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VfB Marburg spielt Braunfels an die Wand

Fußball-Verbandsliga Mitte VfB Marburg spielt Braunfels an die Wand

Im ersten Heimspiel der Saison führten die Marburger ihren Gegner in der ersten halben Stunde vor. Nach nur 23 Minuten stand es bereits 4:0. Der VfB spielte gegen den FSV Braunfels wie eine routinierte Verbandsligamannschaft.

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Er führte den VfB mit einer starken kämpferischen Leistung sowie zwei Torvorlagen zum Sieg: Mannschaftskapitän Ahmet Marankoz (links) gegen Braunfels‘ Michael Donges.

Quelle: Michael Hahn

Marburg. Marburg. Es war eine erste Halbzeit wie aus dem Fußball-Lehrbuch, die der VfB Marburg gestern Abend ablieferte, und der FSV Braunfels wusste gar nicht, wie ihm geschah.

Im Dauerregen zogen die Marburger in den ersten 30 Spielminuten ein unnachgiebiges Pressing auf. Verschieben. Anlaufen. Quasi alles stimmte im Marburger Spiel. Bei Braunfels gefiel nichts und keiner. Mehrmals verloren die Gäste gegen gallige Marburger, allen voran Spielführer Ahmet Marankoz, bereits 35 Meter vor dem eigenen Tor den Ball. Das Aufbauspiel lahmte und ebenso die Deckungsarbeit in der Abwehr. Das nutzte nach nur fünf Minuten Dominik Karge zur Führung. Dann ging es fast Schlag auf Schlag: Fabian Mendack traf nach einer Ecke per Kopf, Max-Peter Mohr ließ FSV-Keeper Fabian Engelhard einmal per Fuß, einmal per Kopf keine Chance. 4:0 für Marburg – nach nur 23 Minuten. VfB-Coach Thomas Vollmer hatte allen Grund zum Frohlocken. Doch er zeigte sich zehn Minuten nach dem 4:0 geradezu erzürnt und ließ seinen Ärger an dem mittlerweile völlig durchnässten Regenschirm aus. Diesen pfefferte er wutentbrannt auf den Boden. Grund für seine schlechte Laune war das völlig überflüssige 1:4. Linksverteidiger Thomas Wellner spielte den Ball in der eigenen Hälfte quer und Braunfels‘ Robin Fürbeth direkt in die Füße. Dann ging es blitzschnell. Über drei Stationen wurde die aufgerückte VfB-Abwehr überrumpelt. Nino Binz vollendete am langen Pfosten. Zehn Sekunden später hob Vollmer den Regenschutz wieder auf. „Lieber passiert so ein Fehler bei einem solchen Spiel und nicht in einer knappen Partie“, bemerkte der VfB-Coach.

Gäste treffen aus 40 Metern

Doch kurz vor dem Pausenpfiff bekam der Schirm erneut den Kunstrasen zu spüren. Diesmal war es FSV-Kapitän Simon Schramm, der einen Freistoß aus sage und schreibe 40 Metern Torentfernung verwandelte. VfB-Keeper Sven Mainusch sah bei diesem Treffer alles andere als glücklich aus. „Ich denke, er hat einfach nicht damit gerechnet. Aber ich war froh, dass dann abgepfiffen wurde. Weil ansonsten vielleicht der Anschluss gefallen wäre. So konnten wir uns in der Kabine neu sortieren“, gestand Vollmer.

Der zweite Abschnitt bot nicht halb so viel Unterhaltungswert wie die erste Hälfte. Das lag daran, dass Braunfels zwar versuchte, das Kommando zu übernehmen, sich an exzellent gestaffelten Marburgern allerdings die Zähne ausbiss. Der FSV verzeichnete in den zweiten 45 Minuten keinen einzigen Torschuss. „Wir müssen im Spiel nach vorne einfach zielstrebiger werden. Mir hat aber gefallen, dass mein Team viel investiert und sich nicht aufgegeben hat“, befand FSV-Trainer André Pauly. Der Kreis schloss sich dann in der Schlussphase. Dominik Karge hatte das Toreschießen eröffnet und beendete es mit einem Kopfball aus kurzer Distanz.

von Benjamin Kaiser

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