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Urteil: Auf Hose runter folgt eine Sperre

Fußball Urteil: Auf Hose runter folgt eine Sperre

Selten war ein Fall vor dem Sportgericht in der jüngeren Vergangenheit so bizarr, wie der am Freitagabend in der Gaststätte Hofmann in Erfurtshausen.

Erfurtshausen. Es ging um die Entgleisungen, die sich vor rund einem Monat im Finale der Marburger Hallenstadtmeisterschaft ereignet hatten.

Schon damals machte ein großer Aufreger die Runde: Ein Bauerbacher Spieler hatte nach dem umjubelten 3:3-Ausgleich die Hose heruntergezogen und seinen Hintern in Richtung des Publikums gestreckt. Das Sportgericht des Fußballkreises Marburg wertete diese abfälligen Gesten als Beleidigung, sperrte den Spieler für sechs Wochen und sprach gegen den Verein zudem eine Geldstrafe von 100 Euro aus, weil es auch nach dem Ende der Begegnung noch zu Tumulten gekommen war.

Bauerbach räumte die Vorwürfe ein, akzeptierte aber das Urteil noch nicht. Das Strafmaß sei zu hoch, argumentierte der Vereinsvorsitzende Edmund Euker. Der Beschuldigte war aus beruflichen Gründen selbst nicht anwesend. Bauerbach hat nach der Verhandlung sieben Tage Zeit, um über einen möglichen Einspruch zu beraten.

Aber auch der Finalgegner, die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg, wurden vom Sportgericht mit einer Strafe von 100 Euro zur Kasse gebeten. Einer der Spieler der SF BG, an diesem Tag nur Zuschauer, hatte nach dem 3:3 eine leere Plastikflasche aufs Spielfeld geworfen und damit wohl der ohnehin aufgeheizten Atmosphäre noch einmal Zündstoff gegeben. Das Sportgericht verstand diesen Wurf als Tätlichkeit und sperrte den Flaschenwerfer für drei Wochen.

von Yanik Schick

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