Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Vorgaben für Kommunen liegen noch nicht vor

Fußball-WM, Public Viewing Vorgaben für Kommunen liegen noch nicht vor

Die Bundesregierung will während der Fußball-WM in Brasilien vom 12. Juni bis 13. Juli nächtlichen Public-Viewing-Veranstaltungen, die auch im Landkreis stattfinden werden, nicht im Wege stehen.

Voriger Artikel
Oberhausen rechnet mit drittem Spiel
Nächster Artikel
Neuer Mann setzt auf Nachhaltigkeit

Ein Kapitel des Sommermärchens 2006 wurde auch beim Public Viewing in Stadtallendorf geschrieben.Foto: Bodo Ganswindt

Marburg. Da lacht das Herz des Fußballfans! Jetzt will es Bundestrainer Joachim Löw endlich richten und den Weltmeisterpokal ein viertes Mal in einer deutschen Vitrine ausstellen.

Und die vielen Fußballbegeisterten in Deutschland werden dabei sein. Die allerwenigsten vor Ort, die meisten vor den Bildschirmen zu Hause oder unter freiem Himmel mit Gleichgesinnten bei einem öffentlichen „Fußballgucken“, genannt Public Viewing. Die Bundesregierung hat es möglich gemacht, dass die einschlägigen Verordnungen zum Schutz vor Lärm auch nach 22 Uhr vorübergehend außer Kraft gesetzt werden. Das Ganze wird in rechtsverbindliche Worte gefasst und demnächst über die Landesregierungen und die Regierungspräsidien bei den Kommunen eintreffen, denen allerdings das letzte Wort vorbehalten bleibt.

„Wir wollen auf jeden Fall wieder ein Public Viewing im Herrenwaldstadion anbieten“, sagt Reiner Bremer von der Fußballabteilung des TSV Eintracht Stadtallendorf, die in Kooperation mit der Stadt und der Firma Depro aus Gemünden einmal mehr dieses traditionell größte Spektakel im Landkreis ausrichten möchte.

Auch in Kirchhain stehen die Signale auf Grün. „Wir werden dem nichts entgegenhalten“, sagt Ordnungsamtsleiter Gordon Schneider. Im Gegenteil: Die Stadt will den ausrichtenden Förderverein „Kunstrasen Kirchhain“ aktiv unterstützen, etwa mit der Regelung des Straßenverkehrs oder der Einrichtung von Fluchtwegen. „Wir sind gegenwärtig in Gesprächen über einen geeigneten Ort“, sagt Wolfgang Budde, der Vorsitzende des Vereins, der den Erlös der Veranstaltung dazu verwendet, zur Finanzierung des bereits installierten Kunstrasens des TSV Kirchhain beizutragen.

Lucien Gerkau, Betreiber des Seeparks Niederweimar, will ebenfalls die Genehmigung bei der Gemeinde für ein neuerliches Public Viewing am See einzuholen: „Wir werden den Besuchern ein Angebot machen, das ihnen ermöglicht, einen Badeaufenthalt mit dem Public Viewing zu verbinden.“

Uwe-Jakob Hahn von der Gemeindeverwaltung weist darauf hin, dass der Gemeindevorstand die Entscheidung treffe, wenn „wir etwas in der Hand haben, mit dem wir arbeiten können“.

Das trifft auch für Marburg zu. „Wir warten noch auf die Ausführungsbestimmungen des Landes“, sagt Edith Pfingst vom Presseamt. Es liege bislang noch keine Bewerbung für ein Public Viewing vor.

In Gladenbach, wo zur WM-Zeit der Kirschenmarkt stattfindet, sollen zumindest die Spiele der deutschen Mannschaft im Festzelt übertragen, das gegebenenfalls auch über die Kirmestage hinaus zur Verfügung stünde, sagt Günther Euler, Geschäftsführer der Kur- und Freizeit-Gesellschaft.

von Bodo Ganswindt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?