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Unger erwartet „Spiel auf Augenhöhe“

Basketball-Bundesliga Unger erwartet „Spiel auf Augenhöhe“

An das Hinspiel im Oktober in Hannover erinnern sich die Blue Dolphins ungern zurück. Am Sonntag wollen sie in eigener Halle Revanche für die deut­liche 69:84-Niederlage beim Turn-Klubb nehmen.

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Rechnet am Sonntag gegen Hannover mit einer besseren Leistung als im Hinspiel: BC-Trainer Patrick Unger.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Das Ziel ist - natürlich - ein Sieg; auch das siebte Heimspiel der Saison will der BC Pharmaserv Marburg am Sonntag (16 Uhr; Georg-Gaßmann-Halle) gewinnen, zum insgesamt achten Mal in dieser Spielzeit punkten. „Aber das wird ein harter Test für uns“, glaubt Patrick Unger. Der Trainer rechnet mit einem „Spiel auf Augenhöhe“.

Hannover ist mit einer ausgeglichenen Bilanz von je sechs Siegen und Niederlagen in die Weihnachtspause gegangen, liegt damit klar auf Playoff-Kurs und rangiert als Bundesliga-Sechster direkt hinter Marburg. Anders als der BC hat der TK bereits ein Pflichtspiel in diesem Jahr bestritten - und Selbstvertrauen gesammelt: Am vergangenen Sonntag gewann das Team von Trainer Rodger Battersby zu Hause mit 85:71 gegen Ligakonkurrent Halle Lions und qualifizierte sich dadurch neben Titelverteidiger TSV Wasserburg sowie dem Herner TC und den Rutronik Stars Keltern fürs Finalturnier des DBBL-Pokals.

Birte Thimm fehlte dem Aufsteiger dabei. Nach einem im Oktober erlittenen Kreuzband­riss wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis die im vergangenen Jahr von den Blue Dolphins in die niedersächsische Landeshauptstadt gewechselte Nationalspielerin aufs Feld zurückkehren wird. „Wir hätten uns auf ein Wiedersehen mit ihr gefreut“, sagt Unger, redet aber nicht drumherum: „Damit fehlt dem Gegner eine der besten Spielerinnen.“ Zugleich betont der BC-Coach: „Hannover hat einen höheren Etat, ist entsprechend gut besetzt.“

Der Trainer setzt auf den Lerneffekt im Team

Im Hinspiel steuerte Thimm zehn Punkte zum 84:69-Heimsieg des Liganeulings bei. Die Marburgerinnen enttäuschten nach ordentlichem Beginn im zweiten und dritten Viertel, lagen zwischenzeitlich mit 43:70 hinten. „Wir waren energielos und haben kopflos agiert“, blickt Unger auf die Partie von Anfang Oktober zurück. Die Lahnstädterinnen bekamen vor allem Melissa Jeltema nicht in den Griff; die US-amerikanische Flügelspielerin kam allein auf 32 Punkte. „Sie hat uns mächtig wehgetan, aber das wird nicht noch einmal geschehen“, ist Unger überzeugt. „Die Spielerinnen wissen, was nicht gut gelaufen ist. Eine Qualität unserer Mannschaft ist, dass sie aus Fehlern lernt und diese abstellt.“ Ansonsten gelte: „Wir müssen konzentriert verteidigen. Hannover darf nicht ins Rollen kommen.“ Seine Vorgabe für jedes Spiel: den Gegner unter 60 Punkten halten.

In der kurzen Weihnachtspause hielten sich die Marburgerinnen individuell fit, seit 4. Januar arbeitet Unger wieder mit dem Team. „Wir haben anderthalb Wochen gut gearbeitet und das Niveau langsam gesteigert, um im ersten Spiel alles abrufen zu können.“ Am Donnerstagabend testeten die Bundesliga-Frauen gegen die Oberliga-Männer des BC, auch um noch mal an Spielzügen zu feilen.

Bis auf Mali Sola (Kreuzbandriss) hatte Unger im Training alle Spielerinnen beisammen. Die Bulgarin Diana Voynova ist zwar angeschlagen, aber voraussichtlich einsatzbereit.

von Stefan Weisbrod

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