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Starke Eintracht ringt den Meister nieder

Fußball, Hessenliga Starke Eintracht ringt den Meister nieder

Erst kurz vor dem Ende des vorletzten Heimspiels der Saison sicherten sich die Herrenwälder den ersten Heimerfolg des Jahres.

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Im strömenden Regen macht Stadtallendorfs Ahmet Marankoz (Mitte) einen Fallrückzieher. Er erzielte das 1:0 gegen Jügesheim. Foto: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Stadtallendorf. Dass Siegtorschütze Ahmet Marankoz in der 89. Minute verärgert den Kunstrasenplatz in Richtung des Kabinentrakts verließ, sollte nur eine Randnotiz am Ende eines Spiels bleiben, das die Eintracht völlig verdient gewann und damit ausgerechnet gegen den Hessenmeister eine mehr als halbjährige Durststrecke beendete, in der es den Ostkreislern nicht gelang, in sieben Partien einen Heimsieg einzufahren.

Doch von vorn: „Überragend“ nannte TSV-Trainer Dragan Sicaja den Auftritt seiner Elf, die vor knapp 120 Zuschauern und bei nasskalter Witterung mit dem Anpfiff besser im Spiel war als der Gast, dem man über die gesamte Spieldauer ansah, dass die Luft im Spiel eins nach dem vorzeitigen Titelgewinn raus ist.

„In einer solchen Situation entwickelt man einfach nicht mehr das Feuer wie vorher. Unsere Spieler orientieren sich bereits nach außen“, meinte der scheidende TGM/SV-Übungsleiter Lars Schmidt, der verriet, dass alle seine Schützlinge bereits neue Vereine gefunden hätten. Jügesheim zieht sich zur kommenden Saison aus dem hessischen Oberhaus zurück (die OP berichtete).

Im Mittelfeld zeigten sich die Stadtallendorfer lauffreudig, ließen auch das Leder schön laufen und gingen aggressiver in die Zweikämpfe. Der fleißige Kevin Schudy, der nur knapp über das Tor schoss (16.), und Dennis Lepper, der das Leder neben das Gehäuse setzte (18.), vergaben die besten Torchancen für die Platzherren, für die deren Coach viel Lob übrig hatte: „Die Leistung war top; wir haben vorbildlich gespielt - ich freue mich für Kevin Bartheld, Robin Traut, Anton Celik, Ariel Szymanski und Kenan Atas“, hob Sicaja die Leistung einiger junger Spieler hervor.

In der zweiten Halbzeit gestaltete sich die Begegnung ausgeglichener, Torraumszenen blieben aber weiter Mangelware. Jörn Kohl vergab in der 78. Minute die einzige gute Tormöglichkeit der Elf aus dem Rodgauer Stadtteil, die die Partie zu zehnt beendete, weil Tim Fliess in der 89. Minute mit einer „Ampelkarte“ vom Platz gestellt wurde.

Über seinen wohl letzten Heimsieg, an dem er zwischen den Pfosten aktiv beteiligt war, freute sich besonders TSV-Kapitän Dusan Olujic, der die Eintracht zusammen mit Manuel Rasiejewski zum Rundenende nach sechs Jahren in Richtung VfB Gießen verlässt (die OP berichtete): „Für mich war es das letzte Heimspiel, weil Thomas (Halbrucker) in zwei Wochen im Tor stehen wird. Wir haben noch mal versucht alles rauszuholen“, sagte der Keeper, der dem TSV „sehr dankbar für die gute Zeit“ sei.

Nicht glücklich war Marankoz - dabei hätte er Grund zur Freude gehabt: Der Gießener, der noch in der 49. Minute per Strafstoß an TGM/SV-Keeper Antonio Anic gescheitert war, schnappte sich das Leder in der 86. Minute erneut, als der ausgezeichnet leitende Schiedsrichter Simon Heß (Heppenheim) das zweite Mal auf den Punkt zeigte.

Obwohl Sicaja lautstark einen anderen Spieler als Elfmeterschützen forderte, trat der Stürmer an, versenkte den Ball mit einem halbhohen Gewaltschuss und strafte seine Kritiker rings um das Spielfeld sogleich verbal und gestikulierend ab. „Ich habe mich immer vor ihn gestellt, wenn etwas war. Aber das geht nicht“, meinte Sicaja.

von Marcello Di Cicco

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