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Viertelfinale wird kein Selbstläufer

Basketball, Pokal-Viertelfinale Viertelfinale wird kein Selbstläufer

Nach der kurzen Weihnachtspause erwartet die Basketballerinnen gleich ein Härtetest: Am Sonntag (16.30 Uhr) geht es bei den Fireballs Bad Aibling im Pokal um den Einzug ins Top-Four-Turnier.

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Schwung und Elan brauchen Julia Gaudermann (rechts, gegen Hernes Lea Mersch) und die ­„Dolphins“ am Sonntag im Pokal-Viertelfinale bei Zweitliga-Spitzenreiter Bad Aibling.

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. Wenn ein gestandener Erstligist bei einem Zweitligisten antreten muss, scheint das auf dem Papier ein Selbstläufer zu sein. Doch Marburgs Trainer Patrick Unger ist da ganz anderer Meinung, schließlich liegen die Gastgeberinnen aus Bayern ein Jahr nach ihrem Abstieg als ungeschlagener Tabellenführer der Zweitliga-Gruppe Süd wieder klar auf Kurs Playoffs und Bundesliga-Rückkehr.

„Ich sehe nicht viele Mannschaften in der zweiten Liga, die Bad Aibling auf dem Weg zurück in die Bundesliga gefährlich werden könnten und behaupte, dass diese Mannschaft die Hälfte der Erstliga-Vereine schlagen könnte“, warnt Unger vor dem Team von Head-Coach Oliver Schmid.

Denn die Gastgeberinnen verfügen über einen ausgeglichenen Kader mit fünf, sechs herausragenden Spielerinnen, die jedem Gegner das Leben schwer machen können. Jessica Höötmann, mit 30 Jahren die weitaus älteste Spielerin bei den Fireballs, spielte bereits in der Bundesliga in Wasserburg, Osnabrück und Halle. Christina Schnorr kam ebenfalls aus Halle, und auch die 22-jährige Lena-Marie Bradaric verfügt mit Bad Aibling bereits über Bundesliga-Erfahrung.

Alle Spielerinnen heil aus den Ferien zurück

Hinzu kommen die US-Amerikanerin D‘Asia Chambers und deren Landsfrau Lindsay Sherbert (23). Die starke Rebounderin ist mit 238 Punkten Top-Scorerin der „Feuerbälle“ und kann, so Unger, „einer Mannschaft von außen schon einmal die Lichter ausschießen“.

Deshalb ist Patrick Unger froh, dass sein Kader heil aus der kurzen Weihnachtspause zurückgekehrt ist. „Kleine Wehwehchen gibt es immer. Aber bis auf den Jetlag oder eine Erkältung sind alle im Großen und Ganzen gesund“, sagt der 32-Jährige, der am Mittwochabend erstmals wieder mit der kompletten Mannschaft trainieren konnte.

Nach vier Siegen in der Meisterschaft und im Pokal im Dezember haben sich die „Dolphins“ eine gute Ausgangsposition verschafft, die sie nun ausbauen wollen. „Natürlich sind wir als Erstligist Favorit und müssen mit dieser Rolle in Bad Aibling umgehen“, beschreibt der Coach die Ausgangslage.

Unger: Müssen unseren Rhythmus schnell finden

Wie ernst man in Marburg die Aufgabe aber nimmt, zeigt auch, dass sich die Mannschaft bereits am Samstag auf den Weg nach Bayern macht. „Ein dickes Dankeschön in diesem Zusammenhang an Wasserburg, das uns seine Halle zur Verfügung gestellt hat. So können wir am Samstagabend und Sonntagmorgen noch einmal trainieren und ausgeruht in Bad Aibling antreten“, freut sich Unger über die Hilfe des Bundesliga-Konkurrenten, der selbst am Sonntag gegen die Saarlouis Royals um den Einzug ins Top-Four-Turnier kämpft.

Nach einem Freilos schalteten Bad Aibling auf dem Weg ins Viertelfinale zu Hause BVUK Würzburg (107:47) und BG Göttingen (77:54) aus. Der BC Pharmaserv setzte sich nach einem Erstrunden-Freilos beim Zweitligisten BBZ Opladen (69:50) und beim Liga-Konkurrenten SV Halle (76:40) durch.

„Wir müssen unser Spiel spielen, müssen eine gute Linie finden und durchziehen, zumal der Rhythmus in der Pause doch etwas verloren gegangen ist. Wenn wir aber an die Spiele im Dezember anknüpfen können, sind wir für jeden ein nur schwer zu schlagender Gegner“, ist sich Unger sicher.

von Frank Steinhoff-Wolfart

 
Pokal-Viertelfinale
TSV Wasserburg - TV Saarlouis Royals,
ChemCats Chemnitz - Rutronik Stars Keltern (beide So., 3. Januar, 16 Uhr)
Fireballs Bad Aibling - BC Pharmaserv Marburg (So., 3. Januar, 16.30 Uhr)
Herner TC - Avides Hurricanes Rotenburg-Scheeßel (So., 3. Januar, 17 Uhr).
 
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