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Unterm Strich überwiegt das Positive

Basketball, Bundesliga Frauen Unterm Strich überwiegt das Positive

Das Aus im Playoff-Viertelfinale bei den New Baskets Oberhausen ist noch nicht verdaut, doch beim BC Pharmaserv Marburg richten sich die Planungen bereits mit Hochdruck auf die neue Saison.

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Platz zwei nach der Hauptrunde, Einzug ins Final Four um den Pokal: Der akribische Trainer Patrick Unger erreichte mit den „Dolphins“ mehr, als viele erwartet hatten. Foto: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Ich muss das erst noch verarbeiten. Bei mir ist momentan ein bisschen Leere angesagt“, erklärte gestern BC-Coach Patrick Unger, für den eine unterm Strich positive Saison mit dem Aus in Oberhausen beendet ist. Zumindest offiziell. Denn schon seit Wochen laufen Gespräche mit den Spielerinnen, potenziellen Neuzugängen und Sponsoren im Hinblick auf die kommende Spielzeit.

„Wir hatten für diese Saison sehr defensiv geplant, haben jetzt aber auch einen sehr positiven Quartalsabschluss, auch wenn es schön gewesen wäre, wenn wir weitere Playoff-Einnahmen gehabt hätten“, erklärt Björn Backes, 2. Vorsitzender des BC Pharmaserv und ergänzt: „Wir schauen, dass wir jetzt Stück für Stück zu Potte kommen.“

Denn bis auf Kellindra Zackery, die ihren Vertrag bereits für die kommende Saison verlängert hat, und Finja Schaake, die mündlich für ein weiteres Jahr zugesagt hat, ist der Kader noch völlig offen, weil alle Verträge ausgelaufen sind. Sicher ist nur, dass Ama Degbeon, der Patrick Unger eine große Zukunft im Basketball zutraut, für vier Jahre in die USA aufs College geht und den „Dolphins“ nicht mehr zur Verfügung steht. Natta Gohrke hat ihre Berufsausbildung beendet, ob die 31-Jährige bleibt, hängt von ihrer beruflichen Perspektive ab.

Patrick Unger jedenfalls hat schon seine Vorstellungen, was den Kader betrifft - zumindest zahlenmäßig. „Wir müssen noch mindestens drei Spielerinnen hinzubekommen. Ich hätte gerne zwölf Spielerinnen im Kader, von denen mindestens zehn auch um Spielzeit konkurrieren“, unterstreicht der 31-jährige Familienvater. Daneben aber sollen auch weiter junge Spielerinnen gefördert werden. Über die Kooperation mit Grünberg werde die ein oder andere Spielerin noch hinzukommen.

Aber: Man habe in dieser Saison gesehen, dass der Kader zu dünn gewesen sei. „Wir haben das ganze Jahr ohne Ausfälle und größere Verletzungen durchgehalten. Das war unser Glück. Dann ist Natta Gohrke ausgefallen, und beim Final Four im Pokal und in den Playoff-Spielen sind wir am Ende am Rande des Zahnfleischs gelaufen. Wir müssen sehen, dass dieses Jahr eine Harakiri-Aktion war, um Geld zu sparen. Wir können aber nicht davon ausgehen, dass das in der neuen Saison wieder so ist, auch wenn unser Etat immer noch nicht gut bestückt ist“, weiß Unger auch um die Schwierigkeiten der Saisonplanung.

Auch wenn die Saison mit vier Niederlagen beim Final Four im Pokal und den Playoffs endete und die Enttäuschung noch groß ist, sieht Unger die Spielzeit dennoch unter dem Strich positiv. „Wir hatten uns intern zwar schon erhofft, dass es mehr als der Klassenerhalt werden würde. Dass wir nach der Hauptrunde aber Zweiter waren, war ein Highlight. Dafür können wir uns zwar nichts kaufen, aber wir waren selbst überrascht, dass wir in der Lage waren, das zu leisten.“

Das Team habe harmoniert, die Spielfreude war spürbar. Doch die Mannschaft ist nicht alles. „Wir hatten auf dem Feld, aber auch neben dem Feld ein Superteam. Der ganze Trainerstab hat glänzende Arbeit geleistet. Und die Fans waren ein Hammer“, ist Unger voll des Lobes. „Ich werde noch letzte Dinge für meine A-Lizenz regeln, mich weiterbilden und den Kader zusammenstellen. Und dann versuche ich in den zwei Wochen Urlaub mit der Familie, die mein großer Rückhalt ist, nicht an Basketball zu denken“, skizziert der 31-Jährige seine nächsten Wochen.

von Frank Steinhoff-Wolfart

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