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Verband kippt Urteil des Sportgerichts

Fußball: "Fall Niederwalgern" Verband kippt Urteil des Sportgerichts

Die Rauferei im Anschluss an das Finale um den 14. Bitburger-Intersport-Begro-Cup in Niederwalgern am 17. Januar, die in Fußballerkreisen mächtige Wellen geschlagen hatte, wird erneut vom Sportgericht des Fußballkreises Marburg verhandelt werden müssen. Dessen Urteil vom 15. Februar ist vom Verbandsgericht aufgehoben worden.

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Marburg. Anlass für die Entscheidung der übergeordneten Rechtsinstanz ist die Berufung des VfB Marburg gegen die Sperre seines Spielers Ahmet Marankoz. In diesem Zusammenhang erkannte das Verbandsgericht einen Formfehler des hiesigen Sportgerichts unter der Leitung des Vorsitzenden Bernd Rhiel. Der bezog sich auf die Entscheidung, die Öffentlichkeit von der Verhandlung auszuschließen. Rhiel hatte seinerzeit den Ausschluss verfügt (die OP berichtete). Dieser sei angeblich zweckdienlich, „weil so viele Betroffene, Beschuldigte und Zeugen geladen würden“ und die andere Dimensionen als normale Sportgerichtsverhandlungen habe.

Gleichwohl wurde der Presse Zutritt zur Verhandlung gewährt. Der Vorsitzende des Verbandsrechtsausschusses Horst-Günther Konlé hatte schon damals mitgeteilt, dass er den Ausschluss der Öffentlichkeit für nicht gerechtfertig halte. Das sieht offenbar auch das Verbandsgericht so. Dessen Vorsitzender Halil Öztas, der inzwischen Bürgermeister von Heusenstamm ist und sein Amt im Juni auf dem Verbandstag abgeben wird, bezeichnete den Teilausschluss der Öffentlichkeit, der in der Rechts- und Verfahrensordnung des HFV so nicht vorgesehen ist, als formellen Mangel. Somit sei in der Sache neu zu verhandeln.

Inzwischen ist Rolf Usinger Vorsitzender des Kreissportgerichts. „Wir werden die vorliegenden Aussagen noch einmal sichten und dann entscheiden, ob wir zu einem öffentlichen Verfahren einladen oder ein schriftliches Verfahren wählen“, sagt er.

von Bodo Ganswindt

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