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„Wir dürfen uns nicht verstecken“

Frauenbasketball, Bundesliga-Playoffs „Wir dürfen uns nicht verstecken“

Beim amtierenden Deutschen Meister sowie alten und neuen Pokalsieger TSV Wasserburg erwartet die Spielerinnen des BC Marburg in der Runde der letzten vier Mannschaften im Wettbewerb eine schwere Aufgabe.

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Marburgs Centerspielerin Stephanie Lee (rechts) setzt im Ligaspiel gegen die abwehrende Tiina Sten vom TSV Wasserburg zum Wurf an. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Lage ist so klar wie schwierig. Der BC Pharmaserv Marburg muss in maximal drei Spielen den TSV Wasserburg zweimal besiegen, um das Finale um den Deutschen-Meister-Titel zu erreichen. Die Frage, die sich unweigerlich stellt lautet: Wie schlage ich eine Mannschaft, die seit gefühlt unendlicher Zeit keine Niederlage mehr hat einstecken müssen? Wasserburg ist seit Jahren die dominierende Kraft im deutschen Frauenbasketball. Auch in der laufenden Saison schicken sich die Frauen des bayerischen Teams an, den Rahm abzuschöpfen. Den Titel des Pokalsiegers haben sie bereits in der Tasche. In der in Marburg ausgetragenen Runde der Top4 erreichten sie das Endspiel, in dem sie nicht weniger überlegen die Rutronik Stars Keltern mit 85:64 abfertigten.

Jetzt wollen sie das Double mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft perfekt machen. Das möchten die Blue Dolphins des BC Marburg liebend gerne verhindern. Ein schier unmögliches Unterfangen?

Marburgs Head-Coach Patrick Unger lässt sich von der vermeintlichen „Mission impossible“ nicht abschrecken. Vielmehr ist er guter Dinge, weil seine Schützlinge nach dem Sieg gegen Keltern offenbar wieder zu alten Tugenden zurückgefunden haben. „Wir dürfen uns nicht verstecken und müssen Vertrauen in uns selber haben“, sagt er. Sein Team habe zuletzt bewiesen, dass es auch gegen starke Gegner auswärts bestehen könne.

„Wenn wir allerdings in das Spiel gehen mit der Erwartung zu verlieren, dann kann aus einer Überraschung nichts werden. Natürlich würden wir den Wasserburgerinnen gern ein Spiel klauen. Falls dies gelänge, müssten wir sehen, wie Wasserburg angesichts einer Drucksituation reagiert.“

„Das Team hat wieder Spaß und ist dankbar“

Doch das ist zunächst reine Theorie. In der Praxis müssen die Gäste von der Lahn Mittel und Wege finden, dem Wasserburger Starensemble beizukommen. Eine überdurchschnittliche Leistung in Angriff und Abwehr wäre dazu erforderlich.

„Die Mädels sind wieder gut drauf“, sagt Unger. Mit Erreichen der jeweilige Runde der besten vier Teams in Pokal und Meisterschaft sei das selbst gesteckte Saisonziel mehr als erfüllt worden. „Das Team hat Spaß und ist dankbar, dass es noch drei Wochen um Titel und Platzierungen mitspielen darf.“

Ein wenig Sorgen macht sich Unger um Julia Gaudermann, die sich während ihrer Ausbildung bei der Polizei eine Verletzung zugezogen hat. Doch er hofft, dass die Aufbauspielerin am Sonntag mit auflaufen wird.

Positives vermeldet Unger von Patricia Benet. Die Spanierin, die zuletzt unter Schmerzen spielte, nimmt heute erstmals wieder am Mannschaftstraining teil. Alle anderen Spielerinnen, die über Blessuren klagten, werden voraussichtlich zur Verfügung stehen, um das schier Unmögliche zu erreichen.

von Bodo Ganswindt

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