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Wiemers sieht Chancen am Seitpferd

Kunstturnen, Bundesliga Wiemers sieht Chancen am Seitpferd

Die neue Saison beginnt für die KTV Obere Lahn so, wie die alte endete: mit einem Wettkampf gegen die TG Saar. Allerdings sind die Kunstturner aus Biedenkopf diesmal nur Außenseiter.

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Fabian Lotz ist in dieser Saison ein Hoffnungsträger der KTV Obere Lahn. Der 25-Jährige ist für den Weltcup in Portugal in den Nationalkader berufen worden.

Quelle: Michael Hoffsteter

Biedenkopf. Mit 39:30 gewann die KTV Obere Lahn das kleine Finale um die deutsche Meisterschaft mit einem starken Fabian Hambüchen und feierte danach die Bronzemedaille. Am Samstag (18 Uhr, Kreissporthalle Dillingen) geht die TG Saar aber als Favorit in den ersten Bundesliga-Wettkampf der Saison. „Wir haben einen sehr guten Kader, mit dem wir ganz oben mitmischen können. Die Zielstellung DTL-Finale ist aufgrund der starken Konkurrenz ambitioniert, aber gerechtfertigt”, sagt der Vorsitzende der Saarländer, Thorsten Michels. Trainer Viktor Schweizer ergänzt: „Um ganz oben zu landen, brauchen wir natürlich auch etwas Glück und müssen vor allem verletzungsfrei bleiben. Die Jungs zeigten zuletzt sehr gute Trainingsleistungen und fiebern dem Saisonstart gegen die KTV Obere Lahn entgegen, die auch ohne Fabian Hambüchen ein starkes und schlagkräftiges Team stellen werden.“

Die Mannschaft aus dem Hinterland jedenfalls ist bereit. „Gut, dass es endlich losgeht. Wir sind alle heiß drauf“, sagt Felix Wiemers, dem wegen seiner Wintersportkarriere als Extrem-Skifahrer ein paar Wochen Vorbereitungszeit fehlen. „Ich versuche, so gut es geht von meiner Erfahrung zu profitieren“, sagt Felix Wiemers, der seine Stärken an Boden und Sprung zur Geltung bringen soll.

Wiemers rechnet realistisch mit einer Niederlage

In Bestbesetzung kann die KTV Obere Lahn nicht antreten. Neben den von ihrem jeweiligen Verband nicht freigegebenen Fabian Gonzalez (Spanien) und Scott Morgan (Kanada) fehlt Neuzugang Nick Klessing wegen eines Jugendländerkampfs. Man nehme den Wettkampf bei den Saarländern zwar ernst, sagt Felix Wiemers: „Es wäre aber eine Überraschung, wenn wir sie ernsthaft ärgern könnten.“

Und auch Trainer Albert Wiemers sagt: „Wir müssen realistisch betrachtet damit rechnen, dass wir verlieren. Ein bisschen Hoffnung habe ich am Seitpferd.“ Auch an den Ringen und am Reck sei es nicht unmöglich mitzuhalten. „Bei Boden und Sprung sind sie uns aber sehr überlegen.“ Der Kader des Gegners, den Coach Wiemers hinter Stuttgart als zweiten Meisterschaftsfavoriten sieht, ist mit Mehrkampf-Europameister Oleg Verniaiev und den Leistungsträgern Eugen Spiridonov, Waldemar Eichorn und Ivan Bykov hochkarätig besetzt.

Trainer misst späteren Wettkämpfen mehr Bedeutung zu

„Wenn zum Auftakt nicht alles perfekt klappt, ist das kein Beinbruch“, sagt Felix Wiemers. Wichtiger seien die Wettkämpfe danach. Am ersten Heimwettkampf am nächsten Wochenende gegen die KTV Straubenhardt, die ohne ihre verletzten Topstars Andreas Bretschneider und Marcel Nguyen auskommen müssen, rechnet er sich bessere Chancen aus. Erst recht mit dem Publikum in der Halle der Biedenkopfer Lahntalschule im Rücken.

Dann soll auch der 17-jährige Nick Klessing sein Können zeigen, Andrey Likhovitskiy als neue Nummer eins sowieso. Auch auf Fabian Lotz baut die KTV Obere Lahn. Der Hambüchen-Kumpel hat den Schwierigkeitsgrad seiner Übungen noch einmal erhöht.

Und so erhielt der 25-Jährige aus Bicken bereits vor dem Start in die Bundesliga-Saison eine Belohnung: Lotz ist für den Weltcup Ende Mai in Portugal in den Kader der deutschen Nationalmannschaft berufen worden.

von Holger Schmidt

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