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Strack ist der beste Neuling im Suzuki-Cup

Motorradsport Strack ist der beste Neuling im Suzuki-Cup

Zum Abschluss der Saison fuhr Leon Strack auf dem Hockenheimring seine besten Rennen. Bei seinem Debüt in der Serie "Suzuki Challenge" belegte der Motorradfahrer aus Cölbe im Gesamtklassement Rang vier.

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Gute Kurvenlage: Leon Strack vom Team Karthin machte auf seiner Suzuki mit guten Leistungen auf sich aufmerksam. Privatfoto

Cölbe. „Für mich war es die richtige Entscheidung, in diese Klasse zu wechseln“, bilanziert Leon Strack nach seiner Premierensaison. „Ich habe viel gelernt und mein Rennstall, das Team Karthin, hat mir viel geholfen.“ Der 18-Jährige brachte sein Talent ein und so stand Leon Strack in 14 Rennen insgesamt viermal auf dem Podium. In der Endabrechnung brachte ihm das den vierten Platz. Gleichzeitig war er mit dieser Leistung im Suzuki-Cup, der offiziell „GSXR 750 Challenge“ heißt und bei dem alle Fahrer mit den gleichen Maschinen unterwegs sind, der beste Neuling des Jahres.

In der ersten Saisonhälfte hatte Leon Strack einmal im belgischen Zolder als Dritter den Sprung auf das Siegerpodest geschafft (die OP berichtete). Die zweite Hälfte lief noch besser für den Cölber. Am Schleizer Dreieck noch nicht ganz so wie gewünscht, wobei er von Position sechs startete und im ersten Rennen Vierter sowie im zweiten Rennen Sechster wurde. Doch in Assen verbesserte er sich im ersten Rennen nach Platz vier im Qualifying um einen Rang. Im zweiten Rennen wurde Strack zwar nur Sechster. „Aber da habe ich zum ersten Mal vier Runden lang das Feld angeführt“, sagt er.

Lieber kein Risiko eingehen

Dann allerdings fingen die Probleme an, die sich wie ein roter Faden durch den Rest der Saison ziehen sollten. „Das Vorderrad hat beim Bremsen gestempelt“, erklärt Leon Strack. Es stotterte und rutschte also gleichzeitig. Ab Mitte des Rennens habe ihn das zurückgeworfen. „Ich habe mich dann mit dem sechsten Platz zufrieden gegeben und mir gedacht, dass ich lieber kein Risiko eingehe.“

Auf der vorletzten Strecke, in Oschersleben, machte das Getriebe Schwierigkeiten. „In jeder fünften Runde“, wie Leon Strack festgestellt hatte. „Ich bin dann mit dem Problem gefahren und habe geschaut, was geht. Aber es wurde in jeder Runde schlimmer.“ Im ersten Rennen sprang trotzdem noch der sechste Rang heraus - obwohl auch der Gang heraussprang, jedes Mal beim Runterschalten vom sechsten in den fünften und vom fünften in den vierten Gang. Im zweiten Rennen ging dann nichts mehr. Das Motorradsporttalent stürzte in der Einführungsrunde, „weil das Hinterrad wegen des Getriebes blockiert hat“.

Packende Duelle mit Ellenbogeneinsatz

Auf die abschließenden beiden Rennen in Hockenheim wollte sich Leon Strack im Vorfeld gut vorbereiten - und hätte das beinahe teuer bezahlt. Eineinhalb Wochen vor dem Wettkampf riss beim Training eine Schlauchschelle, Kühlwasser lief aus, und der Cölber machte bei 150 km/h den Abflug. „Eigentlich war alles kaputt bis auf den Motor und den Rahmen“, sagt Leon Strack, der selbst bei dem Unfall unverletzt blieb.

Bis zum Rennwochenende war die Maschine wiederhergestellt, doch im ersten freien Training lief erneut Kühlflüssigkeit aus. „Ich dachte: Nicht schon wieder, das nervt mich alles“, erzählt Strack. Im Rennen habe es dann aber keine Probleme gegeben: „Da bin ich so konzentriert, da denke ich darüber nicht nach.“ Was die Platzierungen angeht, sollte Hockenheim dann sogar das beste Wochenende werden. Im ersten Rennen holte sich Leon Strack Platz zwei, im zweiten Rennen Platz drei. Wobei sogar der erste Sieg drin gewesen wäre, doch die Konkurrenz kam bei den anstehenden Überrundungen besser durch.

Mit dem überlegenen Gesamtsieger Alexander Preuß aus Mainz und dem Zweitplatzierten Tim Stadtmüller aus Winnenden lieferte sich Strack packende Duelle, auch mal mit Ellbogeneinsatz. „Das war ziemlich hart, ist aber das, was Spaß macht“, sagt der 18-Jährige.

Preuß steigt nächstes Jahr um von Suzuki auf Yamaha und fährt einen anderen Cup. „Ein Konkurrent weniger“, meint Leon Strack, der dann wieder in der „GSXR 750 Challenge“ angreifen möchte und selbstbewusst sagt: „Ich will besser abschneiden als in diesem Jahr.“ Viel Luft nach oben ist nicht mehr.

von Holger Schmidt

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