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Vincek rettet nach mühevoller Aufholjagd

Fußball-Hessenliga Vincek rettet nach mühevoller Aufholjagd

Einen Arbeitssieg hat die Stadtallendorfer Eintracht gegen den FSC Lohfelden eingefahren. Dank eines späten 2:1-Erfolgs bleiben die Herrenwälder die beste Heimelf der Hessenliga.

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Stadtallendorfs Siegtorschütze Erdinc Solak (links) enteilt dem Lohfeldener Serdar Bayrak.

Quelle: Michael Hoffsteter

Stadtallendorf. Um ein Haar wären zwei Punkte weg und eine mühevolle, allerdings selbst verschuldete, Aufholjagd dahin gewesen. Doch die Eintracht holte den sechsten Sieg im achten Heimspiel. Und so ziemlich jeder wusste, wer großen Anteil daran hatte: Torwart Hrvoje Vincek.

Es läuft die 86. Spielminute. Eine Freistoßflanke vom rechten Strafraumeck rutscht Kapitän Kevin Vidakovics seitlich über den Kopf und droht im langen Winkel einzuschlagen. Doch Vincek reagiert blitzschnell, macht sich lang und kratzt den verunglückten Befreiungsschlag aus knapp sieben Metern noch aus dem Eck. Prädikat: Weltklasse, wie auch Stadtallendorfs Torwart-Routinier Dirk Novosad nach dem Abpfiff befand - und nicht nur er.

„Eine solche Parade habe ich selten gesehen. Das war unfassbar. Wie er den gehalten hat, muss er mir mal erklären“, zeigte sich Lohfeldens Co-Trainer Daniel Beyer beeindruckt, der den wegen einer Fortbildung verhinderten Chefcoach Otmar Velte vertrat. „Den hat Hrvoje sehr stark gehalten. Damit hat er seinen kleinen Fehler wieder wettgemacht“, lobte auch Mitspieler Kristian Gaudermann, der damit auf die Entstehung des 0:1 anspielte.

Der genesene Daniel Vier, der den verletzten Dominik Völk als Innenverteidiger vertrat, rückte aus der Abwehrkette und verlor den Zweikampf gegen Nasuf Zukorlic (Gaudermann: „Ich war auch nicht so nah an ihm dran“), der aus knapp 25 Metern abzog. Sein Schuss senkte sich über den etwas zu weit vor dem Kasten stehenden Vincek unter die Latte.

Chancenverwertung ist das Manko

In der Folge lief die Eintracht lange dem Rückstand hinterher. „Wir hatten zwar 80 Prozent Ballbesitz und haben eigentlich auch gut gespielt“, war Eintracht-Offensivkraft Erdinc Solak keineswegs unzufrieden mit den ersten 45 Minuten - wäre da nicht ein großes Manko gewesen: die Chancenverwertung. Sechs hochkarätige Möglichkeiten - davon drei durch den glücklosen, aber fleißigen Del-Angelo Williams - verbuchten die anrennenden, aber oft zu kompliziert und zu wenig zielstrebig aufspielenden Gastgeber, die Gäste nur zwei.

„Da müssen wir den Ball einfach reinmachen“, klagte TSV-Coach Dragan Sicaja, der im selben Atemzug lobte: „Trotzdem haben wir in der zweiten Halbzeit Ruhe bewahrt, auf unsere Chancen gewartet und in den richtigen Momenten die Tore gemacht. Das war sehr reif. Das lag aber auch daran, dass Daniel Vier wieder dabei war.“ In einer hektischen Partie, die zunehmend ruppiger wurde und in der Lohfeldens Serdar Bayrak sogar mit zwei Mitspielern aneinandergeriet, belohnte sich die Eintracht in der 61. Minute erstmals für ihren Einsatz.

A-Junior Damijan Heuser, der seine Aufgabe sehr ordentlich, weil besonnen, erledigte, traf mit einem abgefälschten Schuss ins lange Eck zum Ausgleich. Acht Minuten später sorgte der von Ceyhun Dinler bediente Solak mit einem Schuss aus zentraler Position ins kurze Eck für den verdienten Sieg der Platzherren, die bis dahin die Gäste in einer intensiven Partie in der eigenen Hälfte eingeschnürt hatten.

Erst nachdem FSC-Spielführer Roy Keßebohm mit einer „Ampelkarte“ vom Platz geflogen war (75.), trauten sich die Nordhessen nach vorne mehr zu. Doch warum so spät erst? Beyer klärte auf: „Wir wollten kompakt stehen und über unser Umschaltspiel nach vorne kommen. Der Plan ging auch auf.“ Allerdings nicht bis zum Ende.

von Marcello Di Cicco

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