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Unger: "Die Räder greifen ineinander"

Blue Dolphins Unger: "Die Räder greifen ineinander"

Platz fünf in der Bundesliga, das Viertelfinale im Pokal erreicht: Die Basketballerinnen des BC Pharmaserv Marburg können mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden sein.

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Ein Trainer, ein Team: Marburgs Headcoach Patrick Unger ist mit dem Abschneiden seiner Mannschaft bislang zufrieden. Foto: Miriam Prüßner

Quelle: Miriam Pruessner

Marburg. „Wir sind im Soll. Das ist das, was wir erhofft und gewünscht haben, wohin die Reise geht“, sagt Patrick Unger, Headcoach der „Dolphins“. „Ich glaube, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben werden, sondern wir können nach oben schauen und mit den Playoffs planen“, definiert der 32-Jährige die neue Zielrichtung, nachdem seine Mannschaft im Dezember in drei Punktspielen und im Pokal-Achtelfinale als Sieger vom Parkett ging und sich eine gute Ausgangsposition für den Rest der Saison verschafft hat.

Nach dem 78:53-Erfolg in Nördlingen gegen die Wohnbau Angels Donau-Ries ist nun eine kurze Weihnachtspause angesagt. Ab dem 29. Dezember erwartet Unger, der noch bis morgen bei einem Lehrgang der weiblichen U-18-Nationalmannschaft in Heidelberg im Einsatz ist, seine Spielerinnen wieder zur Vorbereitung auf das Pokal-Viertelfinale beim TuS Bad Aibling, Spitzenreiter der 2. Liga Süd (Sonntag, 3. Januar, 16.30 Uhr).

„Die Spielerinnen und auch ich brauchen die Pause, um zu regenerieren. Die Saison war lang und man hat in der ersten Halbzeit in Nördlingen gesehen, dass wir schon auf dem Zahnfleisch gegangen sind“, sagt Unger. „Wir haben aber auch ein Team, das es dann dennoch selbst schafft, den Schalter noch umzulegen“, lobt Marburgs Übungsleiter sein Team.

Grund dafür sei die Tiefe des Kaders. „Das ist ein ganz wichtiger Faktor, um den uns viele Mannschaften in der Bundesliga beneiden“, unterstreicht Unger. Genauso wichtig aber sei, dass die Mannschaft auch charakterlich zueinander passt. „Das funktioniert bei uns, und da bin ich auch ein bisschen stolz, dass wir bei der Zusammenstellung des Teams ein glückliches Händchen hatten“, betont der 32-Jährige. Schließlich habe die Mannschaft im Vergleich zur vergangenen Saison mit fünf Neuzugängen (Stephanie Lee, Katlyn Yohn, Patricia Benet, Svenja Greunke und Rückkehrerin Julia Gaudermann) ein völlig anderes Gesicht bekommen.

„Wir haben ein Team, das Spaß hat miteinander zu spielen, und sich täglich verbessern will. Wir haben viele Spielerinnen, die gut sind, aber keine herausragenden. Aber das macht unsere Stärke aus, denn als Kollektiv sind wir schwer zu schlagen“, sieht der Trainer einen weiteren Grund für den bislang positiven Saisonverlauf. So könne sich die ein oder andere Spielerin auch einmal einen schwächeren Tag erlauben, weil dann andere dafür in die Bresche springen.

„Die Konstanz ist halbwegs da gewesen. Wir sind defensiv sehr nah an dem, was wir haben wollten, müssen uns aber in Drucksituationen noch verbessern. Es spricht aber für das Team, dass es viel untereinander kommuniziert und selbst Lösungen findet. Das macht unseren Job als Trainer einfacher“, sagt Unger und schließt seinen Co-Trainer Andreas Steinbach mit ein.

Die medizinische Abteilung und Athletik-Trainer Stefan Weil hätten ihren erheblichen Anteil dazu beigetragen, dass seine Mannschaft bislang von größeren Verletzungen verschont geblieben sei, sieht Unger einen weiteren Grund für die positive Zwischenbilanz der Saison.

Dennoch: Unger wäre nicht Unger, wenn er alles nur rosarot malen würde. „Wir haben uns bei den Niederlagen gegen Rotenburg, Saarlouis und Herne praktisch selbst geschlagen, hätten jetzt locker sechs Punkte mehr auf dem Konto haben können. Wir müssen es im neuen Jahr anpeilen, dass wir auch gegen die Top-4-Teams bestehen können“, fordert Unger für die ausstehenden Spiele.

Personelle Veränderungen wie bei anderen Teams wird es beim BC Pharmaserv in der Weihnachtspause allerdings nicht geben. „Das Team passt zueinander. Die Räder greifen ineinander. Warum sollten wir daran etwas verändern wollen“, unterstreicht der Coach selbstbewusst.

von Frank Steinhoff-Wolfart

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