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Tolle drei Minuten reichen Lohra

Fußball-Kreisliga B Marburg I Tolle drei Minuten reichen Lohra

Die Zeit zwischen der 18. und 21. Spielminute erinnerte ein wenig an das WM-Halbfinale Brasilien - Deutschland. Jeder Schuss ein Treffer. Damit war das Spiel schon entschieden.

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Dreikampf: Luan Ago (links, VfB Lohra) gegen Thico Hofmann (Mitte) und Yannik Naumann (rechts, beide SV Schönstadt). Foto: Benedikt Bernshausen

Quelle: Benedikt Bernshausen

Lohra. Dieter Gerstberger hat es schon vorher gewusst. „Ich tippe gegen Schönstadt klar auf einen 3:1-Heimsieg“, wurde das VfB-„Urgestein“ im Stadionblättchen zitiert. Er sei seinem Bauchgefühl gefolgt, erklärte das Hobby-Orakel.

In den Anfangsminuten waren jedoch die Schönstädter optisch überlegen. Bis zur 18. Minute. Lohras Marvin Horst nahm auf der rechten Außenbahn seinem Bewacher auf fünf Metern zwei ab. In seine scharfe Hereingabe grätschte Schönstadts Verteidiger Dominik Krüger hinein und bugsierte den Ball unhaltbar für seinen Torwart in den linken oberen Torwinkel. „Ich habe sechs Jahre lang Leichtathletik gemacht“, sagte der Vorlagengeber zu seinem klaren Sieg im Sprintduell. „Dass der Ball rein ging, war schon viel Glück“, gestand Horst. Eigentlich habe er Peter Wagner am langen Pfosten anspielen wollen.

Nur eine Minute später stand wieder Horst im Fokus. Nach feinem Pass von Sores Demir drehte sich der 19-Jährige blitzschnell um seine Achse und hämmerte das Leder aus zwölf Metern zum 2:0 unter die Latte. Wieder war Torwart Elsen, der ansonsten einige gute Chancen entschärfte, machtlos.

Die Torhymne mit dem Vers „I like it, here we go again“ war kaum verklungen, da klingelte es schon wieder. Nach einem Kopfballgewusel im Schönstädter Strafraum köpfte Sores Demir den Ball über die Linie. 3:0 nach nur 21 Spielminuten.

„Das 0:1 war für uns der Genickbruch. Davon haben wir uns nicht mehr erholt“, sagte Rene Wenzel, der die Schönstädter als Urlaubsvertretung für Gerd Karcher betreute. „Ansonsten haben wir nicht schlecht gespielt, auch die zweite Halbzeit war offen“, betonte Wenzel. Ein Sonderlob zollte er Markus Sommer: „Wie er beim 1:3 mehrfach nachgesetzt hat, das war schon toll. Leider hat er sich bei der Aktion das Knie verdreht.“

Ein Schicksal, das der Schönstädter mit VfB-Libero Andreas Schmidt teilt. Der war laut seines Trainers Marcus Veith in der 30. Minute im Rasen hängengeblieben und hatte sich am vorgeschädigten Knie verletzt. „Wir wollten als Mannschaft auftreten. Jeder ist für jeden gerannt“, sagte der neue VfB-Übungsleiter. Auch wenn die zweite Hälfte etwas schwächer gewesen sei: „Ich bin zufrieden. Man hat gesehen, dass sich hier einiges bewegt hat. Es passt einfach.“

von Marcus Richter

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