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Lokalsport Triathlet Maximilian Schwetz bangt um Saison
Sport Lokalsport Triathlet Maximilian Schwetz bangt um Saison
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00:17 14.07.2018
Im Quali-Rennen schien für Maximilian Schwetz (links) noch die Sonne. Das Finale in Ungarn wurde abgebrochen. Quelle: Privatfoto
Tiszaujvaros

Eine Platzierung unter den ersten 15 hätte­ für Maximilian Schwetz beim Weltcup-Triathlon im ungarischen Tiszaujvaros herausspringen müssen. Dann hätte­ er die Kriterien der DTU erfüllt und der Verband hätte den Neu-Kirchhainer für die WM-Serie melden müssen. „Es war die perfekte Situation. Viel besser hätte es nicht laufen können“, sagte der 27-Jährige zum Finalrennen am Sonntag. Doch dann kam das Unwetter. Die Jury brach den Weltcup ab.

Schwetz hatte auf der Sprintdistanz nach 750 Metern Schwimmen in der Spitzengruppe gelegen. Dann standen 20 Kilometer Radfahren auf dem Programm. Aus dem Regen wurde Hagel, aus dem Wind ein Sturm. „Das hat weh getan“, sagte Schwetz – und meinte sowohl den Hagel im Gesicht als auch den Abbruch kurz vor ­Ende des Radfahrens. Denn der Profi-Triathlet lag nach wie vor aussichtsreich in einer 18-köpfigen Spitzengruppe und hatte­ die Rivalen identifiziert. Ergebnis seiner Analyse: „Ich wäre um den Sieg mitgelaufen, zumindest um einen Podestplatz.“ Doch zu den fünf Kilometern Laufen kam es nicht mehr.

Dabei war die Vorbereitung genau auf diesen Weltcup in Tiszaujvaros ausgerichtet. Sogar ein schwächeres Abschneiden bei der Deutschen Meisterschaft vor einer Woche, als Schwetz Vierter wurde, hatte er in Kauf genommen. In Ungarn präsentierte sich der 27-Jährige in Topverfassung. Am Tag vor dem Finale war der Physik-Student noch locker Vierter im Qualifikationsrennen geworden und hatte dabei noch Körner sparen können für das entscheidende Rennen. Am Ende steht nun kein Ergebnis für Schwetz, der die Norm im März in Australien schon einmal erfüllt hatte. Diese war aber von der DTU nicht anerkannt worden.

„Ich werde den Verband kontaktieren“, sagte Schwetz gestern. Große Hoffnungen macht er sich aber nicht, dass die DTU ihn nun für die letzten beiden Rennen der WM-Serie in ­Kanada und Australien meldet, schließlich ist der meinungsfreudige Athlet, der seit kurzem in Kirchhain lebt, nach Reibereien mit dem Verband bei den Verantwortlichen nicht wohl gelitten: „Ich habe kein Top-15-Ergebnis gemacht, weil es kein Ergebnis gibt. Und es lässt sich nicht beweisen, dass ich in die Top 15 gekommen wäre.“
Schwetz hat Verständnis für die Jury-Entscheidung, enttäuscht ist er dennoch. Er richtet sich darauf ein, statt bei der WM-Serie bei zwei oder drei Weltcup-Rennen zu starten.

von Holger Schmidt