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Stadtallendorf verliert nach 1:0 mit 1:4

Fußball-Hessenliga Stadtallendorf verliert nach 1:0 mit 1:4

Was gut begann, endete für Fußball-Hessenligist Eintracht Stadtallendorf am Freitag in Vellmar mit einer 1:4-Klatsche, die sich die Herrenwälder indes selbst einbrockten.

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Stadtallendorfs Laurin Vogt (rechts) verfolgt den ballführenden Vellmarer Nasuf Zukorlic. Trotz Vogts Führungstreffer verlor Stadtallendorfs noch deutlich. Foto: Marcello Di Cicco

Obervellmar. In kleinen Gruppen arbeiteten Spieler und Verantwortliche der Eintracht nach dem Abpfiff die Geschehnisse auf. Während Kevin Vidakovics und Co. auf dem Rasen diskutierten, suchte Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja das Vier-Augen-Gespräch mit Sportmanager Fejz Hodaj.

„Unser derzeitiges Problem ist, dass wir den Gegner zum Toreschießen einladen. Dann ist es schwierig, Spiele zu gewinnen“, meinte Dominik Völk, dem mit seinem Team ein Start nach Maß gelang. Der aus dem Halbfeld freigespielte Valon Ademi hatte ein Auge für den mitgelaufenen Laurin Vogt, der die Gäste nach neun Minuten in Führung brachte. Doch Sicherheit brachte diese der Eintracht nicht. „Wir haben nach dem 1:0 aufgehört, Gas zu geben. Wir hätten weiter kämpfen und eine Schippe drauflegen müssen“, monierte der überraschend als einzige Spitze in die Startelf gerückte Robin Traut.

Sein Coach Dragan Sicaja meinte: „Die Mannschaft ist einfach noch nicht gefestigt genug. Heute haben wir alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte.“ Die Gastgeber gewannen nach dem Rückstand zusehends Oberwasser. Aus gleicher Position drehte OSC-Kapitän Christian Wollenhaupt mit einer Flanke, die im langen Eck landete und TSV-Keeper Stephen Jäckel auf dem falschen Fuß erwischte (24.), und mit einer Direktabnahme von rechts (45.) noch vor der Pause die Partie für die Elf von Trainer Mario Deppe - und das nicht unverdient. „Wir wussten, dass Vellmar kampfbetont spielt, läuft, ackert. Das haben wir in der ersten Halbzeit vermissen lassen“, sagte Raul Guzu.

Nach dem Seitenwechsel stellte Sicaja von einer Dreier- auf eine Viererabwehrkette um und zog Völk ins offensive Mittelfeld. „Der Gegner hatte erkannt, dass wir über die linke Abwehrseite anfällig sind. Darauf haben wir reagiert.“ Nach dem Ausfall von Kenan Atas (Zerrung) habe man diese Position nicht adäquat besetzen können.

Stadtallendorf tat sich in einer umkämpften Partie weiter schwer, Torchancen zu erspielen. Zu selten kamen entscheidende Pässe an, oder die Eintracht machte sich selbst das Leben schwer.

Dominik Lohne, der nach einem langen Ball dank eines Ausrutschers von Kevin Vidakovics allein auf Jäckel zustürmte, sorgte per Heber für die Vorentscheidung (66.). In der Folge bewahrten Guzu in höchster Not (78.) und Jäckel mit zwei klasse Reaktionen (82., 87.) die vergebens drängenden Gäste vor einem höheren Rückstand gegen auf Konter lauernde Platzherren, die in der Nachspielzeit durch Pascal Kemper den Schlusspunkt setzten.

„Die Leistungsträger hätten mehr Initiative ergreifen müssen. Die jungen Spieler müssen geführt werden. Das habe ich nicht gesehen“, kritisierte Sicaja. Guzu griff die Kritik auf: „Man kann nicht immer sagen, es fehlt die Erfahrung. Wir haben genug Spieler, um das zu kompensieren. Jetzt liegt es an uns, an der Mannschaft.“ Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich schon am Sonntag (15 Uhr) bei Bayern Alzenau.

Tore: 0:1 Laurin Vogt (9.), 1:1, 2:1 Christian Wollenhaupt (24., 45.), 3:1 Dominik Lohne (66.), 4:1 Pascal Kemper (90. + 2). Vellmar: Orth - Siebert, Wagener, Kuhn, Meuser - Schanze (70. Löbel), Weingarten, Wollenhaupt, Zukorlic - Bredow (57. Müller), Lohne (85. Kemper). Stadtallendorf: Jäckel - Völk, Guzu, Vidakovics - Bartheld, Szymanski (46. Erben) - Schudy (46. Dinler), Ademi, Vogt - Traut (75. Williams). Schiedsrichterin: Sabine Stadler (Fulda). Gelbe Karten: Kuhn / Schudy, Traut, Bartheld, Vidakovics. Zuschauer: 210. Beste Spieler: Wollenhaupt, Müller/Bartheld.

von Marcello Di Cicco

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