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Unger: "Wir feuern aus allen Rohren"

Basketball, Top4 Unger: "Wir feuern aus allen Rohren"

Seriensieger Wasserburg geht am Samstag (ab 14 Uhr) und Sonntag (ab 12 Uhr) als klarer Topfavorit in die Pokalendrunde. Die wird aber alles andere als ein Langweiler - meinenTrainer, Funktionäre, Fans und Spielerinnen.

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Abklatschen für den Pokalcoup: BC-Trainer Patrick Unger freut sich darauf, um den ersten Titel der Saison zu spielen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Mit Ausnahme von Saarlouis haben es alle Topteams zur Endrunde nach Marburg geschafft. Die OP holte vor dem „Sparkassen Top4“ ein Meinungsbild ein.

OP: Was macht die Faszination des Top4-Turniers aus?

Patrick Unger (Trainer BC Marburg): Wir dürfen um den ersten Titel der Saison spielen. Ich finde es ganz toll, dass sich vier Mannschaften an einem Wochenende treffen und man viel Basketball gucken kann. Ich erlebe das jetzt schon zum zweiten Mal. Es ist schon eine besondere Atmosphäre. Für uns erst recht, weil es ein Heimspiel ist.

Georg Eichler (Trainer TSV Wasserburg): Wie man so schön sagt: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Es kommt alles auf ein Spiel an. Deshalb herrscht ein anderer Druck als in den Playoffs. Es hängt auch viel vom Heimvorteil und von der Tagesform ab.

Christian Hergenröther (Trainer Rutronik Stars Keltern): Neben der Liga ist das ein weiterer Wettbewerb, in dem man etwas gewinnen kann. Zweitens kommt man mit vielen Spielerinnen, Trainern und Fans zusammen, vor einer hoffentlich guten Zuschauerkulisse. Es ist ein Event, das mehr ist als nur ein Spiel am Wochenende.

Marek Piotrowski (Trainer Herner TC): Die Entscheidung fällt von Spiel zu Spiel. Man kann Niederlagen nicht mehr korrigieren wie in der Bundesliga. Es ist immer ein nettes Erlebnis, viele Mannschaften zu treffen. Und es ist eine gute Vorbereitung auf die Playoffs.

Birte Thimm (Mannschaftskapitänin BC Marburg): Gerade in diesem Jahr ist das Top4 von großer Bedeutung, weil es kein Season Opening gab. Das war immer etwas Besonderes, wir Spielerinnen und die Fans vermissen das.

Jürgen Hertlein (Vorsitzender BC Marburg): Wir gehören zur Spitze der Bundesliga, aber ein Top4 haben wir in Marburg noch nie ausgerichtet. Es ist ein Highlight für den BC. Möglich ist das nur mit Hilfe unserer Sponsoren, ohne die wäre es nicht gegangen.

Volker Elmshäuser (Vorsitzender Blue-Dolphins-Fanclub): Es ist interessant, weil da die besten Mannschaften der Liga antreten. In letzter Zeit ist die Meisterschaft recht ausgeglichen - mit Ausnahme von Wasserburg.

OP: Welche Rolle kann Ihre Mannschaft spielen?

Unger: Es ist schwer zu sagen aufgrund der vielen Verletzungen. Mit Wasserburg haben wir das schwerste Los erwischt, das kann aber auch motivierend wirken.

Eichler: Ohne arrogant zu sein: Wir gehen schon als Topfavorit ins Turnier. Das haben wir uns erarbeitet in den letzten beiden Saisons, in diesem Jahr haben wir sogar noch souveräner in der Liga gespielt. Aber es muss alles erst einmal in ein Spiel gelegt werden. Ich hoffe, dass unsere Siegesserie anhält.

Hergenröther: Wir gehen als Underdog rein. Es geht darum, erst einmal ein Spiel zu gewinnen oder zu verlieren. Herne hat eine unglaublich tief besetzte Mannschaft mit vielen Nationalspielerinnen. Das ist der mit Abstand zweitbeste Kader der Liga.

Piotrowski: Wir versuchen, das Beste rauszuholen. Alle vier Mannschaften gehören zum Besten, was die Liga zu bieten hat, mit einem kleinen Vorteil für Wasserburg. Es werden knappe Spiele.

Thimm: Wir müssen gegen Wasserburg unser „A-Game“ zeigen. Es gilt, sich auf uns zu konzentrieren, die richtigen Verteidigungswege zu laufen und in der Offensive viel in den Rücken der Gegner zu schneiden. Wir wissen, was jeder von Wasserburg am liebsten macht.

Hertlein: Ich hoffe auf einen Paukenschlag gegen Wasserburg und der ist auch nicht auszuschließen. Wir werden es aber locker angehen. Wasserburg ist halt Wasserburg. Wenn es nicht klappen sollte, müssen wir alles daran setzen, den dritten Platz zu holen.

Elmshäuser: Wir müssen gut ins Spiel starten und gut weitermachen. Wasserburg spielt momentan mal besser und mal schlechter. Sie sind etwas launenhaft, trotzdem haben sie alle Spiele gewonnen.

OP: Warum gewinnt Wasserburg diesmal nicht?

Unger: Weil wir einen guten Tag haben werden, aus allen Rohren feuern und das bei Wasserburg verhindern. Ich hoffe, dass wir die Mannschaft sein werden, die Wasserburg endlich schlägt.

Eichler: Wenn wir gut vorbereitet sind und konzentriert spielen, wird es ganz schwer, uns zu schlagen.

Hergenröther: Weil sie auch erst einmal zwei Spiele gewinnen und ihre Leistung abrufen müssen. Für kein Team wird es einfach. Mit Marburg hat Wasserburg im Halbfinale einen schwierigen Gegner.

Piotrowski: Im Fußball freuen sich auch alle, wenn Bayern München verliert. Außer die Bayern-Fans natürlich. Die letzte Niederlage Wasserburgs ist zwei Jahre her. Das war im Playoff-Halbfinale bei uns in Herne, an meinem Geburtstag. Die Mannschaft, die Wasserburg schlägt, kann stolz sein. Aber erst einmal müssen sie gegen Marburg gewinnen, das wird spannend.

Thimm: Wasserburg gewinnt nicht, weil sie schon zu viele Siege in Folge auf dem Konto haben. Unter den Top-Teams soll sich Wasserburg erst einmal durchsetzen und die Leistung erst einmal auf den Punkt bringen.

Hertlein: Es wird irgendwann passieren, dass man Wasserburg schlägt. Wir glauben - wie die anderen Mannschaften auch - daran, dass wir sie schlagen können.

Elmshäuser: Weil sie schon viel zu viel gewonnen haben. Wenn es um ein wichtiges Turnier oder eine Playoff-Serie geht, haben wir sie das letzte Mal 2003 in den Playoffs geschlagen, wenn ich mich richtig erinnere. Es wird Zeit.

  • Halbfinals: Rutronik Stars Keltern - Herner TC (Sa., 14 Uhr), BC Pharmaserv Marburg - TSV Wasserburg (Sa., 17 Uhr). Spiel um Platz 3 (So., 12 Uhr). Finale (So., 15 Uhr).
  • Das Zwei-Tages-Ticket kostet 20 Euro (ermäßigt 18 Euro), das Tages-Ticket 14 Euro (ermäßigt 12 Euro).

von Holger Schmidt

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