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VfL hat im Derby die besseren Nerven

Fußball-Kreisliga A Marburg VfL hat im Derby die besseren Nerven

Der Derbysieger heißt VfL Neustadt. In einer hitzigen und spannenden Begegnung hatte der Tabellenführer beim 1:0-Sieg die besseren Nerven vom Elfmeterpunkt.

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Mombergs Daniel Schmitt (links) kann beim Derbysieg des VfL die Flanke von Neustadts Rene
Fenderl nicht verhindern. Foto: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Momberg. Es lief bereits die vierte Minute der Nachspielzeit. Längst umlagerten die Momberger den VfL-Strafraum, drängten mit aller Kraft auf den Ausgleich. Fast auf Höhe der Mittellinie gab Torhüter Patrick Dembrowski den Libero und schlug lange Bälle in Richtung des Neustädter Tors. Der letzte dieser Partie blieb im Gewühl hängen, Spieler beider Teams stocherten wild hinein - bis Schiedsrichter Nils Kaletsch-Will plötzlich pfiff und auf den Elfmeterpunkt deutete. Er hatte ein Handspiel eines Neustädter Verteidigers gesehen.

Die Fans der Momberger jubelten schon. Ihre Mannschaft bekam also noch einmal die große Gelegenheit auf das 1:1. Sofort hatte sich Kapitän Steffen Sack das Leder zurechtgelegt. Doch zur Enttäuschung der Borussen schob Sack den Strafstoß rechts am Tor vorbei. Unmittelbar danach war Schluss - der VfL Neustadt siegte mit 1:0.

„Beim Elfmeter ist es Glückssache. Steffen ist unser sicherster Schütze“, nahm Mombergs Trainer Fabian Hett seinen Schützling nach dem Abpfiff aus der Schusslinie. „Dennoch ist es ein wenig symptomatisch für unser Spiel.“ Den Start in das prestigeträchtige Derby hatten die Hausherren mehr oder minder komplett verschlafen. Neustadt drängte von Beginn an auf die Führung. Die fiel mehr als verdient in der 16. Minute: Dennis Rödding hatte VfL-Spielführer Simon Blöss im Strafraum zu Fall gebracht. Den unstrittigen Elfmeter verwandelte der Gefoulte selbst souverän.

„Ich habe den Jungs gesagt: wenn sie hier etwas holen wollen, müssen sie alles abrufen. Das haben sie in der ersten Halbzeit getan“, lobte Neustadts Spielertrainer Sascha Blöss. Das junge Momberger Team wirkte hingegen nervös. „Prinzipiell haben wir nicht viel falsch gemacht“, stellte Fabian Hett fest. Aber die Verunsicherung sei zu spüren gewesen.

Erst mit dem Seitenwechsel wandelte sich das Bild. Die Gastgeber spielten deutlich mutiger und hatten durch Patrick Motyka sowie Patrick Stepanek gute Möglichkeiten. „Die zweite Halbzeit war nicht mehr das, was wir uns vorgestellt haben. Wir waren zu hektisch und zu unkonzentriert“, monierte Neustadts Coach Sascha Blöss. Mit einigen gelungenen Kontern hätte seine Mannschaft das Spiel früher entscheiden können. „Aber so war klar, dass es gegen Ende noch einmal hektisch wird.“

Wirklich zielstrebig agierten die Momberger in ihren Angriffsbemühungen lange nicht - bis zur besagten 94. Minute, in der Steffen Sack den Ausgleich auf dem Fuß hatte. „Im Endeffekt ist das Ergebnis verdient“, räumte Fabian Hett schließlich ein. Trainerkollege Blöss feierte nach dem Abpfiff mit seinen Mitspielern noch ausgelassen den Derbysieg: „Wir haben uns heute das Glück erzwungen“.

Tor: 0:1 Simon Blöss (16/FEM.).

Momberg: Dembrowski - Mohr, Rödding (31. Schmitt), Lotter, Balzer - Gies (9. Stepanek), S. Sack, Schindler, T. Sack (74. M. Sack) - Motyka, F. Sack. Neustadt: Nittner - Kirill, Fenderl, S. Müller, Sascha Blöss - Breuer, Simon Blöss - N. Müller (74. Nau), Kulikov (46. Reinhardt), Cetincelik - Bauscher (60. Gies). Gelb: Rödding, Stepanek, Schindler, Balzer / Kulikov, Breuer, Reinhardt. Schiedsrichter: Nils Kaletsch-Will (Fronhausen). Zuschauer: 250. Beste Spieler: S. Sack, Balzer / Simon Blöss, Cetincelik.

von Yanik Schick

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