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"Wir haben keine Angst, nur Respekt"

Fußball, Hessenliga "Wir haben keine Angst, nur Respekt"

Im SC Hessen Dreieich gibt der souveräne Meister der Verbandsliga Süd morgen um 15 Uhr seine Visitenkarte im Stadtallendorfer Herrenwaldstadion ab.

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Del-Angelo Williams (rechts, in der Vorsaison gegen Eschborns Michel Gschwender) steht der Eintracht morgen ­gegen Dreieich wieder zur Verfügung.

Quelle: Marcello Di Cicco

Stadtallendorf. Der Auftritt im Herrenwaldstadion war für Thomas Epp nicht immer angenehm. Als der Ex-Profi der Frankfurter Eintracht im November 2012 als Trainer mit dem damaligen Hessenligisten Viktoria Urberach mit 1:3 der Eintracht unterlag, verschaffte er sich gegenüber der OP Luft. „Dieses Hetzgetue ärgert mich maßlos“, polterte Epp damals. Adressat seiner Aussage: TSV-Coach Dragan Sicaja.

Knapp drei Jahre später führt den 47-Jährigen der Weg wieder an den Herrenwald. Revanchegedanken? Fehlanzeige! „Ich bin kein nachtragender Mensch. Damals war es mir etwas zu extrem, auch wegen der Schiedsrichterentscheidungen. Es ist alles okay, ich bin ja auch nicht der Ruhigste“, gesteht Epp.

Potenter Aufsteiger

Mit dabei hat er diesmal ein Team, das von drei Hessenligisten zu den Meisterschaftsfavoriten gezählt wird. Doch Epp beschwichtigt: „Man darf die Qualität dieser Liga nicht unterschätzen. Ich glaube, in dieser Saison würde der TSV Steinbach nicht so einfach durchmarschieren. Wir wollen vorne dabei sein und irgendwo zwischen Platz eins und sieben landen“, sagt der Coach des finanziell potenten Aufsteigers aus dem Frankfurter Süden.

In Torjäger Khaibar Amani (RW Hadamar), den Regionalliga-erfahrenen Ralf Schneider (RW Oberhausen) und Niko Opper (Alemannia Aachen) sowie Mittelstürmer Tino Lagator vom kroatischen Zweitligisten NK Dugopolje verfügt der SC ­allein über vier Neuzugänge, deren Marktwert laut dem renommierten Internetportal transfermarkt.de auf 275000 Euro ­taxiert wird.

„Keine Frage: Deren Kader hat eine andere Qualität als der eines normalen Aufsteigers, und Dreieich hat auch andere Ziele. Es ist aber für Woche zu Woche das gleiche Lied: Ohne Gas zu geben, gewinnst du auch in der Hessenliga nichts. Wir haben keine Angst, nur Respekt“, gibt sich Stadtallendorfs Übungsleiter Dragan Sicaja kämpferisch.

Teams in Bestbesetzung

Epp hat den TSV in Eschborn beobachtet. „Da hätte Stadtallendorf zwar auch 1:4 verlieren können“, meint der SC-Coach, „Stadtallendorf hat aber eine gute, kompakte Mannschaft. Dort geht es immer zur Sache“, erinnert sich der 47-Jährige an sein letztes Gastspiel mit Urberach im Marburger Ostkreis.

Personell treten beide Teams in Bestbesetzung an. Sicaja steht der bisher privat verhinderte Stürmer Del-Angelo Williams wieder zur Verfügung. „Er hat uns gefehlt. Mit ihm ­haben wir wieder eine Alternative mehr nach vorne“, freut sich der Kroate, der auch den Kampf um die Position des Stamm­keepers noch offen sieht: „Sich da ­festzulegen, macht noch ­keinen Sinn. Manu hat seine ­Sache ­bisher ordentlich gemacht.“ ­Somit dürfte Nachwuchstorwart Manuel Bachmeier auch gegen Dreieich die erste Wahl sein.

von Marcello Di Cicco

Hessenliga
SV Wiesbaden - 1. FC Eschborn (heute, 19.30 Uhr), Rot-Weiß Frankfurt - KSV Baunatal, Spfr. Seligenstadt - SpVgg. Oberrad, Borussia Fulda - FC Bayern Alzenau, FSC Lohfelden - Buchonia Flieden, OSC Vellmar - Rot-Weiß Hadamar, Eintr. Stadtallendorf - SC Hessen Dreieich (alle Sa., 15 Uhr), Teut. Watzenb.-Stbg. - TSV Lehnerz (Sa., 16 Uhr).
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