Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
„Ziel kann nur der Klassenerhalt sein“

Fußball, Meistergeschichte „Ziel kann nur der Klassenerhalt sein“

Mit einem satten Vorsprung löste die Spielgemeinschaft Silberg/Eisenhausen nach vier Jahren Abstinenz wieder das Ticket für die Kreisoberliga Nord ein

Voriger Artikel
Medaillenregen für heimische Sportler
Nächster Artikel
Fall Hoeneß macht ihn fassungslos

Meister der A-Kreisliga Biedenkopf: die Spielgemeinschaft Silberg/Eisenhausen. Foto: Benedikt Bernshausen

Quelle: Benedikt Bernshausen

Silberg. Bereits im zweiten Jahr ihres Bestehens hat die im Jahre 2012 gebildete Spielgemeinschaft des SV Silberg und der Spielvereinigung Eisenhausen ihr Ziel erreicht. Die SG bewies das bessere Stehvermögen und war in der Kreisliga A Biedenkopf/Marburg das Maß aller Dinge. Ein Team, das über allem stand: Sonntag, 18. Mai, 16.49 Uhr: Mit einem 2:0-Sieg beim SSV Endbach/Günterod machten die Schützlinge von Spielertrainer Marco Reh drei Spieltage vor Rundenende den Aufstieg perfekt. Den entscheidenden Schritt machte die SG eine Woche vorher mit dem 4:0-Heimsieg gegen den Verfolger SG Dernbach/Wommelshausen. Im besten Saisonspiel spielte der Aufsteiger den SSV Hommertshausen mit 9:3 an die Wand. Unter dem Strich stehen nach 31 Spieltagen 23 Siege, vier Remis, vier Niederlagen, 73 Punkte und ein Torverhältnis von 118:55.

Als „Vater des Erfolgs“ wurde Marco Reh gefeiert. Der 31-Jährige hatte den damaligen SV Silberg in 2010/2011 übernommen, diesen zunächst auf Rang drei und ein Jahr später auf Rang sechs geführt, während die sportlichen Nachbarn aus Nieder- und Obereisenhausen bis in die B-Liga Biedenkopf abstürzten. Sportlich und kameradschaftlich vereint, reichte es in der vorletzen Runde schon zu Rang drei, ehe schließlich im Mai 2014 der große Wurf gelang. Reh strahlt, wenn er auf die abgelaufene Spielrunde zurückblickt. „Uns hat der breite Kader ausgezeichnet. Ausfälle konnten eins zu eins ersetzt werden, das war unsere große Stärke. Die Mischung hat gestimmt. Hinzu kam, dass wir keine größeren Verletzungen zu beklagen hatten“, nennt der A-Lizenzinhaber als Erfolgsgeheimnis.

Voll eingeschlagen und schnell integriert wurden auch die Winterzugänge Benjamin Lendeckel, Yavuz Yildirim oder Jan Theiß. Kai-Uwe Dittmann vom Spielausschuss hebt die tolle Kameradschaft hervor. „Die hatte einen wichtigen Anteil daran, dass wir so erfolgreich waren“, sagt der frühere Topangreifer, der Marco Reh in den höchsten Tönen lobt: „Er geht voran, kann die Spieler motivieren und macht ein abwechslungsreiches Training. Menschlich und fachlich ist er überragend und war ein Glücksgriff für den Verein. Er ist zu Höherem berufen“, sagt Dittmann über den scheidenden „Sechser“.

Noch zu viele Fehler nach Standards

Die Offensive in der Spitze mit dem „Knipser“ Dominic Blöcher (40 Treffer) sowie Lars Wiedemann (19), Julian Hofmann (12), Marco Reh (11) oder Rene Beck (9) war die große Stärke des Neu-Kreisoberligisten. „Wir waren für Tore immer gut. Durch die vielen Positionswechsel haben wir für viel Verwirrung gesorgt“, betonen Reh und Dittmann unisono. Die Kehrseite der Medaille: Durch viele individuelle Fehler und nach Standards fing sich der Meister dagegen satte 55 Gegentore ein.

Dittmann hält bei der Frage nach der Zielvorgabe für das Spieljahr 2014/2015 die Bälle bewusst flach: „Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Wir müssen kleinere Brötchen backen und uns erst an die Liga gewöhnen.“ Mit Simon Fuhr vom TSV Steinbach wurde bereits ein neuer Spielertrainer verpflichtet. Björn Donges bleibt Co-Trainer. Was die Neuverpflichtungen betrifft, halten sich die „Macher“ noch bedeckt.

von Herbert Lenz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
De Höhner in der Stadthalle

Kultband „Höhner“ machte Marburg vor 470 begeisterten Fans im Erwin-Piscator-Haus zum Kölner Stadtteil