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Szymanski: „Etwas Wehmut ist dabei“

Fußball, Hessenliga Szymanski: „Etwas Wehmut ist dabei“

Mit einem Heimsieg verabschiedete sich Eintracht Stadtallendorf vom eigenen Publikum.

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Laurin Vogt (Stadtallendorf, rechts) überwindet Keeper Tobias Wolf (Fulda) zum 1:0. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Als denkwürdige Partie wird das letzte Heimspiel der Eintracht in dieser Saison nicht in Erinnerung bleiben - zumindest nicht den knapp 200 Zuschauern. Über 93 Minuten plätscherte die fahrige Begegnung mehr oder weniger vor sich hin, gute Torchancen oder gar spielerische Glanzpunkte gab es kaum.

„Wir haben eine Phase, in der es gar nicht läuft. Unser Grundproblem ist, dass wir zu ineffektiv sind“, bilanzierte Fuldas Coach Thomas Brendel, dessen Elf sich aufgrund des inzwischen via Facebook angekündigten und vom Hessischen Fußball-Verband bestätigten Rückzugs des SV Wiesbaden in die Gruppenliga sowie des Klassenerhalts des TSV Steinbach in der Regionalliga dennoch vorzeitig über den Ligaverbleib freuen durfte.

„In der ersten Halbzeit haben wir richtig guten Fußball gespielt. Insgesamt hat man aber gesehen, dass die Spannung bei beiden Mannschaften raus war“, erklärte Eintracht-Trainer Dragan Sicaja das nur äußerst mäßige spielerische Niveau. Zufrieden trottete derweil Ariel Szymanski nach seinem letzten Spiel im Herrenwaldstadion nach sechs Jahren im Eintracht-Trikot in Richtung des Kabinentrakts. „Der letzte Wille hat beiden Mannschaften gefehlt. Trotzdem haben wir sauberen Fußball gespielt und den Sieg gegen eine ambitionierte und gute Fuldaer Mannschaft geholt. Das freut mich“, sagte Szymanski, der erstmals seit dem Restrundenauftakt in Oberrad in der Startelf stand.

Wenig zu sehen in Hälfte 2

In einem ersten Abschnitt, in dem die Platzherren den Ton angaben, hätte Szymanski nach drei Minuten fast den Rückstand aus nächster Nähe beobachten müssen, als Borussen-Stürmer Sebastian Schmeer frei vor dem groß gewachsenen Abwehrspieler auftauchte, es aber verpasste, den Ball aus kurzer Distanz einzunicken. In einem an Torchancen ausgeglichenen ersten Durchgang machte es die Eintracht zweimal besser.

Nach einer Flanke aus dem Halbfeld von Kenan Atas setzte der diesmal als Angreifer aufgebotene Masih Saighani per Kopf Laurin Vogt in Szene, der aus kurzer Distanz zur Eintracht-Führung einschob (17.). Nach einem herrlichen Pass von Kevin Bartheld in die Gasse legte Vogt ab auf den mitgelaufenen Valon Ademi, der den Ball per Flachschuss ins lange Eck zum 2:0 im Kasten der Domstädter unterbrachte (46. + 1).

Nach der Pause spielte nur noch der Gast aus Osthessen, ließ in der Offensive aber ein ums andere Mal den nötigen Biss vermissen. Nur noch wenig war in der zweiten Hälfte von der Sicaja-Elf zu sehen.

Ariel Szymanski sollte dies am Ende egal sein: „Ein bisschen Wehmut ist bei diesem Abschied schon dabei. Für die Hessenliga und unseren Trainer, der in jedem Training 100 Prozent fordert, kann ich den Aufwand berufsbedingt aber nicht mehr leisten. Deshalb habe ich im Winter schon klare Verhältnisse geschaffen und gesagt: ‚Plant ohne mich!‘“, verriet Szymanski, der wegen einer Rot-Sperre, Verletzung und Erkrankung fast die komplette Restrunde verpasste. „Ich hoffe, dass ich im letzten Spiel noch mal ran darf“, sagte der 27-Jährige, der noch offen ließ, ob beziehungsweise wie es sportlich für ihn weitergeht. „Da ist noch nichts konkret geplant. Den Vereinen, die mich angerufen haben, habe ich gesagt, dass ich mich melde, sobald ich mehr planen kann.“

von Marcelllo Di Cicco

Statistik
Tore: 1:0 Laurin Vogt (17.), 2:0 Valon Ademi (45. + 1). Stadtallendorf: Säglitz - Dinler, Vidakovics, Szymanski, Atas - Pllana - Ademi (65. Döringer), Arifi, Bartheld (75. Besel), Vogt - Saighani (65. Tega). Fulda: Wolf - Beck (66. Schwab), Jerkovic, Fuß, Dimitrijevic - Trägler (75. Schenkel), Pomnitz, Poredski, D. Müller - J. Müller (66. Schirmer), Schmeer. Schiedsrichter: Cristian Ballweg (Zwingenberg). Gelb: Vidakovics, Arifi, Dinler, Vogt / Pomnitz. Zuschauer: 200. Beste Spieler: Atas / J. Müller.
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