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Starke Verteidigung reicht nicht

Basketball, Bundesliga Starke Verteidigung reicht nicht

Beim TSV Wasserburg hielt der BC Marburg über weite Strecken gut mit. Schließlich mussten die ersatzgeschwächten Hessinnen sich aber dem Tabellenführer geschlagen geben.

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Marburgs Diana Voynova (links; hier gegen Bad Aiblings Jessica Höötmann) verletzte sich im Spiel beim amtierenden Meister TSV Wasserburg.

Quelle: Thorsten Richter

Wasserburg. Mit 48:64 beim Titelverteidiger hat sich das Pharmaserv-Team aus Marburg achtbar aus der Affäre gezogen. Mehr als die Niederlage schmerzen die Verletzungen von Diana Voynova und vor allem von Mali Sola.

„Diana hat einen Schlag auf die Nase bekommen. Die könnte gebrochen sein. Mali hat sich am Knie verletzt“, sagte BC-Trainer Patrick Unger. Über die Schwere der Verletzung der U-20-Nationalspielerin will er aber nicht spekulieren. „Wir warten das MRT am Montag und die Diagnose durch unseren Mannschaftsarzt Dr. Carsten Hauk ab.“ Svenja Greunke konnte wegen einer Muskelentzündung am Schienbein nicht eingesetzt werden. Katie Yohn quälte sich nach einer noch nicht überstandener Erkältung durch die Partie.

Zufrieden war Unger mit der Verteidigungsleistung seiner Schützlinge: „Da ist uns vieles gelungen.“ Wasserburg in eigener Halle unter 65 Punkten zu halten, war zuvor seit mehr als vier Jahren keiner deutschen Mannschaft mehr gelungen.

Die eigene Offensive machte dem Übungsleiter allerdings zu schaffen. „Wir haben zu statisch gespielt und waren nicht von unseren Aktionen überzeugt“, beklagte der 33-Jährige. Die Verwertung freier Würfe unter dem Korb fand er „katastrophal“. Eine Wurfquote von 28 Prozent aus dem Feld war die Quittung. Da nutzte am Ende auch das deutliche Plus bei den Rebounds (52:39) nichts.

„Wir brauchen mehr Spiele auf diesem Niveau“, forderte Unger. „Wir sollten auch mal daran denken, Eurocup zu spielen, wie das Freiburg in diesem Jahr macht. Nur so werden wir besser und bieten jungen Spielerinnen eine Perspektive.“

Nach dem ersten Viertel sah es nach einem Debakel für Marburg aus. Lediglich in den Anfangsminuten hielt der BC die Partie offen. Ein Zwischenspurt des deutschen Meisters mit 16 Punkten in Folge sorgten schon vor der ersten kleinen Pause für klare Verhältnisse (20:9).

Wasserburg zieht davon

Im zweiten Abschnitt mussten sich die wenigen treuen BC-Anhänger ganze 6:20 Minuten gedulden, bis sie den ersten Treffer ihrer Mannschaft bejubeln konnten. Wasserburg hatte seit Wiederbeginn allerdings schon zwölf Zähler erzielt (32:9) und ging mit einem komfortablen 34:19 in die Halbzeitpause.

Wie verwandelt kam der BC Marburg aus der Kabine: Mit aggressivem, zielstrebigem und präzisem Spiel zauberten die Marburgerinnen einen 14:0-Lauf aufs Parkett. Beim 33:34 waren die Hessinnen wieder dran. Der Hallensprecher hatte Mühe, das erfolgsverwöhnte Wasserburger Publikum bei Laune zu halten. Erst nach einer Auszeit und geschlagenen fünf Minuten sammelten die Gastgeberinnen ihre ersten Zähler nach dem Seitenwechsel.

Dann schockte die Verletzung von Mali Sola das BC-Team. „Wir sind nach der Pause super zurückgekommen. Aber dann war die Luft raus“, bekannte Unger.

Vor dem letzten Durchgang war man beim 39:44 noch dran. Nun drehte der Titelverteidiger auf und steuerte mit neun Punkten in Serie (53:39) auf seinen neunten Sieg im zehnten Spiel an. Auf 47:55 kam Marburg noch einmal heran. Doch in den letzten viereinhalb Minuten wollte nur noch ein einziges Pünktchen gelingen.

Am kommenden Samstag um 19 Uhr spielt der BC Pharmaserv Marburg in eigener Halle gegen die SV Halle Lions.

von Marcus Richter

Statistik
TSV Wasserburg – BC Pharmaserv Marburg 64:48.
Viertel: 20:9, 14:10, 10:20, 20:9.
Wasserburg: Agunbiade 10 Punkte (6 Rebounds, 3 Steals), Deura 9/1 Dreier, Fikiel 4, Fontaine 19 (3 Blocks), Ivanovic 2, Lucet 9/1 (14 Reb., 6 Assists), Moore, Peddy 9/2 (5 Ass., 4 St.), Worms 2.
Marburg: Baker 10, Bradley 6/2 (3 Ass.), Greunke (nicht eingesetzt), Köppl 7 (13 Reb.), Schaake 9/1, Sola 2 (10 Reb.), Wilke 2, Voynova 2 (8 Reb.), Yohn 10/2.
Schiedsrichter: Sven Frischmuth, Benedikt Loder. Zuschauer: 400.
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