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Lokalsport Undankbare Aufgabe für Patrick Unger
Sport Lokalsport Undankbare Aufgabe für Patrick Unger
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17:02 31.01.2013
Von Heike Schmidt
Beim klaren 80:57-Erfolg im Hinspiel zieht Marburgs Finja Schaake gegen Hernes Katarina Flasarova vorbei zum Korb.Foto: Nadine Weigel Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Die Freistellung der Basketball-Fachfrau Aleksandra Kojic hat nicht nur im Marburger Umfeld, sondern darüber hinaus ligaweit für Verwunderung und Unverständnis gesorgt. Nach vier Niederlagen in Folge (drei in der Meisterschaft und eine im Pokal) übernimmt nun Patrick Unger das Ruder und soll der jungen Mannschaft neues Selbstvertrauen einimpfen. Für den 30-Jährigen ist es die erste Station als Trainer einer Frauenmannschaft.

In seiner neuen Rolle geht es für den bisherigen Coach der Oberliga-Männer nun am Samstag (18 Uhr) zum Herner TC. Viel undankbarer könnte der Start für den neuen Trainer der „Blue Dolphins“ gar nicht sein - außer vielleicht, es wäre ein Heimspiel. Der Tabellenvorletzte aus dem Ruhrgebiet hat bislang erst zweimal gewonnen in dieser Saison und verspielte mit der 68:85-Niederlage bei den Rhein-Main Baskets wohl die letzte Chance auf den Klassenerhalt.

Basketball-Marburg erwartet nichts anderes als einen Sieg in Herne, zumal auch schon das Hinspiel (80:57) eine klare Sache für den BC war. Viel gewinnen kann Unger bei seiner Premiere an der Seitenlinie also nicht. „Wir müssen zusehen, unser Bestmöglichses zu geben“, sagt der Coach, der sich noch mitten in der Einarbeitungsphase befindet. Einzelgespräche am Dienstag, das erste Training am Mittwoch - viel kann Unger deshalb noch nicht zu seinen neuen Schützlingen sagen, die er in dieser Saison bisher dreimal im Bundesliga-Einsatz gesehen hat. Er sei darum bemüht gewesen, so weit wie möglich „Normalität reinzubringen“.

Allerdings: Das wird ein schwieriges Unterfangen. Unger antwortet auf die Frage nach seinem Eindruck von den Einzelgesprächen: „Wie soll der Eindruck schon sein, nachdem eine langjährige Trainerin entlassen wurde?“ Details über interne Gespräche wolle und werde er jedoch nicht preisgeben.

Bei der Umstellung auf ein Frauen-Team erwartet Unger keine Probleme: „Ich glaube nicht, dass es großartig anders wird. Im Prinzip kann ich mit den gleichen Mitteln arbeiten.“ Auch die Ansprache auf Englisch wird nicht ganz neu sein für den 30-Jährigen: „Ich habe ja selbst zwei Jahre in Kanada gespielt und kann mich ganz gut artikulieren.“

Von 2007 bis 2009 spielte Unger während seines Studiums in Edmonton für das dortige College-Team, in den zwei Jahren davor und danach war er in der 2. Bundesliga für den TV Lich (inzwischen umbenannt in Licher BasketBären) bzw. die Gießen Pointers aktiv.

von Holger Schmidt

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