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Wirbelsturm fegt Marburg aus der Halle

Basketball, Bundesliga Frauen Wirbelsturm fegt Marburg aus der Halle

Ein denkbar schlechter Jahresauftakt für den BC Marburg: Der Tabellenneunte kam bei den viertplatzierten Avides Hurricanes mit 59:81 unter die Räder.

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Nach der Niederlage in eigener Halle mussten sich Finja Schaake (links, gegen Katarina Flasarova) und die Dolphins auch im Rückspiel bei Rotenburg-Scheeßel geschlagen geben.

Quelle: Nadine Weigel

Scheeßel. Sturmtief Felix sorgte am Samstag in vielen Teilen Norddeutschlands für Turbulenzen. Auch die Marburgerinnen bekamen auf dem Weg zum ersten Spiel des Jahres den Gegenwind zu spüren. Wegen umgestürzter Bäume musste der BC-Tross kurz vor dem Ziel sogar eine Umleitung nehmen. In der Scheeßeler Sporthalle kam das Pharmaserv-Team dennoch rechtzeitig an.

Und in den Auftaktminuten hielten die Dolphins mehr als gut mit. „Wir haben am Anfang super gespielt“, lobte BC-Trainer Patrick Unger. Aggressiv und aufmerksam in der Verteidigung zwangen seine Schützlinge die Norddeutschen immer wieder zu Fehlern. Eine Auszeit der Gastgeberinnen reichte allerdings schon aus, um den BC aus dem Konzept zu bringen. „Die Hurricanes waren dann aggressiver. Dafür waren wir nicht bereit“, bekannte Unger.

Denn nun blies nicht nur um die Spielhalle herum ein heftiger Wind. Innerhalb ihrer Mauern fegte ein Sturm über die Gastmannschaft hinweg. Zumindest phasenweise. Die Hurricanes - wie passend - wirbelten die Marburger Abwehr ein ums andere Mal durcheinander.

Unger kritisiert Verteidigung

Dabei nutzte die Spielgemeinschaft aus Rotenburg und Scheeßel die Fehler des BC gnadenlos aus. Vor dem schnellen Umschaltspiel des Aufsteigers hatte Patrick Unger im Vorfeld gewarnt. Auch vor der Stärke des Gegners von der Dreipunktelinie. „Wir haben die ganze Woche über nichts anderes geredet. Und dann lassen wir einen freien Dreier nach dem anderen zu“, ärgerte sich der Marburger Übungsleiter.

Und wenn von außen mal nichts ging, kombinierten sich die Norddeutschen relativ leicht durch die Marburger Verteidigung. Dabei standen die Dolphins immer wieder Spalier. „Unsere Defense war heute nicht erstklassig“, sagte Unger.

Auch vorne lief meist nicht viel zusammen. „Eigentlich wollten wir den Korb attackieren“, erklärte der BC-Coach, „doch davon sind wir früh abgekommen.“ Die Verunsicherung wuchs von Minute zu Minute.

Zur Halbzeit kaum mehr Hoffnung

Zur Ehrenrettung sei gesagt: Die Marburgerinnen mussten ohne Brittany Wilson (Erkältung) auskommen. Tonisha Baker quälte sich mit Kniebeschwerden durch die Partie. Und bereits in der ersten Halbzeit kugelte sich Alissa Pierce einen Finger aus. Flugs renkte sie ihn selber wieder ein und hielt bis zum Ende durch. Die 28-Jährige avancierte mit 17 Punkten sogar zur Marburger Topscorerin.

Die Partie entglitt allerdings bereits Ende des ersten Viertels. Von 14:13 in der neunten Minute erhöhten die Hurricanes innerhalb von fünf Minuten auf 29:17. Beim 44:28 zur Halbzeit roch es bereits stark nach einem Heimsieg.

Kaum einer der 12 mitgereisten BC-Fans glaubte nach 30 Minuten und 25 Zählern Rückstand ernsthaft noch an die Wende. Das sollte sich über 48:81, dem höchsten Rückstand (36.), bestätigen.

BG Rotenburg-Scheeßel - BC Pharmaserv Marburg 81:59 (44:28).

  • Viertel: 21:15, 23:13, 25:16, 12:15.
  • Rotenburg/S.: Arlen 5 Punkte (6 Rebounds), Baden, Flasarova 10/1 Dreier (7 Assists), Kaiser, Mallard 17/1 (12 Reb.), Mankertz 19/3 (3 Ass.), Pakulat, Rahn 12/2 (3 Steals), Wegner, Young 18/2 (3 Ass.).
  • Marburg: Baker 3/1 (6 Reb.), Crowder 4, Köppl 5, Koop 7 (5 Reb.), Masek 5, Pierce 17 (6 Reb., 3 Ass., 3 St.), Rodefeld 5/1, Schaake 8, Thimm 5 (3 Ass.).
  • SR: Kammann, Lohmüller. Z: 400.

von Marcus Richter

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