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Torwart trifft, Mengsberg siegt

Fußball, Verbandsliga Nord Torwart trifft, Mengsberg siegt

Mit einem Abschlagtor Marke "Tor des Jahres" stellte Keeper Lars Berger die Weichen für den ersten Saisonsieg des TSV Mengsberg.

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Die Mengsberger Spieler Alexej Möller (von rechts), Dardan Rama sowie Alexander Wesner (vorn) bejubeln das Abschlagtor von Keeper Lars Berger. Foto: Marcello Di Cicco

Marburg. „Ich hab‘ so ein Ding natürlich noch nicht gemacht. Das hat noch gefehlt, dass ich als Torwart ein Tor schieße. Es ist grandios. Vor allem, weil wir dadurch ein bisschen auf die Siegerstraße geraten sind“, freute sich Mengsbergs Torhüter Lars Berger, der für die Partie extra seinen Urlaub in St. Peter-Ording unterbrochen hatte und mit dem Zug angereist war.

„Wir hatten keinen Keeper, weil Tobias Girschikofsky auch im Urlaub ist. Dann hat sich der Verein Gedanken gemacht. Irgendwann habe ich gesagt: ‚Bevor wir eine Torwartdiskussion losbrechen, verdünnisiere ich mich kurz aus dem Urlaub und fahre dann wieder hin‘.“

Der Wind und die falsche Einschätzung des Gäste-Schlussmannes halfen Berger, dessen Abschlag in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nur einmal im gegnerischen Strafraum auftippte und dann unter der Latte in den Maschen landete (45. + 1). „Ich habe der Mannschaft in der Halbzeit gesagt: ‚Es ist schön und gut, so ein Tor live zu erleben. Aber wenn man so ein Tor grölen will, muss man mit drei Punkten vom Platz gehen‘.“

Und das gelang dem TSV verdientermaßen. Denn im ersten Durchgang drängte die Heimelf die ohne ihren erkrankten Torjäger Sören Gonnermann angetretenen, schwachen Gäste in die eigene Hälfte.

Philipp Kloske mit einem Pfostenschuss (11.), Daniel Hainmüller aus 25 Metern (20.) und Mirco Kleinmann, dessen Heber noch von Tim Gonnermann von der Torlinie gekratzt wurde (30.), vergaben die besten Torchancen der überlegenen Engelhainer.

„In der Defensive standen wir heute richtig gut - und nach vorne ging ja immer etwas. Wir waren immer gefährlich über die Flügel“, freute sich Alexej Möller - genauso wie Mike Kleinmann: „Heute haben wir mit Kampf dagegengesetzt. Wobei ich auch etwas enttäuscht war von Weidenhausen. In unserem ersten Verbandsliga-Jahr waren die wesentlich stärker.“

Erst in einem ausgeglichenen zweiten Durchgang war die in der Offensive harmlose Elf von Trainer Rafael Klajnszmit dem Ausgleich nahe. „Bei Standards war der Gegner immer gefährlich. Da kann immer mal ein Ball durchrutschen, und du ärgerst dich tot“, meinte Selzer.

Doch Andrzej Fydrych mit einem Schuss ins lange Eck (73.) und der eingewechselte Gian-Luca Sanzone nach schöner Vorarbeit von Philipp Kloske (88.) machten den Sack zu.

„Es freut mich für die Jungs, die sich in den vergangenen zwei Spielen den Allerwertesten aufgerissen haben und dafür nicht belohnt wurden. Heute haben wir uns selbst belohnt“, sagte Berger.

von Marcello Di Cicco

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