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Trainer Wiemers erwartet "ganz enge Kiste"

Kunstturnen Trainer Wiemers erwartet "ganz enge Kiste"

Albert Wiemers sieht sein Team nicht als Favorit, trotzdem sagt der Trainer der KTV Obere Lahn vor dem Bundesliga-Wettkampf gegen den TSV Monheim ganz deutlich: "Unser Ziel ist ein Sieg."

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Quelle: Michael Hoffsteter

Biedenkopf. Der Auftakt gelang nicht, die Niederlage in Stuttgart ist aber abgehakt. „Wir wissen, woran es gelegen hat“, erklärt Albert Wiemers: „Wir sind in den Wettkampf nicht gut reingekommen, haben uns am Seitpferd verturnt.“ Soll es morgen Abend (18 Uhr) beim ersten Heimauftritt der Saison in der Sporthalle der Biedenkopfer Lahntalschule mit den ersten Punkten klappen, müssen die Fehler abgestellt werden. Positiv stimmt den Trainer, dass sich die KTV-Sportler bei der Saisonpremiere „in den Wettkampf hinein geturnt“ haben. Daran gelte es anzuknüpfen.

Personell wird es gegenüber der Niederlage mit 3:9 Gerät- und 31:45 Scorepunkten „keine gravierenden Veränderungen“ geben, kündigt Wiemers an. Bedeutet auch: Fabian Hambüchen ist nicht dabei, Andrey Likhovitskiy ebenfalls nicht.

Hambüchen steht wegen Fernsehaufnahmen nicht zur Verfügung. Dass der Reck-Olympiasieger in der nächsten Woche auch beim Auswärtswettkampf in Straubenhardt fehlt - zeitgleich am Samstagabend tritt er in der ProSieben-Liveshow „Schlag den Star“ gegen Comedian Bülent Ceylan an -, hält Wiemers für „weniger gravierend, weil wir dort sowieso klarer Außenseiter sind“. Das Fehlen seines Superstars an diesem Samstag bezeichnet Wiemers als „ein bisschen blöd“. Aber: „Wir können es nicht ändern.“

Likhovitskiy fehlt verletzt

Beim zweiten Heimwettkampf am 22. Oktober gegen den TV Wetzgau aus Schwäbisch Gmünd, für den die KTV in die Großsporthalle am Georg-Gaßmann-Stadion in Marburg ausweicht, soll der Wetzlarer hingegen dabei sein. Likhovitskiy, in der vergangenen Saison zweitbester Punktesammler der Bundesliga, wird voraussichtlich auch dann noch fehlen. Wegen einer empfindlichen Verletzung am Handgelenk musste der gebürtige Russe, der bei den Olympischen Spielen in Rio für Weißrussland Platz 18 im Mehrkampf erreichte, im September operiert werden. „Andrey turnt zwar schon wieder, aber er kann nicht richtig stützen“, erläutert Wiemers. „Es wäre unverantwortlich, ihn jetzt schon wieder einzusetzen.“ Realistisch sei, dass Likhovitskiy bei den beiden Wettkämpfen im November - am 12. in Saarbrücken und am 19. gegen den Siegerländer KV - wieder mitmischen kann.

Trotz des Fehlens der beiden Stars ist Wiemers davon überzeugt, dass gegen Monheim ein Sieg möglich ist - zwei Punkte seien das klare Ziel. „Vom Papier her sind unsere Chancen besser als in Stuttgart. Monheim ist schwächer einzuschätzen“, sagt er, betont aber auch: „Leicht wird es auf keinen Fall. In der aktuellen Besetzung sind wir nicht favorisiert.“ Schlechte Erinnerungen hat er ans Vorjahr: In der Saison 2015 unterlag die KTV beim TSV, geriet dadurch in Abstiegsgefahr.

Die Mannschaft des Turn- und Sportvereins aus der 5000-Einwohner-Stadt im bayerischen Teil Schwabens, der mit Lukas Schlotterer ein Turner aus dem erweiterten Kader der Nationalmannschaft angehört, hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. „Das wird eine ganz enge Kiste“, glaubt Wiemers. Den Ausschlag, ist er überzeugt, könnte das Publikum geben: „Wenn die Halle voll ist und uns alle unterstützen, dann hilft uns das auf jeden Fall.“

von Stefan Weisbrod

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