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Starke Eintracht macht es spannend

Fußball-Hessenliga Starke Eintracht macht es spannend

Drittes Heimspiel, dritter Sieg in der Fußball-Hessenliga: Einen verdienten 2:1 (2:0)-Erfolg gegen Rot-Weiß Frankfurt feierte die Stadtallendorfer Eintracht zum Heimat- und Soldatenfest vor etwa 500 Zuschauern.

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Ceyhun Dinler (links) steht nach einer Ecke am langen Pfosten genau richtig und köpft zur 2:0-Führung für Eintracht Stadtallendorf gegen RW Frankfurt ein.Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Mit dem Sieg bleiben die Herrenwälder vor dem Topspiel am Wochenende gegen den verlustpunktfreien SC Hessen Dreieich als Tabellendritter in Schlagdistanz zum Spitzenreiter. Dass die Eintracht für jene Partie gerüstet ist, bewies sie vor allem im ersten Durchgang gegen den Frankfurter Traditionsklub, der im Ostkreis seine erste Saisonniederlage kassierte.

„Gerade in der ersten Halbzeit haben wir überhaupt nicht ins Spiel gefunden“, monierte Rot-Weiß-Coach Daniyel Cimen. Als Achillesferse seiner Elf stellte sich das Verteidigen bei Standardsituationen heraus. Dominik Völk traf nach einer Ecke von Erdinc Solak sträflich freistehend volley zur TSV-Führung (7.), die Ceyhun Dinler am langen Pfosten per Kopf ausbaute, nachdem Daniel Vier Solaks Eckball knapp per Kopf verpasst hatte (25.). Nach einer Freistoßflanke köpfte Vier über das Tor (45. + 1). „Wir wussten um die Stärke der Stadtallendorfer bei Standards. Da haben wir uns schlecht verhalten“, monierte Cimen, dessen taktisch variabel aufspielendes Team trotz Überzahl im Mittelfeld die Partie vor dem Pausenpfiff zwar ausgeglichen gestaltete und phasenweise aufgrund von mehr Ballbesitz sogar leichte Feldvorteile hatte, jedoch keine Torchance herausspielte.

Sicaja ist hochzufrieden

Das Fehlen von Varol Akgöz (Wadenverletzung), in der vergangenen Spielzeit mit 23 Buden der zweiterfolgreichste Hessenliga-Torschütze, machte sich bemerkbar. „Gerade in der Sturmspitze ist er für uns fast unersetzlich“, stellte der Frankfurter Übungsleiter fest.

So war es in einem sehenswerten ersten Durchgang die konzentriert und clever agierende sowie gut gegen den Ball arbeitende Eintracht, die für Gefahr fürs eigene Tor sorgte, als Muhamet Arifi ein Rückpass aus dem Halbfeld missglückte. Die Bogenlampe ging aber nur an die Latte (40.), ehe das als durchaus kritisch bekannte Stadtallendorfer Publikum die Heimelf mit kräftigem Applaus in die Kabinen schickte.

Eintracht hält Fliess vom Tor fern

„Wir haben diszipliniert gespielt und Frankfurt, das über gute Offensivqualität verfügt, weit weg vom Tor gehalten“, lobte Völk. „Unser Plan war es, Marko Kopilas spielen zu lassen, dafür aber andere Spieler wie André Fliess zuzuschließen, damit er nicht das Spiel an sich reißen kann. So haben wir einem Gegner den Zahn gezogen, der sonst dafür bekannt ist, pro Halbzeit sechs, sieben hundertprozentige Torchancen zu haben“, war Eintracht-Trainer Dragan Sicaja hochzufrieden mit seiner Mannschaft. Einziges Manko: Im zweiten Durchgang, der lange vor sich hinplätscherte, verpassten es die Ostkreisler, denen sich nun mehr Räume und gute Konterchancen boten, frühzeitig für die Vorentscheidung zu sorgen. Dies rächte sich, als der eingewechselte Anthony Wade einen Angriff über den linken Flügel erfolgreich abschloss und damit dafür sorgte, dass Keeper Hrvoje Vincek das erste Mal in einem Hessenligaspiel für den TSV einen Ball aus dem eigenen Kasten holen musste (76.).

„Nach dem Gegentor haben wir aber gezeigt, dass wir stabil stehen können. Wir haben uns in keinen Sog ziehen lassen und nicht noch den Ausgleich oder gar das 2:3 kassiert. Das war eine sehr gute Leistung“, befand Stadtallendorfs Kristian Gaudermann, dessen Team allerdings Glück hatte, dass der zentral vor dem Tor freistehende Christian Pospischil eine Hereingabe von Tim Fliess aus kurzer Distanz verpasste (80.).

  • Eintracht Stadtallendorf - RW Frankfurt 2:1 (2:0)
  • Tore: 1:0 Dominik Völk (7.), 2:0 Ceyhun Dinler (25.), 2:1 Anthony Wade (76.). Stadtallendorf: Vincek - Dinler, Völk, Vidakovics, Gaudermann - Vier, Arifi - Heuser (61. O. Yildirim), Solak (86. Jakovljevic), Vogt - Williams (78. Ademi). Frankfurt: Takidis - Abdul (70. Freund), Topcagic, Kopilas, Park - T. Fliess, Pospischil - Barnes, A. Fliess, Kara (89. Mus) - Toskovic (46. Wade).
  • Schiedsrichter: Christoffer Reimund (Zwingenberg). Gelb: Vogt, Gaudermann / Abdul, Park, Kopilas, T. Fliess. Zuschauer: 500. Beste Spieler: Vier, Arifi, Völk, Vidakovics / Barnes, Pospischil.

von Marcello Di Cicco

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