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Wohratal hat "Tal der Tränen" überwunden

Fußball Wohratal hat "Tal der Tränen" überwunden

Nach dem unerwarteten 4:1-Heimsieg im letzten Relegationsspiel gegen den favorisierten 1. FC Waldtal brachen beim TSV Wohratal alle Dämme.

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Spieler, Fans und Funktionäre des TSV Wohratal jubeln nach dem siegreich beendeten Relegationsspiel gegen Waldtal über den damit erreichten Aufstieg.

Quelle: Michael Hoffsteter

Wohratal. Die Fans waren nicht mehr aufzuhalten, stürmten den Platz und feierten mit ihrer Mannschaft überschwänglich den Aufstieg in die A-Liga Marburg. „Über die Relegation aufzusteigen war schon Klasse“, gibt sich selbst der sonst eher zurückhaltende Trainer Rainer Kuche euphorisch. Nach dem sportlichen Erfolg sorgten auch rund 1000 Zuschauer im Heimspiel gegen den 1. FC Waldtal für einen warmen Regen in der Vereinskasse.

„Hut ab vor den Leuten, die dafür gesorgt haben, dass es nach dem bitteren Abstieg vor zwei Jahren überhaupt weiterging. Aber Vorstand, Betreuer und Mannschaft haben von Beginn an sehr gut harmoniert“, stellt Rainer Kuche fest, der die Mannschaft zu Saisonbeginn übernommen hatte.

„Als ich in Wohratal zugesagt habe, waren noch keine Neuzugänge da. Erst nach zahlreichen Gesprächen, die hauptsächlich vom Vorsitzenden Peter Schweinsberger, Abteilungsleiter Andreas Schütz und Vorstandsmitglied Jens Ratz geführt wurden, konnten wir eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen“, schildert der 49-jährige Postbeamte die knifflige Situation vor Saisonbeginn.

Vom TSV Kirchhain kehrten Marc Pietsch und Ingo Schnatz, vom RSV Roßdorf Marcel Hühn, aus Gemünden Patrick Homberger und vom VfB Wetter Yannik Vestweber zurück. Neu kamen Manuel Klein vom SV Kirchhain, Pierre Fährmann und Jan-Hendrik Dönges vom FC Sindersfeld und in der Winterpause Torhüter Andreas Kremer vom SV Kirchhain hinzu, aus der A-Jugend Christian Hegen, aus der außerdem noch Marvin Fitzke, Hendrik Langer, Niklas Viereckl und Malte Roth hochgeschrieben wurden. Im Jahr zuvor war man froh gewesen, mit Reserve- und Altherren-Spielern sowie den einzig Verbliebenen André Möbus und André Heinmöller und durch das große Engagement von Vereinslegende Berni Kischnick überhaupt den Spielbetrieb aufrecht erhalten zu haben.

Sehr positiv wirkte sich in der Vorbereitung das Trainingslager bei Tennis Borussia Berlin aus, wo Trainersohn Sascha Kuche spielt. „Die Mannschaft hatte von Anfang an eine sehr gute Kameradschaft und einen tollen Zusammenhalt“, blickt Trainer Rainer Kuche zurück. Die einzige Heimniederlage kassierte der TSV Wohratal mit 2:3 gegen den TSV Kirchhain II.

In der Rückrunde ging nur das Auswärtsspiel bei dem vom ehemaligen Trainer Engin Malakcioglu gecoachten Verein Intertürk Neustadt verloren. Der Dreikampf mit Cölbe II und Speckswinkel blieb bis zum Schluss spannend. Erst mit dem 6:1-Erfolg in Ernsthausen sicherten sich die Wohrataler den Relegationsplatz mit einem Punkt Vorsprung vor Speckswinkel.

„Wir haben eine junge Mannschaft, die sich gut weiterentwickelt hat, merkt der Trainer an. Viel hänge in der A-Liga, wo man vermutlich Lehrgeld zahlen müsse, von einem guten Start ab. Die Mannschaft, die ihren Aufstieg ausgiebig in Mallorca feierte, bleibt bis auf Torhüter Pierre Fährmann, der nach Sindersfeld zurückkehrt, zusammen.

In Sachen Kaderplanung bleibt der Verein bei seinem Konzept, einheimische Spieler zurückzuholen. So kehren von Eintracht Stadtallendorf II Jannik Schubert und Axel Bubenheim zurück.

von Kurt Arke

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