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Zuversicht soll das Pech verscheuchen

Fußball, Verbandsliga Nord Zuversicht soll das Pech verscheuchen

Eine kleine Serie startete der TSV Mengsberg kurz vor der Winterpause in der Verbandsliga Nord. Und gerade diese könnte für die Engelhainer noch von großer Bedeutung sein.

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Mengsbergs René Schmidt (links) gewinnt das Kopfballduell gegen den Lehnerzer Kapitän Michael Geier. In der Restrunde will der Aufsteiger den Klassenerhalt sichern. Foto: Marcello Di Cicco

Mengsberg. Vom Pech verfolgt - so in etwa könnte man die Hinrunde aus Sicht des TSV Mengsberg betiteln. Und eine Erklärung, warum der Aufsteiger nach 18 Partien mit nur 16 Punkten und 21:38 Toren auf der Habenseite auf einem Abstiegsplatz rangiert, liefert diese Titelzeile gleich mit, wie Mengsbergs Sportlicher Leiter Martin Kubitschko weiß.

„Ich habe spaßeshalber mal verglichen: Gegen Bad Hersfeld, also etwa in der Mitte unserer Niederlagen-Serie, standen nur drei von elf Spielern auf dem Platz, die noch zu Beginn der Saison beim Sieg gegen Weidenhausen mitgewirkt hatten. Dagegen haben fünf Spieler von Beginn an gespielt, die am Wochenende des Weidenhausen-Spiels noch in unserer zweiten Mannschaft gespielt hatten“, weiß Kubitschko.

Fast die komplette erste Garde mussten die Ostkreisler zeitweilig ersetzen - darunter in Philipp Kloske, Daniel Hainmüller oder Mike Kleinmann „Säulen der Mannschaft“ (Kubitschko). Dass der TSV in jener Zeit achtmal hintereinander verlor und sich nun auf Platz 14 wiederfindet, will Kubitschko aber nicht nur negativ sehen: „Wir wurden in dieser Phase nie ‚abgeschlachtet‘. Die Moral war immer intakt. Hinzu kommt, dass junge Spieler wie Dennis Dorfschäfer und David Fitzke viel Erfahrung sammeln und sich weiterentwickeln konnten.“ Weil Alexander Wesner nach seinem Auslandssemester aufgrund eines anschließenden Urlaubs wohl in dieser Saison doch nicht mehr spielen wird, dürfen Fitzke und Co. auch in der Restrunde auf viel Einsatzzeit hoffen.

Will die Neustädter Stadtteil-Elf nicht den direkten Gang zurück in die Gruppenliga antreten, muss das Team um Coach Mario Selzer in der ab dem 1. März beginnenden Restrunde dringend noch einige Dreier einfahren, denn: „Ich gehe von vier, im schlechtesten Fall sogar fünf Absteigern aus“, sagt Kubitschko, der optimistisch auf die verbleibenden 14 Spiele blickt.

„Zum einen, weil wir kurz vor der Winterpause mit zwei Siegen und einem Unentschieden den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze hergestellt haben, und zum anderen, weil wir jetzt wieder andere Voraussetzungen haben. Ein Großteil der Spieler ist wieder dabei“ - darunter zwei mehr oder weniger neue Gesichter.

In Sakir Nikocevic ist vom 1. FC Schwalmstadt ein Keeper mit Hessenliga-Erfahrung gekommen, der Lars Berger, der im März erneut Vater wird und deshalb kürzertreten will, vertreten wird. Der 26-Jährige trainierte schon vor der Winterpause beim TSV mit, darf bereits Testspiele bestreiten und ab dem 6. März auch Pflichtspiele.

In Gökhan Fidan kehrt zudem eine Offensivkraft an den Engelhain zurück. Fidan spielte nach seinem berufsbedingten Türkei-Aufenthalt zuletzt für den Gießener Kreisoberligisten SV Nieder-Ofleiden, für den er in der Hinrunde mit zehn Toren bester Torschütze war.

„Er hat einen ordentlichen Eindruck hinterlassen und ist auch in der Lage, ein Tor zu schießen“, erhofft sich Kubitschko vom Rückkehrer mehr Impulse für die Offensive, in der in der Hinserie ein ums andere Mal der Schuh drückte.

Ob Mike Kleinmann nach seinem Innenbandanriss im rechten Knie rechtzeitig zum Restrundenstart fit wird, „müssen wir abwarten“. „Er ist zumindest schon wieder ins Lauftraining eingestiegen“, teilt der Sportliche Leiter der Mengsberger mit, die nach dem Gewinn der Vizemeisterschaft bei den Hallen-Kreismeisterschaften des Schwalm-Eder-Kreises ansonsten personell unverändert in die Vorbereitung gestartet sind und am heutigen Samstag (13 Uhr) ein Testspiel beim Mitte-Verbandsligisten FSV Schröck austragen.

Weitere Testspiele: bei den SF BG Marburg (Sa., 7. Februar), beim VfB Marburg U19 (Sa., 14. Februar), beim TSV Kirchhain (Sa., 21. Februar).

Auftaktprogramm: beim SV Weidenhausen (So., 1. März), gegen KSV Hessen Kassel II (So., 8. März).

von Marcello Di Cicco

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