Ristau besseres Ergebnis

Nachdem Noemi Ristau mit ihrem Begleitfahrer Lucien Gerkau in der Abfahrt eine paralympische Medaille als Vierte knapp verpasst hatte, war die blinde Skifahrerin aus Marburg am Sonntag im Super-G als Siebte weiter vom Podium entfernt.

Voriger Artikel
„Es ist cool, ein Teil davon zu sein“
Nächster Artikel
„Dieser Moment ist sehr emotional“

Lucien Gerkau (vorne) und Noemi Ristau belegten in der Abfahrt Rang vier und im Super-G Rang sieben.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand

Pyeongchang. Mit ihrer Paralympics-Premiere in der Abfahrt war Noemi Ristau noch zufrieden. Einen Tag später war der 26-Jährigen dann die Enttäuschung anzumerken. "Es hat sich alles nicht gut angefühlt", sagte Ristau. Eine Analyse mit ihrem Guide Lucien Gerkau ergab zwei Fehler, die in Flachstücken entscheidende Sekunden gekostet hatten.

Nach den ersten Metern waren Ristau und Gerkau im Super-G noch mit Bestzeit unterwegs. Auch der Rückstand von 1,38 Sekunden auf die slowakische Siegerin Henrieta Farkasova, die schon die Abfahrt gewonnen hatte, war bei der zweiten Zwischenzeit noch in Ordnung. Dann kamen die Fehler und der Abstand war im Ziel auf satte 8,92 Sekunden angewachsen. "Wir haben alles unten raus verloren", sagte Gerkau.

Außer Farkasova, die jedoch über mehr Sehkraft verfügt als die Konkurrenz, kam keine Skifahrerin ohne Patzer durch. So wurde die Britin Millie Knight mit 3,59 Sekunden Rückstand Zweite, ihre Landsfrau Menna Fitzpatrick holte mit 4,37 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Bronze.

Super-Kombination am Dienstag

Bei der Abfahrt zum Auftakt der Winterspiele in Pyeongchang hatten Ristau und Gerkau nur 1,73 Sekunden zur Belgierin Eleonor Sana gefehlt, die Bronze gewonnen hatte. Farkasova hatte Gold geholt, Knight Bronze.

Drei weitere Chancen auf eine Medaille bleiben Noemi Ristau, die nur noch über ein Restsehvermögen von etwa zwei Prozent verfügt. Am Dienstag (1.30 Uhr und 7 Uhr/ZDF und Eurosport) geht es für die Skifahrerin von den SF BG Marburg und der SSG Blista mit der Super-Kombination aus Super-G und Slalom weiter. "Wenn wir eine gute Linie treffen, sind wir vorne mit dabei", sagt Lucien Gerkau.

In ihrer Paradedisziplin Slalom startet Ristau am Donnerstag (1.30 Uhr und 4.30 Uhr), bevor am Abschlusstag der Paralympics nächste Woche Sonntag (1.30 und 4.30 Uhr) der Riesenslalom auf dem Programm steht.

von Holger Schmidt

 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Hallenstadtmeisterschaft Marburg 2018

Der SV Bauerbach hat die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft 2018 gewonnen.