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Staubiger Sieg für den Tabellenführer

Fußball-Kreisoberliga Nord Staubiger Sieg für den Tabellenführer

Trotz einiger kurzfristiger Ausfälle holte Spitzenreiter VfB Marburg beim 3:1-Sieg beim FC Türk Gücü Breidenbach drei wichtige Punkte in der Kreisoberliga.

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Für Serdal Ergin (rechts) und den VfB Marburg war der Sieg in Wolzhausen gegen Cihan Bicin und den FC Türk Gücü Breidenbach eine staubige Angelegenheit. Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Breidenbach. Die Spieler waren an diesem herrlichen Spätsommertag wahrlich nicht zu beneiden. Sie mussten nicht nur gegen ihre Gegenspieler kämpfen, sondern auch noch gegen die Staubwolken auf dem knochenharten Aschenplatz in Wolzhausen. „Die Mannschaft hat auf diesem Platz von Beginn an die richtige Einstellung gezeigt und hat sich den Sieg mehr als verdient“, lobte VfB-Trainer Peter Starostzik nach der Partie seine Schützlinge.

Die beiden Marburger Spieler Samet Sakarya und Serdal Erginn kehrten an ihre ehemalige Wirkungsstätte zurück. Beide spielten in der vergangenen Saison noch für den Liga-Konkurrenten. Allerdings musste Sakarya wegen einer Oberschenkelverletzung passen. Für ihn spielte Kapitän Bujar Ternava in der Vierer-Abwehrkette und machte das richtig gut.

Nach einem Ballverlust der Marburger in der Vorwärtsbewegung schnappte sich Oguzhan Karsli den Ball und prüfte mit einem Schuss aus 16 Metern VfB-Keeper Thomas Halbrucker (5.). Auf der Gegenseite hatte Torjäger Alban Ademi die erste Chance für den Spitzenreiter, doch er schoss den Ball aus kurzer Distanz Breidenbachs Torwart Sezgin Tökez in die Arme (18.). Fünf Minuten später gingen die Marburger in Führung, als Daniel Beck nach einem Freistoß von Farzan Zahir per Kopf das 1:0 für seine Farben erzielte. Doch die Freude hielt nur fünf Minuten, dann kamen die Gastgeber durch eine Kopie des ersten Tores durch Burak Aksoy zum 1:1.

In der 26. Minute hatte Torjäger Alban Ademi Pech, dass sein Lupfer nur knapp am Tor der Platzherren vorbei ging. Durch viele kleine Fouls und zahlreichen Unterbrechungen kam kaum Spielfluss auf. Nach einem weiten Schlag aus der eigenen Abwehr kam der Ball in der 33. Minute zu Hergen Ritterpusch, der den Ball von der Strafraumgrenze zum 2:1 für Marburg in den Winkel hämmerte. Kurz vor dem Seitenwechsel verpasste Ademi nur um Haaresbreite eine scharfe Hereingabe von Zahir.

„Wir müssen nach der Pause schnell das 3:1 machen, sonst wird es zum Schluss noch einmal eng“, sagte Samet Sakarya in der Halbzeitpause. Und seine Mitspieler müssen das gehört haben. Denn mit Beginn des zweiten Abschnittes drängten die „Schimmelreiter“ auf den dritten Treffer. Die Hausherren kamen in dieser Phase kaum noch über die Mittellinie und standen unter Dauerdruck. Für Gefahr auf Marburger Seite sorgten vor allen Dingen die Freistöße von Farzan Zahir. Aber das erlösende 3:1 wollte nicht fallen. Nach einer knappen Stunde verpassten mit Beck, Serkan Atas und Ademi gleich drei Spieler das Tor nur knapp. In der 61. Minute hatten die mitgereisten Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch Torwart Tökez lenkte einen Schuss von Atas mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten.

Die Platzherren kamen nur bei Standards in die Nähe des Marburger Tores. Eine Viertelstunde vor Schluss machten die Gäste dann schließlich den Sack zu. Farzan Zahir bediente mustergültig Alban Ademi, der mit seinem 17. Saisontreffer das 3:1 für den Tabellenführer erzielte. Eine Minute später lenkte Marburgs Torwart Halbrucker einen Freistoß von Oguzhan Karsli noch zur Ecke. Der Ball war für den Keeper spät zu sehen, dazu war ihm durch den Staubwirbel die Sicht versperrt. Das war aber auch schon alles, was die Gastgeber nach der Pause zu bieten hatten. Aus dem Spiel heraus kamen sie im zweiten Abschnitt nicht einmal gefährlich vor das Tor der Gäste.

„Wir haben bei den ersten beiden Gegentoren schlecht ausgesehen. Da waren wir zu weit weg. Trotzdem geht der Sieg der Marburger in Ordnung“, bilanzierte Co-Trainer Cevdet Taskiran nach dem Spiel.

Tore: 0:1 Daniel Beck (23.), 1:1 Burak Aksoy (28.), 1:2 Hergen Ritterpusch (33.), 1:3 Alban Ademi (75.). Breidenbach: Tökez - Varlibas, Kocaaslan (46. Emül), Celik (46. Isik), Aksoy, Kurt, Karsli, Bicen, Deniz Dasgin, Taskiran (46. Yokaribas), Bulut. Marburg: Halbrucker - Ergin, Wedra, Ademi, Michael Xenokalakis, Schacht, Beck, Ritterpusch (58. Baldrusch), Ternava, Atas, Schall (15. Zahir). Schiedsrichter: Karsten Kostka (Gießen). Zuschauer: 60. Gelb-Rote Karte: Erkan Kurt (80., Breidenbach). Gelbe Karten: Kurt, Emül, Isik, Bulut/Ademi, Ternava, Ergin. Beste Spieler: Tökez, Karsli, Aksoy / Ternava, Ergin, Ademi.

von Lothar Reeber

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