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Lokalsport Spieler trumpfen abseits des Platzes auf
Sport Lokalsport Spieler trumpfen abseits des Platzes auf
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13:48 19.02.2018
Das Internetportal www.transfermarkt.de listet unter anderem die Markwerte der Regionalliga-Spieler. Foto: Thorsten Richter
Stradallendorf

Wenn die Stadtallendorfer an diesem Samstag um 14 Uhr beim FSV Frankfurt in die Restrunde starten, dann messen sich die Herrenwälder auch mit ehemaligen Profis.

„Ob in Kaiserslautern oder bei Waldhof Mannheim – die Frankfurter Spieler wurden alle bei Top-Vereinen ausgebildet“, warnt TSV-Übungsleiter Dragan Sicaja, der auf Spieler wie Patrick Huckle (27 Drittliga-Einsätze für Preußen Münster) oder Robert Schick (26 Drittliga-Spiele für Hallescher FC) verweist.

Namen haben sich nach der bärenstarken Hinrunde aber auch die Eintrachtler gemacht – allen voran: Israel Suero Fernandez. Der Marktwert des Spaniers, der einst bei einem Probetraining des KSV Hessen Kassel durchfiel, wird beim renommierten Internetportal www.transfermarkt.de inzwischen auf 100 000 Euro taxiert.

Damit hat er sich seit Rundenstart vervierfacht! In Erdinc Solak, Laurin Vogt und Del-Angelo Williams sind drei weitere Kicker im „Club der 100 000er“.

Martwert der Spieler ist gestiegen

Wie Stadtallendorfs Kapitän Kevin Vidakovics verrät, verfolgt man auch in der Spielerkabine des TSV die Entwicklungen auf der Internetseite. „Gerade wenn man sich über die Vita eines Spielers oder eine Mannschaft informieren will, ist diese Seite erste Anlaufstelle“, sagt der 27-Jährige, dessen Marktwert sich immerhin von 50 000 auf 75 000 Euro erhöht hat.

Von den 24 beim Internetportal gelisteten Eintracht-Spielern hat sich bei deren 13 der Marktwert erhöht. Gefallen ist er bei keinem. Dementsprechend hat sich der Wert des 
Kaders von einer Million auf 1,33 Millionen erhöht.

„Ich habe deshalb schon überlegt, alle Spieler zu verkaufen“, scherzt Stadtallendorfs Sportlicher Leiter Fejz Hodaj, der sich über die Entwicklungen und Werte freut, allerdings meint, dass jene mit Vorsicht zu genießen seien.

„Die Zahlen sind in der Praxis eher unrealistisch. Dass dir ein anderer Verein bei einem Spieler, der einen Marktwert von 50 000 Euro hat, auch diese Summe zahlt, wirst du nicht erleben. Schon eher vorstellbar ist, dass dir ein Verein aus der 1. oder 2. Bundesliga die angegebene Summe zahlt.

Im Ranking Rote Laterne abgegeben

Aber so etwas kommt in der Realität äußerst selten vor“, sagt Hodaj, dem die Abwicklung von Transfers bestens bekannt ist. Unabhängig davon, ob die Marktwerte einen mehr oder weniger realen Bezug haben – als Motivation dienen sie allemal. „100 000 Euro ist schon so eine Marke, die man gerne mal erreichen würde“, gesteht Vidakovics.

Mit seinem Team hat der Spielführer im Marktwert-Ranking der Südwest-Staffel übrigens die Rote Laterne abgegeben – und dies trotz der Tatsache, dass beim Gros der Clubs mehr Spieler im Kader geführt werden, entsprechend also mehr Einzelwerte addiert werden können.

An letzter Stelle wird nun Mitaufsteiger TSV Schott Mainz (1,3 Millionen Euro) geführt. Wie in der Liga führt der 1. FC Saarbrücken (3,43 Millionen Euro) auch die Marktwerttabelle an. Die Saarländer sind ein Verein, bei dem sich auch Hodaj vorstellen kann, dass er für einen Spieler mal tiefer in die Tasche greift.

von Marcello Di Cicco