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Unger imponiert die Moral seines Teams

Basketball-Bundesliga, Frauen Unger imponiert die Moral seines Teams

Im Pokal-Achtelfinale war Endstation für die Marburgerinnen. Beim Erstliga-Konkurrenten New Basket Oberhausen unterlag der BC Pharmaserv mit 61:71.

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Marburgs Alissa Pierce (links) versucht, an der Oberhausenerin Amber Stokes vorbeizuziehen. Pierce erzielte neun Punkte.

Quelle: Melanie Schneider

Oberhausen. Die Spielerinnen waren sichtlich geknickt. Dennoch klatschten sie nach Spielende artig mit den 40 mitgereisten BC-Fans ab. Beide Seiten hatten alles gegeben. „Natürlich hätten wir gern gewonnen. Daher ist es auch gut, dass die Spielerinnen enttäuscht sind. Aber wir haben heute wieder viel Positives gesehen“, sagte Marburgs Trainer Patrick Unger.

Nach dem Wasserburg-Spiel vor Wochenfrist sei es die zweite gute Partie seiner Schützlinge in Folge gewesen. Dass es nicht zum Einzug ins Viertelfinale gereicht hat, wo mit den Rhein-Main Baskets eine lösbare Aufgabe gewartet hätte, lag laut Unger auch am fehlenden Selbstvertrauen. Bei der Block-Verteidigung, beim Ausboxen und auch in der Defense gegen den Fastbreak sah der 31-Jährige „viele dumme Fehler. Die machst du aber auch nur, wenn du ein paar Mal hintereinander verloren hast“.

Punkte mussten hart erarbeitet werden

Überdies warteten die Gastgeberinnen mit überdurchschnittlicher Treffersicherheit auf. 47 Prozent der NBO-Würfe aus dem Feld flutschten durch die Reuse. Besonders Monique Reid (24 Punkte) und Amber Stokes (17) waren nicht zu stoppen. Selbst gegen gute Verteidigungsaktionen setzten sich die Amerikanerinnen immer wieder spektakulär durch.

Die BC-Spielerinnen mussten sich ihre Punkte deutlich härter erarbeiten. Am Ende saß nur jeder dritte Wurf. Das Duell um die Rebounds gewannen Koop, Thimm und Co. zwar. Aber auch im Nachsetzen unter dem Korb blieben erneut viele relativ leichte Punkte liegen.

Nur einmal lagen die Gäste vorn (4:2). Dann zog Oberhausen langsam davon. Über 16:11 zur ersten Pause schien die Partie nach acht Zählern in Serie von Jenny Menz beim 36:21 für NBO nach 17 Minuten vorentschieden. Doch die Marburgerinnen steckten nicht auf. Durch sieben Punkte hintereinander waren sie zur Halbzeit wieder dran (28:36).

Zehn Minuten später war beim 45:55 immer noch alles drin. Durch energischen Einsatz von Brittany Wilson kam der BC gar auf 50:56 heran. Und wer weiß, ob die Partie nicht gekippt wäre, wenn die Marburgerinnen eine ihrer zahlreichen Möglichkeiten genutzt hätten, um weiter zu verkürzen.

Stattdessen trumpfte nun Monique Reid groß auf. Elf ihrer 24 Zähler erzielte die US-Amerikanerin für NBO im letzten Viertel.

Doch auch angesichts der sich abzeichnenden Niederlage legten sich die Marburgerinnen weiter ins Zeug. Das imponierte ihrem Trainer. „Selbst bei nur noch 40 Sekunden und zehn Punkten Rückstand sind wir noch auf den Steal gegangen.“ Genau so habe er sich das vorgestellt.

„Wir hätten auch gewinnen können“, ärgerte sich Unger, blickte aber positiv voraus: „Das Spiel am kommenden Samstag ist natürlich viel wichtiger.“ Schließlich geht es gegen Bad Aibling im direkten Duell der Kellerkinder um zwei „Big Points“ im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga. „Wir wollen die positiven Dinge der beiden jüngsten Spiele mitnehmen und noch eine Woche lange gut trainieren. Und dann ist endlich Pause“, sagte Unger.

Statistik

NB Oberhausen – BC Pharmaserv Marburg 61:71(16:11, 20:17, 19:17, 16:16)

Oberhausen: Hill 2, Meinhart 2, Mersch 9, Menz 8/1, Reid 24 (11 Rebounds), Stiller 5/1, Stokes 17 (9 Reb, 3 Assists), Tews 4

Marburg: Baker 5/1, Crowder, Köppl, Koop 12 (10 Reb.), Masek 3/1, Pierce 9/1 (3 Ass.), Schaake 13/1, Thimm 5 (10 Reb., 3 Steals), Wilson 14

Zuschauer: 250

von Marcus Richter

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