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"Wir haben als Kollektiv versagt"

FV Breidenbach "Wir haben als Kollektiv versagt"

Die "Blauen" aus dem Gunterstal überwinterten in der Verbandsliga Mitte auf Rang 13, am Ende standen sie zwei Plätze besser da. Für den scheidenden Interimstrainer Martin Lokoc war es eine "Katastrophen-Saison".

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Verlässt den FV Breidenbach in Richtung Stadtallendorf: Okay ­Yildirim (links; hier gegen Gießens Julian Bender).

Quelle: Thorsten Richter

Breidenbach. Rückblende: Mit einer 1:4-Niederlage beim FC Eddersheim werden Baum und Co. am 26. Mai 2016 auf die 150 Kilometer lange Strecke zurück ins Perftal geschickt. Frust pur. „Es ist gut, dass die Runde zu Ende ist“, bilanziert der Sportliche Leiter Frank Schmidt anschließend. Die Bilanz nach der Winterpause ist mehr als frustrierend: 14 Spiele wurden absolviert, sieben davon verloren, sechs mal remis gespielt - und nur ein „Dreier“ eingefahren (am 28. März mit dem glücklichen 3:2-Sieg bei Absteiger FSV Schröck). Von 42 möglichen Punkten wurden gerade einmal neun eingefahren. Und das Abstiegsgespenst wurde ohne eigenes Zutun erst am vorletzten Spieltag verjagt.

Als Tabellenfünfter der Vorsaison hatten sich die Breidenbacher viel vorgenommen. Wie konnte es passieren, dass sie lange Zeit um den Klassenerhalt bangen mussten? Die Formel erscheint auf den ersten Blick ziemlich simpel: Der FV Breidenbach ohne Steffen Schmitt ist ein Abstiegskandidat. Der Defensive fehlten ohne den Ex-Profi Stabilität und Souveränität, im Mittelfeld fehlte ein Denker und Lenker und im Angriff fehlten Durchschlagskraft und Durchsetzungsvermögen. Einzige Ausnahme: Felix Baum, der mit 26 Treffern fast die Hälfte der erzielten Tore (53) markierte. Doch dahinter kam dann lange nichts. Auch 66 Gegentore waren einfach zu viel ohne den Ex-Profi Steffen Schmitt, der nach seinem „Karriere-Ende“ zum Schluss noch einmal ran musste, aber auch er konnte nicht mehr viel retten.

Doch nur das Fehlen Schmitts als Ursache anzunehmen, wäre zu einfach gedacht. Da wäre noch die eklatante Heimschwäche. Die Bilanz: 16 Spiele, nur ein Sieg, sechs Remis, aber neun Niederlagen und Rang 16 im Ranking. Der einzige „Heim-Dreier“ datiert vom 27. November 2015. Danach war Schluss mit lustig im Gunterstal-Stadion. „Das war eine Katastrophen-Saison. Wir haben als Kollektiv versagt und den Klassenerhalt nur deshalb geschafft, weil andere Mannschaften noch schlechter waren“, spricht Martin Lokoc Klartext. „Dass muss den Spielern bewusst sein und in der kommenden Saison besser werden. Das, was sich die Jungs vorgenommen hatten, haben sie auf dem Platz nicht umgesetzt“, ergänzt der gebürtige Tscheche, der im Januar als Interims-Trainers von Torsten Opitz übernommen hatte.

Personalplanungen für neue Saison abgeschlossen

„Die Vorbereitung war sehr positiv. Schade, dass wir zu wenig Punkte geholt haben. Das entspricht nicht dem, was Martin Lokoc in uns investiert hat. Es fehlte die Leidenschaft und es fehlten der letzte Wille und Biss. Aus diesen Fehlern müssen wir lernen“, schloss sich Mannschaftskapitän Dennis Brandl, der dieses Amt allerdings in der kommenden Saison nicht mehr ausüben wird, der Kritik an. Dann steht nach seinen Gastspielen beim FSV Cappel und VfL Biedenkopf auch wieder Trainer Frank Winkler auf der Kommandobrücke.

Auch Thomas Wellner kehrt nach seinem zweijährigen Engagement beim Hessenligisten Eintracht Stadtallendorf ins Gunterstal zurück. Als zweiter Torwart neben Tobias Dünhaupt kommt Dominik Geiss vom Regionalliga-Aufsteiger SC Teutonia Watzenborn-Steinberg; er soll Daniel Schwahn, dessen Ziel unbekannt ist, ersetzen. Mit vier weiteren Neuzugängen hat der FVB seine Personalplanungen abgeschlossen: Benny Sabau kommt vom SV Oberes Banfetal und Jannik Jung vom A-Ligisten SV Hartenrod. Außerdem rücken die A-Jugendlichen Jannik Opitz und Moritz Schmalz in den Verbandsligakader. Auch Okay Yildirim, der für ein Jahr bei Eintracht Stadtallendorf unterschrieben hat, Papa Yaw Afriyie, den es zu Verbandsliga-Aufsteiger VfB Wetter zieht, und Nikolai Novakov (SF Birkelbach) haben den FV verlassen.

von Herbert Lenz

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