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Vorfreude auf das Spiel der Spiele

Fußball-Hessenliga Vorfreude auf das Spiel der Spiele

Im letzten Spiel der Hinrunde erwartet in Aufsteiger Rot-Weiß Frankfurt das Topteam der Hessenliga bereits am Freitagabend die kriselnde Stadtallendorfer Eintracht.

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Laurin Vogt (links, hier gegen Seligenstadts Jan Hertrich) trifft mit Eintracht Stadtallendorf heute Abend im Stadion am Brentanobad auf Rot-Weiß Frankfurt. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. „Wir waren jetzt eine ganze Zeit lang oben und konnten dort etwas schnuppern. Aber man muss feststellen: Für ganz oben reicht es nicht“, sagte TSV-Trainer Dragan Sicaja nach der dritten Niederlage in Folge, womit die Eintracht auf den fünften Tabellenplatz zurückgefallen ist.

Noch vor wenigen Wochen wäre die Partie im Stadion am Brentanobad das Spitzenspiel im hessischen Oberhaus gewesen; lange waren die Herrenwälder der erste Verfolger des Traditionsklubs, den einzig die Sicaja-Elf kurzzeitig vom Spitzenplatz verdrängte. „Wir sind genauso überrascht von unserer Situation wie viele andere“, gesteht Rot-Weiß-Präsident Ottmar Klauß.

Kein Wunder: Denn den Mainstädtern gelang erst in der Relegation nur aufgrund des besseren Torverhältnisses der Aufstieg in Hessens höchste Spielklasse, in der die Rot-Weißen mit 45 Toren die beste Offensive, mit 19 Gegentoren (zusammen mit Lehnerz) die beste Defensive, die stärkste Heimmannschaft und in Cem Kara (14 Tore) und Varol Akgöz (13) die torgefährlichsten Spieler stellen. „Die wenigen Spieler, die wir vor der Runde geholt haben, sind gut eingeschlagen“, freut sich Klauß.

Planungen für die Regionalliga stelle man beim Herbstmeister zwar (noch) nicht an, doch Klauß gesteht: „Wenn wir auch die nächsten Spiele bis zur Winterpause gewinnen, muss man sich zwangsläufig damit beschäftigen. Wir werden uns in der Winterpause noch von zwei, drei Spielern trennen und zwei, drei andere dazuholen“, verrät der Präsident der Frankfurter, die den Wunsch auf Vorverlegung der Partie hatten, um das neue Flutlicht im Stadion einzuweihen.

„Super Stadion, super Rasen - da kann man nur Lust auf ein solches Spiel haben“, freut sich auch Stadtallendorfs Dominik Völk auf die Partie, „zumal wir absolut nichts zu verlieren haben“.

Doch nicht bei allen TSVlern dürfte die Vorfreude so groß sein wie beim offensiven Mittelfeldspieler. So muss Sicaja auf der Position des linken Außenverteidigers improvisieren: Sind Kenan Atas (Riss des Syndesmosebandes) und Michel Groß (Muskelverletzung) schon länger verletzt, so fehlt am Freitag in Ceyhun Dinler (Gelb-Rot-Sperre) auch der Spieler, der diese Position zuletzt besetzte.

Neben Kevin Schudy sind Thomas Wellner oder Julian Schratz Alternativen für diese Position. „Viel wichtiger ist aber, dass wir als Mannschaft gut verteidigen. Dann sehe ich uns auch nicht chancenlos“, sagt Sicaja, der sich rückblickend auch selbstkritisch gibt.

„Bei einigen Spielern ist es in letzter Zeit sicher auch Kopfsache. Vielleicht habe ich durch meine Art den Druck auf die Jungs etwas zu groß werden lassen. Ich will halt immer mehr, das treibt die Spieler an. Nach Frankfurt fahren wir aber ohne einen Rucksack. Der Gegner hat mehr zu verlieren als wir. Wir können befreit aufspielen - zumal wir bisher schon eine gute Runde gespielt haben“, gibt der Übungsleiter zu bedenken.

Fraglich ist noch der Einsatz von Ariel Szymanski (Oberschenkelbeschwerden). Frankfurts Coach Daniyel Cimen, der einst ein Länderspiel für die deutsche WM-Perspektiv-Mannschaft „Team 2006“ bestritt, muss auf die gesperrten Tim Fließ und Ghami Abdul verzichten.

Hessenliga: Rot-Weiß Frankfurt - Eintr. Stadtallendorf (heute, 19.30 Uhr), Spfr. Seligenstadt - SC Hessen Dreieich, SC Borussia Fulda -KSV Baunatal, Teut. Watzenb.-Stbg. - SpVgg. Oberrad, FSC Lohfelden - FC Bayern Alzenau, OSC Vellmar - Buchonia Flieden, SV Wiesbaden - Vikt. Griesheim, Rot-Weiß Hadamar - 1. FC Eschborn (alle Sa., 14.30 Uhr).

von Marcello Di Cicco

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