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Vidakovics: "Wir haben etwas gutzumachen"

Fußball-Hessenliga Vidakovics: "Wir haben etwas gutzumachen"

Nach dem 2:6-Debakel in Steinbach gab es bei der Stadtallendorfer Eintracht Gesprächsbedarf. Klar ist: Gegen den SV Rot-Weiß Hadamar ist ein anderes Gesicht vonnöten.

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Ein anderes Auftreten fordert Eintracht-Kapitän Kevin Vidakovics (links, hier gegen Ederberglands Stasis Buividavicus) vor dem Gastspiel bei Rot-Weiß Hadamar.

Quelle: Marcello Di Cicco

Stadtallendorf. Den Musiktitel „One“ der deutschen Techno-band Scooter dürften Spieler und Verantwortliche von Eintracht Stadtallendorf in keiner guten Erinnerung behalten. „Always Hardcore“ dröhnte es am Steinbacher Mühlengrund aus den Lautsprecher-Boxen - jedes Mal, wenn die osthessischen Gastgeber trafen.

„Was uns stark macht, nämlich das Läuferische und das Zweikampfverhalten, hat uns Steinbach in diesem Spiel vorgemacht. Wir haben etwas gutzumachen“, meint Stadtallendorfs Kapitän Kevin Vidakovics - genau wie sein Übungsleiter Dragan Sicaja: „Die Jungs und ich waren enttäuscht. Wir haben uns zusammengesetzt und waren uns einig, dass so etwas in dieser Form nicht geht.“ Dabei sei es auch mal lauter geworden, verrät Vidakovics. „Aber letztlich sind wir alle mit einem guten Gefühl aus diesem Gespräch rausgegangen“, stellt der 26-Jährige gegenüber der OP klar.

Ausgerechnet das Team, gegen das die Eintracht bis zur 2:6-Pleite das letzte Mal sechs Gegentore kassierte (am 24. Mai 2014), ist am Samstag der nächste Gegner der Herrenwälder. In der Faulbacher Straße am Rande des Westerwaldes hat seit Sommer Florian Dempewolf das Sagen, der bereits in der vergangenen Runde neben seiner Tätigkeit als Spielertrainer des TuS Dietkirchen beim SV Interimstrainer Steffen Moritz assistierte und mit Hadamar einen ordentlichen Start hingelegt hat.

Mit neun Punkten, aber noch ohne Niederlage, steht die Dempewolf-Elf genauso gut da wie die Ostkreisler. „Das letzte Spiel der Stadtallendorfer werde ich nicht überbewerten. Das war nicht das Stadtallendorf, das man kennt. Dennoch wollen wir ungeschlagen bleiben. Ein Punkt wäre schon okay, ein Sieg überragend“, sagt Dempewolf. Dass sein Team erneut so defensiv wie im Rückspiel vergangener Saison auftritt, dürfte nicht der Fall sein, wie der 32-Jährige verrät: „Dies war damals der Situation geschuldet. Das Selbstvertrauen hatte gefehlt. Wir werden diesmal anders auftreten, mutiger - allerdings wird es keinen totalen Angriff von uns zu sehen geben.“

Der Kapitän warnt vor dem Gegner

Einen Gegner, der im Vergleich zur verkorksten Spielzeit 2015/2016 „gefestigter“ ist, erwartet Vidakovics. Und auch Sicaja warnt vor der Schwere der Aufgabe: „Die Mannschaft kommt jetzt mehr über den Zusammenhalt. So kann man einen Verlust von Qualität auch wettmachen. Ich erwarte, dass Hadamar wieder eine gute Rolle spielen wird.“

Wenngleich für morgen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke angekündigt sind, fordert Sicaja von seiner Elf „arbeiten und laufen“. „Aber sicher wird es auch wichtig sein, sich bei solchen Temperaturen die Kräfte richtig einzuteilen und die richtige Taktik zu wählen“, weiß der Kroate, der weiter auf Jascha Döringer (Adduktoren) verzichten muss. „Ich hoffe, dass er nächste Woche wieder ins Training einsteigt.“ Aufseiten der Gastgeber fallen noch Stammkeeper Christopher Strauch (Meniskus), Pascal Heene (Muskelfaserriss) und Jörn Heep (Schambeinentzündung) aus.

Letzter schloss sich neben Steffen Rücker und Michael Schmitz vom TuS Dietkirchen den Rot-Weißen an. Dempewolf stellt aber klar: „Ich habe diese Spieler nicht angesprochen, mit mir zu wechseln. Die wurden schon jahrelang angerufen.“

Ein neues Gesicht gibt es seit vergangener Woche auch bei der Eintracht. In Hrvoje Vincek saß ein neuer Keeper erstmals bei den Herrenwäldern auf der Ersatzbank (die OP berichtete). Sicaja lässt durchblicken, dass der 26-jährige kroatische Neuzugang, der zuletzt für die SpVgg Oberrad spielte, demnächst öfter zwischen den Pfosten stehen wird.

„Auf dieser Position braucht man etwas Routine. Manuel Bachmeier hat seine Sache vergangene Saison sehr gut gemacht. Jetzt ist es aber eine andere Konstellation. Die Leute erwarten, dass er einen Schritt macht. Es ist aber immer schwierig, wenn du niemanden hast, von dem du lernen kannst. Manu wird von Hvrojes Erfahrung profitieren“, ist sich Sicaja sicher, dass Vincek, der eigentlich das Ziel Regionalliga verfolgt hatte, der Mannschaft Sicherheit geben wird.

von Marcello Di Cicco

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