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Trainer arbeitet an Marburger Identität

Unger verlängert bei Blue Dolphins Trainer arbeitet an Marburger Identität

Patrick Unger bleibt dem BC Pharmaserv Marburg erhalten. Der Trainer verlängerte seinen Vertrag beim Basketball-Bundesligisten bis 2017.

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Patrick Unger gibt bis 2017 als Trainer der Blue Dolphins die Richtung vor.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Ich möchte hier mithelfen eine Spielkultur zu entwickeln – auf und außerhalb des Feldes“, sagt Patrick Unger und spricht von „Marburger Basketball“. Seinen Vorstellungen entsprechend ist der defensiv, aggressiv und unangenehm für jeden Gegner. „Dafür brauchen wir Charaktere, die Spaß daran haben, Teambasketball zu spielen“, erklärt der 32-Jährige.

„Über Meisterschaften müssen wir uns im Moment nicht unterhalten. Aber wir wollen uns oben etablieren.“ In dieser Spielzeit schafften die Marburgerinnen als Hauptrunden-Achter gerade so den Einzug in die Playoffs. Nach der 46:65-Niederlage in der ersten Partie beim amtierenden Meister und Pokalsieger TSV Wasserburg droht aber bereits beim Heimspiel am Ostersamstag (16 Uhr, Gaßmann-Halle) das Aus im Viertelfinale.

Skuballa von Nantes nach Rotenburg

„Ich weiß nicht, was nach der Saison passiert“, sagt Unger. „Ich würde mir wünschen, dass wir eine kleine Identität aufbauen können und nicht jedes Jahr so viele neue Spielerinnen begrüßen müssen.“ Ex-Kapitänin Maggie Skuballa wird jedenfalls nicht zurückkehren.

Nach einem Jahr im französischen Nantes wechselt die Flügelspielerin nun zu den Hurricanes nach Rotenburg. „Maggie war kein Thema“, sagt Unger zu der Personalie. „Viele im Verein sind dankbar für das, was sie für den BC getan hat.“ Aber ihr Abgang sei auch ein Signal für einen Neuanfang gewesen. Jetzt sucht der BC ein neues, prägendes Gesicht, im Idealfall für die nächsten Jahre. „Finja Schaake könnte so jemand sein“, hofft Unger.

Der Trainer soll zumindest in den nächsten beiden Spielzeiten die Geschicke lenken. „Wir sind sehr froh, die nächsten beiden Jahre mit ihm weiterarbeiten zu können“, sagt BC-Vizepräsident Björn Backes. „Gerade weil wir gemeinsam – als Vorstand und Trainer – in der abgelaufenen Saison Fehler in der Personalauswahl gemacht haben und schwierige Saisonphasen bestehen mussten, sind wir von seiner Arbeit überzeugt.“ Es sei in jeder Situation möglich gewesen, offen und vorwärts gerichtet zu kommunizieren und zu analysieren. „Dies hat das gegenseitige Vertrauen gestärkt und lässt uns positiv in die Zukunft blicken.“

Eigene Ansprüche liegen höher als bei Platz 8

Für Patrick Unger waren mehrere Gründe ausschlaggebend für sein Bleiben: „Ich habe mir durch den Kopf gehen lassen, was für mich als Trainer wichtig ist.“ Zum einen nennt er die Nachwuchsförderung in Kooperation mit Grünberg. „Ich arbeite gut mit Aleks Kojic zusammen, das macht Spaß“, betont Unger. Zum anderen sieht er Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung. „Mir wird am Standort Marburg die Chance gegeben, mich auszuprobieren.“ Zudem sei er auch familiär in Marburg eingebunden.

Klar ist für Patrick Unger aber auch: „Meine Ansprüche sind höher als das, was wir in dieser Saison gespielt haben.“ Mit dem Druck habe er in den vergangenen zwei Jahren – seit er also für die Geschicke der Blue Dolphins verantwortlich zeichnet – umzugehen gelernt. Seine Ziele: Er möchte die Spielerinnen weiterentwickeln und dabei so erfolgreich wie möglich abschneiden. Ob das erst für die kommende Saison gilt oder noch in diesen Playoffs umgesetzt werden kann, wird sich schon Samstag zeigen.

von Holger Schmidt

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