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Zitter-Wettkampf mit Happy-End

Turnen - 1. Bundesliga Zitter-Wettkampf mit Happy-End

Erst als das Ergebnis aus Heidelberg bekannt war, durfte die Mannschaft von Albert Wiemers unbändig jubeln.

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Andrey Likhovitskiy war mit 15 Punkten auch gegen Wetzgau wieder Topscorer der KTV Obere Lahn.

Quelle: Michael Hoffsteter

Biedenkopf. Die KTV Obere Lahn bleibt ungeachtet der 30:52-Niederlage am Samstag gegen TV Schwäbisch Gmünd- Wetzgau in der 1. Bundesliga. Denn da die KTG Heidelberg in eigener Halle gegen den TSV Monheim mit 33:34 verlor, rutschten die Hinterländer nur auf den vorletzten Tabellenplatz in der Abschluss­tabelle ab.

Einiges erinnerte an die Fußball-Bundesligaspielzeit 2000/01, als Schalke 04 für viereinhalb Minuten Deutscher Meister war. Nur, dass in der Biedenkopfer Sporthalle der Lahntalschule die Zuschauer und Athleten um den Klassenerhalt bangten. Und dass sie, anders als Schalke, ein glückliches Ende erlebten.

Der Wettbewerb für die KTV Obere Lahn war schon zu Ende, in Heidelberg wurde noch geturnt. Hätten Heidelberg und Monheim unentschieden getrennt, wäre die KTV Obere Lahn abgestiegen – so aber gab ein einziger Scorerpunkt den Ausschlag. Als das Ergebnis aus Heidelberg bekannt wurde, brachen die Mannschaft und ihre Anhänger in unbändigen Jubel aus. „Wir kommen wieder, erste Liga“, rief Teamchef Albert Wiemers ins Mikrofon. Und auch die Gäste standen still und zufrieden daneben, hatten sie sich doch für das „kleine Finale“ qualifiziert.

„Hin und wieder standen wir uns gegen Wetzgau selbst im Wege, um ein besseres Ergebnis zu erreichen. Dennoch muss ich der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Und in der kommenden Saison wollen wir neu angreifen.“ Als Glücksbringer für die KTV fungierte Turn-Legende Eberhard Gienger, der dem Wettkampf beiwohnte und die Siegerehrung vornahm. „Es war doppelt spannend, hier in Biedenkopf, dazu noch das Fernduell“, sagte
der CDU-Bundestagsabgeordnete, dem es in Biedenkopf gut gefiel. „Ich komme wieder – wenn es passt.“

KTV Obere Lahn - TV Schwäbisch Gmünd Wetzgau - 14.November 2015 : Foto / Michael Hoffsteter

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Die Hoffnung der KTV, durch einen eigenen Sieg von vorneherein für klare Verhältnisse zu sorgen, erhielt zu Beginn Auftrieb. Andrey Likhovitskiy und Lasse Gauch legten am Boden vier Scorerpunkte vor, doch Wetzgaus Helge Liebrich und Johannes App drehten noch zum 5:4 für Wetzgau.

Am Pferd folgte aber eine Ernüchterung. Fabian Lotz musste bei seiner Übung gar einmal absteigen, und nur Likhovitskiy trug Scorerpunkte für die KTV beim 3:13 bei.
Auch das Reck verlief für die Obere Lahn nicht nach Wunsch.  Nick Klessing und Artur Davtyan hatten mit sauberen Darbietungen für eine 4:0-Führung der Gastgeber gesorgt, doch dann „klinkte“ sich Waldemar Schiller in seiner Übung aus, sein Kontrahent Johannes Schaal heimste daher fünf Scorerpunkte ein, zu denen Andrei-Vasile Muntean noch vier zum 9:4 für die Gäste beisteuerte.

Doch die KTV steckte nun keineswegs die Köpfe in den Sand, nach der Pause sorgte sie mit dem 7:7 am Sprung für einen Gerätepunkt. Davytan und Lasse Gauch sprangen zu den Scorerpunkten für die KTV, Liebrich und Muntean punkteten für die Gäste.

Am Barren konnte sich die Obere Lahn erneut auf Likhovitskiy verlassen, das Gerät ging aber mit 4:11 an die Gäste.
Aber am Reck gab es schließlich noch zwei Gerätepunkte für die Gastgeber. Nach einem 0:7-Rückstand holten Moritz Müller und Likhovitskiy noch acht Punkte zum 8:7-Erfolg.

von Michael Seehusen

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